Bisher

7.12. – Stimmen des Widerstands – unterwegs in Mittelamerika (Videos, Input, Diskussion)

Mittwoch, 7.12.2016, 19:00 Uhr Café, 19:30 Uhr Film, Bericht und Disskussion mit Momo, Teilnehmerin der Mittelamerikanischen Karawane für das Gute Leben der Menschen im Widerstand
Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf

Die Mittelamerikanische Karawane für ein Gutes Leben der Menschen im Widerstand ist ein solidarisches Projekt, das durch die Zusammenarbeit von Kollektiven weltweit realisiert wurde. Auch ¡Alerta! hat die Karawane unterstützt und auf ihrem Weg begleitet. Zwischen Mai 2015 und Juli 2016 reiste die Karawane von Mexiko bis Costa Rica und hat sich mit 17 Gemeinden ausgetauscht, die im Widerstand gegen Megaprojekte wie Minen, Windkraftparks, Gasleitungen, Monokultur- und Wasserkraftprojekte sind. Dabei hat sie Einblicke in die Strategien von Regierungen und transnationalen Firmen gewonnen und viel über Organisationsformen des Widerstandes gelernt.

Bei der Veranstaltung wird Momo, Aktivistin der Karawane, von den Eindrücken erzählen und anhand der auf der Reise produzierten Videos die Menschen selbst über ihre Erfahrungen mit Regierungen und Konzernen sowie über ihre Widerstände berichten lassen. Der anschließende Austausch soll die Brücke hierher schlagen, um sich gemeinsam auf die Suche nach Handlungs- und gegenseitigen Unterstützungsmöglichkeiten zu begeben.

Momo wird 2017 gemeinsam mit COPINH (Rat indigener und sozialer Organisationen Honduras) in widerständigen Gemeinden in Honduras Medienworkshops durchführen, so dass die Menschen dort selbst Angriffe gegen die Gemeinden und Menschenrechtsverletzungen dokumentieren können. Hierzu rufen wir dazu auf, nicht mehr benötigte Digitalkameras und Smartphones zu spenden (weitere Infos hier). Diese können einfach zur Veranstaltung mitgebracht werden bzw. vorher bei ¡Alerta! abgegeben werden (meldet euch dazu bei alerta@posteo.de).

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf, Informationsbüro Nicaragua, Nicaragua-Verein Düsseldorf und des Referats für Interkulturelles des AStA der Hochschule Düsseldorf

18.11. – Widerständig und bedroht: Die Autonome Kommunale Polizei in Mexiko (Vortrag und Diskussion)

Freitag, 18.11.2016, 19:30 Uhr Vortrag und Disskussion mit Nestora Salgado, Kommandantin der Autonomen Kommunalen Polizei (CRAC-PC) in Guerrero, Mexiko
Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf

Nestora Salgado war bis vor kurzem eine der bekanntesten politischen Gefangenen in Mexiko. Sie ist Kommandantin der von der Bevölkerung Dutzender Ortschaften selbstorganisierten Gemeindepolizei CRAC-PC im Bundesstaat Guerrero.

Der Organisierungsprozess hinter der Autonome Kommunale Polizei stellt heute eines der umfassendsten Beispiele für die Ausübung der De-facto-Autonomie der kleinbäuerlich-indigenen Bevölkerung in Mexiko dar. Die basisdemokratischen und von staatlichen Stellen unabhängigen Autonome Kommunale Polizei wurde gegründet, um die Zusammenarbeit der lokalen PRI-Regierung mit den Drogenkartellen zu unterbinden und hatte es geschafft, die extrem hohe Kriminalitätsrate, die sich vor allem gegen die Bevölkerung richtete, um 90% zu reduzieren.

Am 18. März 2016 wurde Nestora Salgado nach 31 Monaten unrechtmäßiger Haft und einer langen Mobilisierung für ihre Freiheit endlich aus dem Gefängnis entlassen.

In der Veranstaltung wird sie die Arbeit der Autonome Kommunale Polizei ebenso vorstellen, wie sie die Macht der Drogenkartelle, die Kriminalisierung indigener Bewegungen und der Kampf für die Freilassung der politischen Gefangenen thematisieren wird.

