Bisher

11.4. – Mit dem Herzen einer Frau kämpfen (Vortag + Diskussion)

20 Jahre Autonomie und Emanzipation in Chiapas

Montag, 11.4.2016, 19 Uhr Café, ab 19.30 Uhr Vortrag und Diskussion mit Laura Baas (Spanisch/Deutsch)
Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf

Mit dem Aufstand der Zapatistas in Chiapas/Mexiko 1994 bekam der Kampf der Frauen für ihre Rechte in diesem südlichsten Bundesstaat einen deutlichen Schub. Frauen aus zapatistischen und anderen widerständigen Gemeinden organisierten sich und schufen eigene Projekte, um sich von der sexistischen Unterdrückung zu befreien. Gleichzeitig wirkten sie entscheidend am Kampf für die Selbstbestimmung ihrer indigenen, kleinbäuerlichen Gemeinden mit.

Begleitet wurden sie dabei unter anderem von SIPAZ (Servicio Internacional para la Paz). Die Friedensorganisation wurde nach dem zapatistischen Aufstand gegründet, um in der Konfliktregion mittels internationaler Präsenz der Gewalt und Repression durch Staat und Paramilitärs gegen die aufständische, indigene Bevölkerung entgegenzuwirken. In all den Jahren hat SIPAZ viele Menschen begleitet, die sich organisieren und für ihre Rechte kämpfen. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Emanzipation der Frau gelegt.

Aus 20 Jahren dieser Arbeit gibt es viel zu berichten. Wie war die Situation der Frauen in der Vergangenheit? Was haben sie inzwischen erreicht? Was können wir von den Frauen in Chiapas lernen und wie können wir sie solidarisch unterstützen? Laura Baas, seit sechs Jahren bei SIPAZ, wird uns inspirierende Einblicke in diese „Kämpfe mit dem Herzen einer Frau“ geben.

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf, kom!ma – Verein für Frauenkommunikation und des Referats für Interkulturelles des AStA der FH Düsseldorf

6.4. – Argentinien: 40 Jahre Putsch – und heute? (Vortrag + Diskussion)

Wie kommt es 40 Jahre nach dem rechten Militärputsch zu einer demokratisch gewählten Rechtsregierung?

Mittwoch, 6.4.2016, 19 Uhr Café, ab 19.30 Uhr Vortrag und Diskussion mit Lea Machado (Spanisch/Deutsch)
Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf

Am 24. März 2016 jährt sich zum 40 Mal der Jahrestag des Militärputsches in Argentinien. Die darauf folgende Diktatur (1976-1983) setzte gewaltsam eine konservative, neoliberale und repressive Politik durch. Diese Politik forderte unzählige Opfer: 30.000 oppositionelle und linke Aktivist_innen wurden gewaltsam verschleppt und wahrscheinlich ermordet; zehntausende mehr wurden verhaftet und gefoltert; mindestens 50.000 Menschen mussten fliehen.

Seit Dezember 2015 hat Argentinien unter Mauricio Macri erneut eine rechte Regierung. Diese bezeichnen soziale Bewegungen als „wirtschaftlich neoliberal, politisch konservativ und gesellschaftlich repressiv“. Diesmal ist sie jedoch „demokratisch“ gewählt. In ihren ersten Monaten hat sie die Strukturen der neoliberale Ausbeutung vertieft. Gleichzeitig ist sie mit großer Härte gegen jeden Protest vorgegangen. Auch versucht sie, die juristische und historische Aufarbeitung der Verbrechen der Diktatur zu behindern. (weitere Infos bei amerika21 und in diesem Radio-Beitrag)

Wie kam es dazu, dass eine solche Regierung in Argentinien demokratisch gewählt wurde? Gab es doch seit 2001 eine starke Basisorganisierung der Bevölkerung und seit 2003 mit Nestor und Christina Kirchner eine angeblich „linke“ Regierung an der Macht. Was ist die aktuelle Politik der Regierung Macri? Und welchen Widerstand gibt es?

Lea Machado, politische Aktivistin aus Buenos Aires und Düsseldorf, wird uns berichten und Zusammenhänge erklären. Anschließend ist Zeit für Fragen und Diskussion.

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf und des Referats für Interkulturelles des AStA der FH Düsseldorf

26.2. – Café Clandestino: Stadtteilarbeit und Gegenkultur in Lo Hermida, Santiago de Chile

versión en Español/spanische Version

Freitag, 26.2.2016, 19.30 Uhr Café und Essen, ab 20 Uhr Input und Diskussion mit Gabriel (Aktivist und Bewohner aus Lo Hermida, Santiago de Chile), anschließend Kneipe und Musik
Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf

Gabriel, Aktivist und Bewohner des Arbeiter_innen-Stadtteils Lo Hermida in Santiago de Chile, berichtet über seine Erfahrungen in diesem seit vielen Jahrzehnten selbst-organisierten Stadtteil. Hier gewinnen die Bewohner_innen mit Kultur und Selbstverwaltung ihre eigenen Geschichte und Identität als Arbeiter_innen-Stadtteil zurück und arbeiten zusammen für ihre Gemeinschaft. Gemeinsam möchten wir anhand der Erfahrungen aus Lo Hermida diskutieren, wie von unten und auch hier ein alternativer Diskurs gegen das hegemoniale System und dominante Kulturvorstellungen erkämpft werden können. Anschließend machen wir gemeinsam mit Gabriel Musik – alle sind herzlich eingeladen mitzuspielen und mitzusingen.

Vorher, zwischendurch und nachher wollen wir uns mit euch zusammen bei lateinamerikanischer Musik, kalten Getränken und Essen austauschen und eine gute Zeit verbringen.

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf

26.2. – Café Clandestino: Organizacion barrial y contracultura en Lo Hermida, Santiago de Chile

deutsche Version/versión en Aleman

Viernes, 26.2.2016, 19.30 hrs bar y comida, 20 Uhr charla y discusión con Gabriel (Militante y vecino de Lo Hermida, Santiago de Chile), despúes bar y música
Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf

La charla de Gabriel, dirigente y vecino del barrio obrero Lo Hermida en Santiago de Chile, trata sobre la experiencia barrrial de organizacion entre vecin@s, con cultura y autogestion, para recuperar la historia e identidad de un barrio obrero y trabajar con su comunidad. Discutimos junt@s con esta experiencia como levantamos un discurso distinto a la cultura y sistema dominante y desde abajo. Despues compartimos musica, tod@s los que quieran tocar y cantar son muy bienvenid@s!

Antes, entretanto y despúes hay música de Latinoamérica, comida y queremos intercambiarnos con ustedes.

Un evento de ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf

15.1. – Ayotzinapa: Die aktuelle Situation (Vortrag und Gespräch)

Omar García (Student aus Ayotzinapa) berichtet

versión en Español/spanische Version

Zeit: Freitag, 15.01.16, ab 19.00 Uhr Café, ab 19.30 Uhr Vortrag Omar García
Ort: Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf

Auch nach mehr als einem Jahr nach ihrer Verschleppung werden die 43 Studenten aus Ayotzinapa (Mexiko/Guerrero) noch immer vermisst. Mittlerweile hat sogar die mexikanische Regierung anerkannt, dass die von ihr zuvor zur „historischen Wahrheit“ erklärte Version über die Hintergründe des Verschwindens falsch ist. Sowohl die Angehörigen der Studenten als auch eine internationale ExpertInnenkommission hatten die Unmöglichkeit dieser Version, laut der die Studenten auf einer Müllkippe in Cocula verbrannt worden sein sollten, schon vor längerer Zeit bewiesen. Dennoch bedroht die Regierung die Mitstudenten und Eltern der 43 Verschleppten zunehmend. Umso wichtiger ist es, dass die internationale Unterstützung durch uns jetzt nicht abnimmt!

Aus diesem Grund laden wir zu einem Gespräch mit Omar García ein. Als Student aus Ayotzinapa und Überlebender der Angriffe vom 26. September 2014 wird er über die aktuelle Situation berichten. Im Anschluss tauschen wir uns mit ihm über Möglichkeiten aus, wie wir die Bewegung von Ayotzinapa unterstützen können.