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf, Komma – Verein für Frauenkommunikation e. V.und des Referats für Interkulturelles des AStA der Hochschule Düsseldorf

1.10. – Widerstand gegen das Vergessen: Ayotzinapa nach zwei Jahren der Straflosigkeit (Doku + Aktion)

versión en Español / spanische Version

Samstag, 1.10.2016, 16:30 Uhr, Dokumentarfilm Mirar Morir («Sterben sehen») (Spanisch mit englischen Untertiteln) und Aktion für die 43 seit 2 Jahren verschleppten Studenten aus Ayotzinapa, Mexiko.
Metropol – Düsseldorfer Filmkunstkino, Brunnernstr. 20, Düsseldorf
Eintritt: 8 € normal / 6 € mit Gilde-Pass (Tickets an der Kinokasse)

In Iguala, Bundesstaat Guerrero, Mexiko, wurden in der Nacht vom 26. zu 27. September 2014 mehr als 180 Personen direkte Opfer von Menschenrechtsverletzungen: Sechs wurden ermordet, 40 verletzt und 43 Lehramtstudenten der ländlichen Lehramtsschule „Isidro Burgos“ in Ayotzinapa wurden verschlaeppt und gelten seitdem als vermisst. Die Angriffe wurden unter anderem von der kommunalen Polizei, der Polizei des Bundeslandes und der Bundespolizei unter Beobachtung der mexikanischen Armee durchgeführt.

Eine unabhängige Expert_innen-Gruppe der Interamerikanische Kommission für Menschenrechte (kurz GIEI) untersuchte den Fall ein Jahr lang. Dabei widerlegt sie die Version des mexikanischen Staates und wies auf gravierende Unregelmäßigkeiten der Untersuchungsarbeit durch die mexikanische Behörden hin – etwa Folter und Fehler bei der Spurensicherung. Der mexikanische Staat verhindert also die Klärung des Falls und die Bestrafung der Täter_innen. Das Schicksal der verschleppten Studenten bleibt weiter ungewiss.

Der Dokumentarfilm „Mirar Morir“ („Sterben Sehen“) von Temoris und Coizta Grecko behandelt die Rolle des mexikanischen Militärs in der Geschichte der 43 Verschleppten. Der Film widerlegt die offizielle, staatliche Version, die den Fall „Ayotzinapa“ zu einem rein lokalen Problem machen will. Dazu behaupten Regierung und Staatsanwaltschaft, die massive Anwesenheit von Bundespolizei und Militär rund um den Tatort sei rein zufällig gewesen. Der Film zeigt stattdessen, dass es sich um ein Verbrechen handelt, an dem alle Ebenen der Polizei und des Militärs aktiv beteiligt war. Mit ihrem Film haben Temoris und Coizta Grecko eine beeindruckende journalistische Arbeit vollbracht – und nicht zu Letzt auch eine sehr mutige, denn Mexiko gilt weltweit als eines der gefährlichsten Länder für kritische Journalist_innen.

Aus Anlass des 2. Jahrestages der Angriffe und der Verschleppungen von Iguala wollen wir die Erinnerung an unsere 43 Companeros aus Ayotzinapa lebendig halten, da wir wissen, dass das kollektive Gedächtnis eine entscheidende Rolle bei der Suche nach Wahrheit, Gerechtigkeit und Wiedergutmachung spielt. Wir beteiligen uns daher mit der Filmvorführung und einer Aktion an den weltweiten Aktionen.

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf, den Düsseldorfer Filmkunstkinos und dem Informationsbüro Nicaragua im Rahmen der 32. Düsseldorfer Eine-Welt-Tage

14.9. – Eine andere Welt ist möglich! (Vortrag + Diskussion)

Welche Impulse aus dem mexikanischen Chiapas erreichen die globale Welt?

Mittwoch, 14.9.2016, 18-21 Uhr, Vortrag und Diskussion mit Dorit Siemers (Aroma Zapatista, Hamburg) und Luz Kerkeling (Gruppe B.A.S.T.A., Münster)
Wilhelm-Marx-Haus, Kasernenstr. 6 (Eingang FFT /1. Et. AWO), Düsseldorf

Chiapas, im Frühjahr 2016: Im Interview richtete ein Journalist folgende Frage an die Zapatistas: „Was ist euer Erfolg nach 22 Jahren Widerstand?“ darauf ihre Antwort: „Die Rückgabe von tausenden Hektar Land, das zuvor als Weideland von den Großgrundbesitzern genutzt wurde. Es ernährt heute Familien der zapatistischen autonomen Gemeinden, das ist unser Erfolg!“