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf, der Interventionistischen Linken Düsseldorf [see red!] und des Referats für Interkulturelles des AStA der FH Düsseldorf

15.1. – Ayotzinapa: La situación actual (informe y discusión)

Omar García, estudiante de Ayotzinapa, informa.

deutsche Version/versión en Aleman

Cita: Viernes 15 de enero de 2016,
Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf
Café abierto a partir de las 19 h
Conferencia de Omar García a las 19:30 h

Hace mas de un año los 43 estudiantes de Ayotzinapa (Guerrero, México) fueron desaparecidos y a la fecha no se sabe que pasó con ellos. A pocos meses de los hechos el gobierno mexicano propagó una versión conocida como “la verdad histórica” que afirma que los estudiantes fueron quemados en un basurero en Cocula. La imposibilidad de aquella “versión histórica” fue demostrada hace mucho tanto por los familiares de los estudiantes como por la comisión internacional de expertos. El gobierno mexicano ha tenido que reconocer que su versión es falsa. Sin embargo el gobierno sigue amenazando tanto a los compañeros de los estudiantes como a los padres de los 43 desaparecidos.

Por esta razón los invitamos a una plática con Omar García, estudiante de Ayotzinapa y sobreviviente de los ataques del 26 de septiembre del 2014, quien nos va a informar sobre la situación actual. Así también tendremos la oportunidad de intercambiar con él ideas sobre cómo podemos apoyar el movimiento de Ayotzinapa desde aquí.

Es un evento de ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf, del Interventionistischen Linke Düsseldorf [see red!] y del Referat für Interkulturelles del AStA de la FH Düsseldorf.

Wir schreiben …

… über Wünsche, Hoffnungen, unsere alltäglichen Kämpfe und was uns sonst noch so beschäftigt.

Bei unseren Treffen soll gemeinsam gelesen, diskutiert und geschrieben werden. Wir möchten uns vor allem mit Literatur beschäftigen, die im Normalfall nicht auf der Buchmesse vorgestellt oder in Bibliotheken steht, sondern mit Literatur die ausbeuterische und unterdrückerische Gesellschaftsstrukturen anprangert. Es interessieren uns AutorInnen, die Literatur als Instrument verwenden für ein gutes Leben zu kämpfen. Diese Literatur soll uns inspirieren selbst zu Stift und Blatt zu greifen.

Als ein Ziel soll ein gemeinsames Buch aus Kurzgeschichten, Gedichten oder auch Fotos und Bildern entstehen, die von uns selbst und unserem Umfeld geschrieben und hergestellt wurden. JedeR kann Seiten selbst gestalten, gerne auch in verschiedenen Sprachen. Wir laden alle ein Teil dieser Erfahrung zu werden.

Zeit: jeden Montag, 19 Uhr
Ort: Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf

7.12. – La Buena Vida / Das Gute Leben (Doku)

Zeit: Montag, 7.12.2015, 19 Uhr Café offen, ab 19.30 Uhr Doku (Deutsch und Spanisch mit deutschen Untertiteln)
Ort: Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf

Anlässlich der Farce der Klimakonferenz von Paris thematisieren wir die Folgen des steigenden Energiekonsums und des Strebens nach immer mehr Wachstum – aber auch den wachsenden Widerstand gegen die Zerstörung von Menschen, Umwelt und Zukunft zugunsten mächtiger wirtschaftlicher Interessen.

Die beeindruckende Doku „La Buena Vida / Das Gute Leben“ erzählt die Geschichte der kolumbianischen Dorfgemeinschaft Tamaquito. Ihre Lebensgrundlage wird durch den Kohleabbau in der Mine „El Cerrejón“ zerstört: Das gewaltige Loch, mit 700 Quadratkilometern der größte Kohletagebau der Welt, frisst sich immer tiefer in die Landschaft. Die Steinkohle wird vor allem in die Länder des Globalen Nordens exportiert – auch nach Deutschland.

Der Film begleitet die Dorfgemeinschaft bei ihrem Existenzkampf gegen die Kohlemine, hinter der mächtige Rohstoffkonzerne wie Glencore, Anglo American und BHP Billiton stehen. Dabei thematisiert er auch, was eigentlich ein „Gutes Leben“ ausmacht und auf wessen Kosten unser „besseres Leben“ hier ermöglicht wird.

Anschließend wollen wir den Blick auf das Rheinische Braunkohlerevier, Europas größter CO2-Produzent vor den Toren Düsseldorfs, und den Widerstand gegen diesen zerstörerischen Motor des kapitalistischen Wachstums richten. Hierzu wird ein_e Vertreter_in des Bündnisses Ende Gelände von ihren Aktivitäten berichten.

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf und des Referats für Interkulturelles des AStA der FH Düsseldorf

29.11. – Annäherung an das Thema Geld als Denkform (Workshop)

Zeit: Freitag, 29.11.2015, 15-20 Uhr
Ort: Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf

Obwohl alle fast täglich damit umgehen, herrscht so manche Unklarheit über Geld. Diese zu beheben ist ein Ziel des Workshops. Dabei werden Gelderklärungsversuche, wie sie in der VWL auftauchen, kritisch unter die Lupe genommen, indem diesen Geld als Denkform gegenübergestellt wird. Da der weitaus größte Teil des umlaufenden Geldes nicht aus Scheinen und Münzen besteht sondern aus Buchgeld auf z.B. Girokonten, muss selbstverständlich auch das Kreditwesen beleuchtet werden.

Da wohl niemand eine pfannenfertige Lösung anzubieten hat, wie die Herrschaft des Geldes zu beenden sei, wäre das zweite Ziel, die Vor- und Nachteile von Geldreformen oder anderen Geldformen zu erarbeiten.

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf

13.11. – Ayotzinapa: 43 Menschen und ein Staatsverbrechen (Doku + Ausstellung)

Zeit: Freitag, 13.11.2015, 19 Uhr Ausstellungseröffnung und Essen, ab 20 Doku (Spanisch mit deutschen Untertiteln)
Ort: Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf

Auch über ein Jahr nach der Verschleppung von 43 Studenten aus Ayotzinapa/Mexiko durch die mexikanische Polizei, der Ermordung von 6 Menschen und der Verletzung von über 20 weiteren ist dieses Staatsverbrechen immer noch nicht aufgeklärt. Die beeindruckende Dokumentation „Ayotzinapa: Chronik eines Staatsverbrechens“ rekonstruiert die Ereignisse um das Verschwindenlassens der 43, zeigt die breite Mobilisierung und, dass hinter diesem Verbrechen Polizei, Militär und Eliten stehen. Gedreht wurde die Doku von mexikanischen Film-Aktivist_innen in Zusammenarbeit mit den Eltern und Mit-Studenten der Opfer.

An diesem Abend zeigen wir außerdem erstmals 43 Original-Gemälde der Ausstellung „Apoyotzinapa“. Damit wollen wir jedem einzelnen der 43 jungen Menschen ein Gesicht und eine Geschichte geben. Unter der großen Zahl der Opfer von Ayotzinapa, dem Ausmaß des Verbrechens und auch unter seiner Symbolhaftigkeit gehen diese zu schnell verloren. Wir sind längst emotional betäubt von den schrecklichen Meldungen und den unvorstellbar hohen Opferzahlen, die uns aus Mexiko und anderen Orten der Welt erreichen. Aber genau darin besteht die Logik dieser massiven Gewalt der Mächtigen: Den Opfern ihre Menschenwürde zu nehmen und uns unsere Fähigkeit zum Mitgefühl. Die Gemälde sollen helfen, die Individuen und ihre Würde wahrzunehmen – Menschen mit Träumen, Geschichten, Gefühlen und Eigenarten. Sie sollen helfen, Mitgefühl und Solidarität erfahrbar zu machen.

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf

7.10. – ¡Yo Soy Mujer! – Kampf um Frauenrechte in El Salvador (Vortrag und Diskussion)

Vortrag und Diskussion mit den feministischen Aktivistinnen Morena Herrera (Feministisches Kollektiv) und Azucena Ortíz (Las Mélidas Frauenverband) aus El Salvador
Zeit: Mittwoch, 7.10.2015, ab 19.30 Uhr
Ort: Leben findet Stadt, Uedesheimer Str. 2, Düsseldorf

Wie sehen die Lebenssituationen von Frauen in El Salvador aus? Wie weit ist die Emanzipation der Frauen in der salvadorianischen Gesellschaft gediehen – nach zwölf Jahren Bürgerkrieg, 20 Jahren ultrarechter ARENA-Regierung und sechs Jahren Links-Regierung der Nationalen Befreiungsfront Farabundo Martí (FMLN)?