Der spektakuläre Aufstand zehntausender indigener Kleinbäuer_innen am 1. Januar 1994 in Chiapas – auf den sich der Journalist bezieht –, begann mit dem Ruf, „Ya Basta! (Es reicht!) – das Land ist keine Ware!“ Die Aufständischen nennen sich „Zapatistas“ – nach dem Freiheitskämpfer Emiliano Zapata, der 1910 mit seinen kleinbäuerlich-indigenen Guerilla-Truppen maßgeblich am Sturz des Diktators Porfirio Diaz beteiligt war. Die Rebellion der heutigen Zapatistas markiert die historische Zäsur einer im 15. Jahrhundert beginnenden Conquista (dt.: Eroberung) Mexikos, welche die indigenen Lebensweisen und Kosmovisionen fast vollständig auslöschte. Die Folgen sind bis heute eine massive Ressourcenplünderung, eine dramatische Umwelt-Zerstörung zumeist indigener Lebensräume, soziale Not, irreparable Schäden durch Klimawandel und schwerwiegende Wirtschaftskrisen.

Die Veranstaltung thematisiert die einzigartige, facettenreiche Bewegung der Zapatistas als maßgebliche Inspirationsquelle für Globalisierungskritiker_innen weltweit. Ihr Aufstand mit der erfolgreichen Rückübertragung von über 250.000 Hektar Land hatte befreiende Wirkung für den indigenen Neubeginn der zapatistischen Gemeinden in Chiapas.

Die Filmemacherin und Kollektivistin Dorit Siemers (Aroma Zapatista, Hamburg) und der Soziologe und Journalist Luz Kerkeling (Gruppe B.A.S.T.A., Münster) besuchten wiederholt die indigenen zapatistischen Gemeinden, zuletzt im Februar/März 2016. Sie führten Interviews und machten Film- und Fotoaufnahmen in den zapatistischen Gemeinden. Sie erhielten Lektionen in der Logik des Teilens und Umverteilens, der Selbstbestimmung in Verantwortung für das Kollektiv, erfuhren von Kooperativen, Bildungsinitiativen, Praktiken nachhaltiger Entwicklung, sozialen und emanzipatorischen Kämpfe, Unterdrückung, Spaltungsversuchen von außen, vielschichtiger institutioneller Gewalt sowie von gravierenden Menschenrechtsverletzungen. Sie erlebten jedoch auch die integrierende Wirkung der Zapatistas, ihre Ausstrahlung und Vermittlungskraft. Aus der Fülle der erworbenen Eindrücke werden sie berichten.

Bei einer Tasse frischen zapatistischen Kaffees als kleine Stärkung möchten wir diskutieren.

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf und Pax Christi / Kom. Solidarität Eine Welt im Rahmen der „Düsseldorfer Eine Welt Tage“ – gefördert vom Eine-Welt-Beirat der Landeshauptstadt Düsseldorf

9.8. bis 2.9. – Ausstellung der Arbeiten des Künstlerinnenkollektives „Mujeres Grabando Resistencias“ (MUGRE) aus Mexiko-Stadt

9.8. bis 2.9.2016
Butze Kneipenkollektiv, Weißenburgstr. 18, Düsseldorf

In der Ausstellung zeigen wir über 30 Drucke und Grafiken des Künstlerinnenkollektives „Mujeres Grabando Resistencias“ (MUGRE, deutsch: Frauen schnitzen Widerstände) aus Mexiko-Stadt.

MUGRE ist ein Linolschnitt- und Grafik-Kollektiv von 21 Frauen, die durch die Produktion von Bildmaterialien auf heteropatriarchale und rassistische Strukturen aufmerksam machen. „Wir wollen unsere eigenen Kämpfe und Proteste sowie die anderer Frauen darstellen, die gegen die Unterdrückung durch den Kapitalismus und das Patriarchat kämpfen.“

Wir zeigen Bilder von 2 Grafikkampagnen:
Einerseits von #VivasNosQueremos (#WirWollenUnsLebend) von 2014 richtet sich gegen Frauenmorde und sexistische Gewalt und fordert ein Recht auf feministische Selbstverteidigung.
Andererseits von “Die Autonomie ist das Leben, die Unterwerfung ist der Tod“, die eine Anklage sein soll, „um den Widerstands- und Kampfgeist zu beleben und die Denkweise und Erfahrungen der Gemeinden zu unterstützen, die Alternativen aufzeigen, die durch gegenseitiges Zuhören und Austausch entstehen.“ Die Drucke beschäftigen sich sowohl mit den Gemeinden im Widerstand, die es geschafft haben alternative Formen des Zusammenlebens und der Organisierung gegen den Kapitalismus aufzubauen, als auch mit städtischen sozialen Protestbewegungen, die kriminalisiert und unterdrückt werden.