Wir wollen nachfragen, was Frau-Sein in El Salvador heißt. Wie beschreiben Frauen ihre soziale, gesellschaftliche und ökonomische, aber auch rechtliche Situation? Können Selbstbewusstsein und politische Partizipation von Frauen dem allgegenwärtigen Machismo und der Gewalt Paroli bieten? Wie gehen die Eliten in El Salvador mit „Frau“ im Parlament, im Justizsystem oder auch bei Straßenmobilisierungen um? Welchen Schwierigkeiten begegnen Kampagnen für reproduktive Selbstbestimmungsrechte? Wer verhindert die Aufhebung des absoluten Abtreibungsverbotes? Was bedeuten feministische Kämpfe in der heutigen salvadorianischen Gesellschaft?

Im Rahmen der El Salvador-Rundreise sind dieses Jahr zwei Frauen eingeladen, die über die aktuelle Situation der Frauenrechte mit historischer Perspektive sprechen und diskutieren.

Morena Herrera hat 1990 die Ver­einigung „Frauen für die Würde und das Leben“ (Las Dignas) mitbegründet. Heute enga­giert sie sich im Feministischen Kollektiv für lokale Entwicklung. Darüber hinaus ist sie eine der Sprecher_innen der Bürger_innenvereinigung, die sich für die Straffreiheit der Abtreibung aus medizinischer oder ethischer Indikation einsetzt. Diese hatte zuletzt die Kampagne Freiheit für die 17 zur Begnadigung von Frauen ins Leben gerufen, welche nach Fehlgeburten zu jahrzehntelangen Haftstrafen wegen Mordes verurteilt wurden.

Azucena Ortíz ist seit 2014 Geschäfts­führerin des Frauen­verbandes Mélida Anaya Montes. In den vergangenen 23 Jahren haben die Mélidas Hausangestellte, Arbeiterinnen in Billiglohn-Weltmarktfabriken (Maquilas) und Landfrauen unterstützt und mit ihnen für ihre Rechte gekämpft. Heute haben mehrere Mitglieder der Mélidas Ämter in Regierung und Parlament. Azucena Ortíz hat jahrelang für die Mélidas Frauenkooperativen und Kleinstunternehmer_innen beraten. Zuvor war sie in der planerischen Basisarbeit für ländliche und städtische Gesundheitszentren tätig.

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf und kom!ma – Verein für Frauenkommunikation

26.9. – Lebend wurden sie entführt, lebend wollen wir sie wieder! (Kundgebung)

Solidarität mit den 43 verschleppten Studenten aus Ayotzinapa/Mexiko, ihren Angehörigen und Mitstudenten!
Zeit: Samstag, 26.9.2015, 14 Uhr Kundgebung
Ort: Rheinuferpromenade (Höhe KIT), Düsseldorf

versión en Español/spanische Version

Vor einem Jahr, am 26.9.2014, wurden in Mexiko 43 Studenten der pädagogischen Fachschule von Ayotzinapa auf dem Rückweg von einer politischen Aktion von Polizei und Mitgliedern eines Drogenkartells verschleppt. 6 weitere Menschen wurden dabei getötet, dutzende verletzt. Die Angehörigen und Mitstudenten der Verschleppten fordern seither die lebende Rückkehr der 43 und die Aufklärung dieses Staatsverbrechens. Dabei wurden sie von Millionen Menschen in Mexiko und weltweit unterstützt. In Mexiko kam es zu monatelangen Massenprotesten gegen die Arroganz der Regierung sowie die Gewalt von Staat und Drogenmafia gegen die Bevölkerung. Seit 2006 wurden durch Polizei, Militär und Drogenkartelle, die wie im Fall von Ayotzinapa oft gemeinsam agieren, 130.000 Menschen ermordet und 26.000 verschleppt – darunter viele Aktivist_innen. Fast keiner dieser Straftaten wurde aufgeklärt.

Dass die mexikanische Regierung kein Interesse an einer Aufklärung des Verbrechens von Ayotzinapa oder einem Ende der massenhaften Gewalt gegen die eigene Bevölkerung hat, zeigt sich auch an ihren Ermittlungen zu Ayotzinapa: Eine internationale Expert_innen-Kommission der Interamerikanischen Menschenrechtskommission hat nach monatelanger Recherche die Ergebnisse der staatlichen Ermittlungen als unhaltbar zurückgewiesen und unter anderem festgehalten, dass die Generalstaatsanwaltschaft absichtlich Beweise zurückgehalten hat.

Wir rufen dazu auf mit uns zusammen, am Samstag den 26.9. um 14 Uhr an der Rheinuferpromenade (Höhe KIT) in Düsseldorf, eure Solidarität mit den 43 verschleppten Studenten aus Ayotzinapa und allen Opfern der staatlichen Gewalt in Mexiko zu zeigen.

Hier in Deutschland heißt diese Solidarität auch Protest gegen die Politik der deutschen Bundesregierung, die die Lügen und die Repression der mexikanischen Regierung unterstützt, Waffenlieferungen zuließ und ein Abkommen zur Zusammenarbeit mit der mexikanischen Polizei unterzeichnen will.

In Mexiko, in Deutschland und der ganzen Welt, wird es in diesen Tagen ebenfalls Kundgebungen und Demonstrationen geben.

***
Hier findet ihr das Video unserer Protestkundgebung mit der Delegation aus Ayotzinapa in Münster (15.5.2015 – mit deutschen Untertiteln) und unser Solidaritätsvideo vom Dezember 2014.

26.9.- ¡Vivos se los llevaron, vivos los queremos!

¡Solidaridad con los 43 estudiantes desaparecidos de Ayotzinapa / México, con sus familias y con sus compañeros!

Día: sabado 26.9.2015, a las 14 hrs. Mitin / Protesta.
Lugar: Rheinuferpromenade (La ribera del Rio Rin) a la altura de la Galería Arte en el Tunel (KIT) en Düsseldorf.

versión en Aleman/deutsche Version

Hace un año, el 26.9.2014, 43 estudiantes de la Escuela Normal Rural de Ayotzinapa / México, fueron secuestrados por la policía y por miembros de un cartel de droga en México. Otras Seis personas murieron en el ataque y decenas resultaron heridas.

Desde entonces los padres de los estudiantes desaparecidos así como sus compañeros exigen la presentación con vida de los 43 estudiantes así como el esclarecimiento de ese crímen de estado con el apoyo de millones de personas en México y de todo el mundo. En México se han llevado a cabo durante meses protestas masivas en contra de la indiferencia del gobierno, así como en contra de la violencia que la mafia estatal y el narcotráfico utilizan contra la población. Desde el 2006, han muerto 130.000 personas y otras 26.000 -entre ellos varios activistas, han sido desaparecidas por la policía, los militares y los carteles de droga, que a menudo actúan en conjunto, como en el caso de Ayotzinapa. Casi ninguno de estos actos criminales ha sido aclarado.

Ya que el gobierno mexicano no ha mostrado ningún interés en aclarar el crímen de Ayotinapa ni tampoco en darle fin a la violencia masiva contra su propio pueblo, muestra de ello, son sus investigaciones sobre Ayotzinapa: El Grupo Interdisciplinario de Expertos Independientes (GIEI) –designado por la Comisión Interamericana de Derechos Humanos (CIDH) tras varios meses de investigación, ha rechazado como insostenible la investigación del gobierno de México sobre la desaparición de los 43 estudiantes y señaló también entre otras cosas, que la Fiscalía General ha omitido deliberadamente pruebas.

Hacemos un llamado para que junto con nosotr@s muestren su solidaridad con los 43 estudiantes desaparecidos de Ayotzinapa y con todas las víctimas de la violencia de estado en México el sábado 26.09.2015 a las 14 hrs en la Rheinuferpromenade (La ribera del Rio Rin) a la altura de la Galería Arte en el Tunel (KIT) en Düsseldorf.

Aquí en Alemania la solidaridad con el pueblo de México también significa la protesta en contra de la política del gobierno alemán que apoya las mentiras y la represión del gobierno mexicano, permitiendo la venta de armas y pretendiendo firmar un acuerdo de cooperación con la policía mexicana.

En estos días, se llevarán a cabo acciones, mítines y manifestaciones tanto en En México como en Alemania y en todo el mundo.