Die Drucke und Grafiken sind im Hinterraum des Kneipenkollektives Butze während der Öffnungszeiten (normalerweise dienstags bis samstags ab 17:30 Uhr), zu sehen.

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf, Butze Kneipenkollektiv, und des Referats für Interkulturelles des AStA der Hochschule Düsseldorf

1.9. – ¡Berta Vive!/Berta lebt! – Gedenken an Berta Cáceres

Donnerstag, 1.9.2016, 19.30 Uhr, Film „La Voz del Gualcarque/Die Stimme von Gualcarque” (Spanisch mit deutschen Untertiteln), Diskussion mit der Regisseurin Paola Reyes, Gedenken und Protest
Buchhandlung BiBaBuZe, Aachener Str.1, Düsseldorf

Die indigene, anti-kapitalistischen Umweltaktivistin und Feministin Berta Cáceres aus Honduras wurde in der Nacht vom 2. auf den 3. März 2016 von Auftragskillern ermordet. Berta hat uns 2012 in Düsseldorf besucht und von ihrem Kampf berichtet. Daher wollen wir, die Veranstalter von damals, ein halbes Jahr nach diesem politischen Mord, an Berta erinnern, über ihre Anliegen informieren und ihre Organisation COPINH (Rat indigener und sozialer Organisationen Honduras) in ihrem Kampf unterstützen.

Im Beisein der Regiseurin Paola Reyes zeigen wir den Dokumentarfilm „La Voz de Gualcarque/Die Stimme von Gualcarque“. Er begleitete ein Jahr lang die in COPINH organisierten indigenen bäuerlichen Gemeinden der Region Rio Blanco in ihrem Kampf gegen den Bau des Staudamms Agua Zarca. Der autoritär und gewaltsam durchgesetzte Staudamm, an dessen Bau mit Siemens und VoithHydro auch zwei deutsche Unternehmen beteiligt sind, raubt den Gemeinden ihr Land und bedroht ihre Lebensgrundlage. Er soll billigen Strom für Bergbauprojekte erzeugen, die den Menschen weiteren Raub und weitere Zerstörung bringen würden. Der Film dokumentiert, wie die Gemeinden gemeinsam mit COPINH und Berta Cáceres mutig und einfallsreich ihr Land und ihre Rechte verteidigen, den Bau um mehr als ein Jahr aufhalten, und den Ausstieg der chinesischen Baufirma SINOHYDRO erreichen. Er thematisiert aber auch die fortgesetzte Repression gegen die Gemeinden und COPINH.

Diese Repression hat Berta, COPINH und den indigenen Gemeinden einen hohen Preis abverlangt: Immer wieder werden sie bedroht und angegriffen. In den letzten Jahren wurden neben Berta fünf weitere Aktivist_innen ermordet. Die Gemeindeaktivistin Lesbia Yaneth Urquía wurde am 6.7.2016 ermordet. Berta und ihre Familie erhielten immer wieder Drohungen. Sie wurde mit Anklagen und Ermittlungen überzogen, diffamiert und inhaftiert. Hinter ihrem Mord stehen neben DESA, der Betreiberfirma von Agua Zarca, und dem honduranischen Militär auch die Machteliten des Landes. Diese versuchen weiterhin, die vollständige Aufklärung des Mordes zu verhindern.

Nach dem Film folgt ein Gespräch mit der Regisseurin Paola Reyes. Außerdem wollen wir in geeigneter Weise an Berta erinnern und den Kampf von COPINH mit einer kleinen Aktion unterstützen.

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf, Attac Düsseldorf, Buchhandlung BiBaBuze, Nicaragua-Verein Düsseldorf, Pax Christi Düsseldorf und der Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen – mit freundlicher Unterstützung des Eine-Welt-Beirats der Landeshauptstadt Düsseldorf

5.8. – Widerstand und Repression: Die Verschleppungsproblematik in Ciudad Juárez und Chihuahua (Vortrag, Diskussion und Musik)

Freitag, 5.8.2016, 19 Uhr Café und Soli-Essen, ab 20 Uhr Vortrag mit Cesario Tarín (Menschenrechtszentrums „Paso del Norte“ in Ciudad Juárez), anschließend Bar und Musik – Eintritt frei
Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf

Die Verschleppung ist ein soziales Phänomen, das in Mexiko während der letzten neun Jahre massiv zugenommen hat. Das RNPED (Nationales Register über verschwundene Personen) hat zwischen 2007 und Dezember 2015 27.659 Verschwundene registriert. Diesbezüglich äußert sich die UNO wie folgt: „die Verschleppung von Menschen weist auf eine generalisierte Problematik im Lande hin“.