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Aqui se puede ver nuestro video de la protesta que realizamos con la delegación de Ayotzinapa en Münster (15.5.2015 – con subtítulos en alemán). Y aquí nuestro Solidaritätsvideo vom Dezember 2014video de solidaridad de diciembre de 2014.

11.6. – Gewaltsame Abhängigkeiten: Mexiko, Deutschland, das Polizei-Sicherheitsabkommen und der Waffenhandel. Was nun? (Vortrag + Diskussion)

Donnerstag, 11.6.2015, ab 19.30 Uhr Vortrag von Carlos A. Pérez Ricart (México via Berlin), anschließend Diskussion
Butze Kneipenkollektiv, Weißenburgstr. 18, Düsseldorf

Wie ist Deutschland in die Gewaltspirale in Mexiko verstrickt? Wie ist die Gewalt in Mexiko im Kontext des globalen Produktions- und Konsumsystems zu verstehen? Wie können wir aus Deutschland eine wirkungsvolle, nachhaltige und informierte Kritik äußern?

Ausgehend von den Fälle legalen und illegalen Waffenhandels von Deutschland nach Mexiko sowie den Verhandlungen über ein “Sicherheitsabkommen” zwischen beiden Staaten, wird in der Veranstaltung versucht, ein komplexeres und ganzheitlicheres Verständnis über die Erzeugung von “Abhängigkeiten” zwischen diesen Ländern zu erlangen. Hierdurch soll nicht nur die Situation in Mexiko besser verstanden werden, sondern ebenso des Einflusses der Politik anderer Staaten. Eine Kritik, die sich auf den Nationalstaat konzentriert reicht nicht aus: Es ist notwendig auch von andere Regierungen verantwortungsvolle Positionen und Handlungen einzufordern.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der “Initiative gegen den Export von Kriegsgerät von Deutschland nach Mexiko” statt, in der México via Berlin aktiv ist.

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf und des Referats Politische Bildung des AStA der FH Düsseldorf

Besuch einer Delegation aus Ayotzinapa (Mexiko) – Info- und Aktionstag

Freitag, 15.5.2015, 15-21 Uhr – Vorträge, Diskussion und Aktion
im Rahmen des BUKO-Kongresses in Münster

en Español / in Spanisch

Im Rahmen ihrer Europa-Rundreise kommt eine Delegation der Eltern und Studenten aus Ayotzinapa (Guerrero/Mexiko) am 15.5.2015 nach Münster um am dort stattfindenden BUKO-Kongress teilzunehmen.

Die beiden Veranstaltungen der Delegation auf dem Kongress sind öffentlich und können auch von Menschen besucht werden, die nicht am Kongress teilnehmen – dieser ist allerdings sehr spannend und es wird an 3 Tagen Veranstaltungen mit verschiedenen Aktivist_innen aus Lateinamerika, Deutschland und der ganzen Welt geben. Eine Teilnahme am gesamten Kongress lohnt sich also sehr! Hier findet ihr Infos zum Programm und zur Anmeldung des Kongresses.

Folgende 3 Veranstaltung/Aktionen wird es mit der Delegation geben:

Lebend wurde sie entführt, lebend wollen wir sie wieder! – Eine Delegation der Eltern und Studenten aus Ayotzinapa (Mexiko) berichtet

Vortrag & Diskussion (Spanisch mit deutscher Übersetzung)
15.5.2015, 15.00-17.00 Uhr – Aula am Aasee (Aula des Instituts für Politikwissenschaft), Scharnhorststr. 102, Münster

Die Verschleppung von 43 Studenten aus Ayotzinapa ist weltweit zu einem Symbol des korrupten mexikanischen Systems geworden. Die Studenten aus armen kleinbäuerlichen Familien, die für ihren Kampf gegen Korruption und die neoliberale Regierungspolitik bekannt sind, wurden Opfer der engen Verstrickung von Staat und Drogenkartellen, die Mexiko seit Jahren mit Gewalt und Terror überzieht. Doch angeführt von den Eltern der verschleppten Studenten ist eine breite Massenbewegung entstanden, die neben der Rückkehr der 43 auch ein Ende der Gewalt und des korrupten Systems fordert.