Diese Problematik ist im Grenzbundesland Chihuahua, im Norden Mexikos, nicht weniger gravierend. Dort sind bereits 1698 verschwundene Personen registriert, 349 davon stammen aus der Gemeinde Cuauhtémoc. Allein in den ersten zwei Monaten dieses Jahres sind 45 Personen verschwunden, darunter 11 Minderjährige, so die Daten der Bundesgeneralstaatsanwaltschaft.

Davon wird uns Cesario Tarín aus Ciudad Juárez, Mexiko berichten. Er wird uns Zusammenhänge erklären, sowie vom sozialen Engagement und verschiedenen Formen sozialer Kämpfe in seiner Heimatstadt, Ciudad Juárez, erzählen. Cesario Tarín ist dort Mitglied des Menschenrechtszentrums „Paso del Norte“, einer NGO die seit Beginn des sogenannten „Drogenkriegs“ Opfer staatlicher Gewalt und Repression unterstützt. Aktuell ist er als Künstler und Jurist in der Kampagne “Denuncia” gegen Folter und gewaltsames Verschwindenlassen aktiv.

Nach dem Vortrag gibt es Zeit für Fragen und Diskussion. Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Spanisch statt.

Anschließend tanzen wir gemeinsam für den Widerstand und gegen jegliche Formen der Repression zu Rhythmen von Latino-Ska, Cumbia und vielem mehr mit DJ „El Gallo luchador“.

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf und des Referats für Interkulturelles des AStA der Hochschule Düsseldorf

8.7. – Riosentí (Josué Avalos & Aline Novaro) – Konzert/concierto

Freitag, 8.7.2016, ab 20 Uhr Kneipe und Konzert, anschließend DJ
Butze Kneipenkollektiv, Weißenburgstr. 18, Düsseldorf

[deutsch]
Riosentí ist ein musikalisches Projekt auf Reisen mit Wurzeln in Lateinamerika. Josué Avalos aus Mexiko und Aline Novaro aus Argentinien schaffen Lieder und energetische Sones begleitet durch Gitarre und Jarana, die inspiriert sind durch die Tradition im Südosten Mexikos. Aus dem Gefühl und der Erfahrung selbst, wächst die Musik von Riosentí… Experimentell, Fusion und Wurzeln.

[spanisch]
Riosentí es un proyecto musical nómada con raíz latinoamericana. Josué Avalos de México y Aline Novaro de Argentina crean canciones y enérgicos Sones inspirados en la tradición del sureste de México acompañandose de guitarra y Jarana.
Desde el sentir y la experiencia propia nace la música de Riosentí…experimentación, fusión y raíces.


Weitere Musik von Josué Avalos: https://josueavalos.bandcamp.com

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf, Butze Kneipenkollektiv, Falken Düsseldorf und des Referats für Interkulturelles des AStA der FH Düsseldorf

2.6. – La Baca Loca und Rebeca Lane (Konzert, Vortrag, Ausstellung)

versión en Español/spanische Version

Donnerstag, 2.6.2016, ab 18 Uhr Vortrag zu Frauenrechten und Feminismus in Nicaragua mit den Sängerinnen (Deutsch/Spanisch) und Ausstellung „Somos Iguales“ zu Sexismus in Nicaragua und Deutschland des Informationsbüro Nicaragua; anschließend Konzert mit La Baca Loca (Nicaragua) und Rebeca Lane (Guatemala).
Butze Kneipenkollektiv, Weißenburgstr. 18, Düsseldorf

Eintritt frei!

Freut euch mit uns auf einen Abend mit viel Musik und einem regen Austausch über die Situation von Frauen sowie die feministischen und LGBTQ-Kämpfe in Mittelamerika. Gabi Baca ist Liedermacherin aus Nicaragua, Rebeca Lane HipHopperin aus Guatemala, beide sind aktive Feministinnen.
Wir starten mit einem Informations- und Diskussionsteil (Spanisch/Deutsch) über die gemeinsamen feministischen Kämpfe, der übergeht in ein Konzert der beiden Künstlerinnen. Des Weiteren wird die Ausstellung „Somos Iguales“ zu Sexismus in Nicaragua und Deutschland des Informationsbüros Nicaragua gezeigt.