Die Delegation der Eltern und Studenten aus Ayotzinapa wird über ihren Kampf und ihre Forderungen berichten. Nicht zu Letzt wollen sie politische Basisorganisationen in Europa kennenlernen und mit ihnen die Möglichkeit gemeinsamer solidarischer Kämpfe diskutieren.

Was hat Ayotzinapa mit uns zu tun? – Verstrickungen zwischen Deutschland und Mexiko

Vortrag & Diskussion (Deutsch mit der Möglichkeit für Übersetzung ins Spanische)
15.5.2015, 17.15-18.30 Uhr – Aula am Aasee (Aula des Instituts für Politikwissenschaft), Scharnhorststr. 102, Münster

Mexiko befindet sich in einer schweren Menschenrechtskrise. Spätestens seit dem Verschwindenlassen der 43 Lehramtsstudenten aus Ayotzinapa wird deutlich, dass in Mexiko zwischen rhetorischer Anerkennung und tatsächlicher Umsetzung der Menschenrechte eine tiefe Kluft liegt. Der grausame Vorfall zeigt die Verflechtungen von staatlichen und mafiösen Strukturen. Er macht auch deutlich, dass der mexikanische Staat internationale Verpflichtungen sowie selbst erlassene Gesetze verletzt.

In Deutschland sind Menschen erschüttert. Aber was geht uns Ayotzinapa an?

Bereits 2011 wurden zwei Studenten der Lehramtsschule von Ayotzinapa bei Protesten von Polizisten mit G36-Gewehren der deutschen Firma Heckler&Koch erschossen. Seit 2011 planen die deutsche und mexikanische Regierung ein Sicherheitsabkommen mit dem vorgeblichen Ziel, die polizeiliche Zusammenarbeit angesichts der „Transnationalisierung der Kriminalität“ zu verbessern. Aber inwieweit macht sich Deutschland damit zum Komplizen von korrupten staatlichen Strukturen und gravierenden Menschenrechtsverletzungen wie im Fall von Ayotzinapa? Und was können Zivilgesellschaft und solidarische Strukturen in Deutschland dagegen tun?

Stoppt die deutsche Unterstützung für den Staatsterror in Mexiko! Solidarität mit den Eltern und Studierenden aus Ayotzinapa (Mexiko)!

Protestaktion
15.5.2015, 20.00-21.00 Uhr – Stadthaus I. Ecke Klemensstraße/Stubengasse. Münster-Innenstadt (wir treffen uns um 19.15 Uhr bei der VoKü des Buko und gehen gemeinsam hin)

Nicht erst die Verschleppung von 43 Studenten hat gezeigt: In Mexiko sind Politik, Sicherheitskräfte und Drogenkartelle eng verflochten und sie haben das Land in ein Massengrab verwandelt. 130.000 Menschen wurden ermordet, 26.000 verschleppt – darunter viele Aktivist_innen. Doch viele Menschen protestieren seit Monaten gegen die Gewalt und das korrupte System.

Für uns heißt Solidarität mit den Opfern und den Protesten vor allem Protest gegen die eigene Regierung. Diese pflegen enge Beziehungen zur mexikanischen. Die mexikanische Polizei wird seit Jahren von Deutschland ausgebildet. Sie setzte gegen die Studenten deutsche Gewehre ein, die mit offizieller Genehmigung geliefert wurden. Auch stehen beide Regierungen kurz davor, ein Abkommen zur Polizeikooperation zu unterzeichnen. Die deutsche Regierung macht sich zum Komplizen von Gewalt und Unterdrückung in Mexiko!

Unter Beteiligung einer Delegation der Eltern und Studenten aus Ayotzinapa fordern wir daher: Keine weitere Zusammenarbeit mit dem Gewaltregime in Mexiko! Keine Waffenlieferungen! Kein „Sicherheitsabkommen“! Bedingungslose Unterstützung der Opfer sowie der mexikanischen Bevölkerung, die sich gegen die Gewalt wehrt!

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Dieser Tag wird veranstaltet von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf, Bundeskoordination Internationalismus (BUKO), Gruppe B.A.S.T.A., Informationsbüro Nicaragua e. V, México vía Berlín e. V. , Mexiko-Initiative Köln/Bonn, Ökumenisches Büro für Frieden und Gerechtigkeit e.V., pax christi – Solidarität Eine Welt, Ya Basta Netz