Gabi Baca ist „La Baca Loca“, feministische Liedermacherin aus Nicaragua
Gabi Baca ist eine Kämpferin – geboren und aufgewachsen während des nicaraguanischen Bürgerkriegs erlebte sie die sandinistische Revolution als junges Mädchen. Sie brachte sich früh selbst Gitarre spielen bei und hat ihre Musik und ihre Texte als Instrument eingesetzt, um sich in einer sehr machistisch geprägten Gesellschaft für die Rechte von Frauen einzusetzen. „La misma moneda“ – „mit gleicher Münze“ ist ihr bekanntestes Lied, dort benennt sie die alltäglichen Belästigungen, denen Frauen auf den Straßen so oft ausgesetzt sind.
Weiterhin singt die Liedermacherin über die Solidarität unter Frauen oder ergreift Partei in der Diskussion über Schwangerschaftsabbrüche, die in Nicaragua ohne Ausnahmen verboten sind. Ihr zweiter Herzensbereich ist der Natur- und Tierschutz. Ihre Band heißt „chocoyitxs libres“- „freie Chocoyitxs“. Chocoyito/as sind kleine grüne Papageien, die oft mit gestutzten Flügeln ihr Leben als Dekoration oder Kinderspielzeug in diversen Häusern verbringen. Nicaragua hat traditionell eine starke Frauenbewegung, die mit vielen Widerständen zu kämpfen hat. Gabi Bacas Lieder wollen aufrütteln und sind ein Teil dieser feministischen und emanzipatorischen Kämpfe.
Gaby Baca/La Baca Loca bei Facebook und Soundcloud

Rebeca Lane – Raptista aus Guatemala
Rebeca Lane wurde während des Bürgerkrieges in Guatemala geboren und wurde nach ihrer verschleppten Tante benannt. Sie engagierte sich schon sehr jung in Organisationen von Familienangehörigen, die sich für die Aufarbeitung von der Militärregierung entführten und getöteten Aktivist_innen sowie Verbrechen von Militär und Regierung einsetzen. Später engagierte sie sich in kapitalismuskritischen Bewegungen und wurde zur Feministin. Ihre Ausdrucksmittel waren Theater, Performance und Musik. Heute ist sie als feministische Rapperin auch weit über die Grenzen Guatemalas bekannt. Sie gründete das Netzwerk „Somos Guerreras“ – „Wir sind Kriegerinnen“ als eine Gemeinschaft von Frauen, die sich in der HipHop-Szene gegen Sexismus und für mehr Gleichheit engagieren. Außerdem äußert sie sich regelmäßig über ihren Blog „Mujeres de bolsa grande y zapatos bajos“ – „Frauen mit großen Taschen und flachen Schuhen“. Sie reist viel, publiziert, gibt Rap-Workshops, spielt Konzerte und engagiert sich so für queere und feministische Kämpfe auch über Zentralamerika hinaus.
Rebeca Lane auf Facebook und Soundcloud

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf, AStA der Hochschule Düsseldorf, Butze Kneipenkollektiv und kom!ma – Verein für Frauenkommunikation

2.6. – La Baca Loca y Rebeca Lane (concierto, exposición, charla)

deutsche Version/versión en Aleman

jueves, 2.6.2016, a patir de 18 hrs charla sobre luchas feministas con las cantantes (Español/Aleman) y la exposición „Somos Iguales“ que trata sobre el sexismo en Nicaragua y Alemania; despues concierto de La Baca Loca (Nicaragua) y Rebeca Lane (Guatemala).
Butze Kneipenkollektiv, Weißenburgstr. 18, Düsseldorf

Entrada libre!

Nos alegra mucho poder compartir una noche llena de música y un animado intercambio de información sobre la situación de las mujeres, de las luchas feministas y del movimiento Lésbico-Gay-Bisexual-Transexual-Queer (LGBTQ) en América Central, particularmente en Nicaragua y Guatemala. Gabi Baca cantautora Nicaragüense y Rebeca Lane escritora, poeta y cantante de rap nacida en Guatemala son dos feministas activas que nos visitarán para compartir su música y experiencias. El evento iniciará con información y discusión sobre las luchas feministas, para después continuar con un concierto de las dos artistas. Por otra parte contaremos también con la exposición „Somos Iguales“ de la Informationsbüro Nicaragua que trata sobre el sexismo en Nicaragua y Alemania.

Gabi Baca es „La Baca Loca“, cantautora nicaragüense feminista
Gabi Baca es una luchadora social– quién nació y creció durante la guerra civil de Nicaragua. Cuando era niña, le tocó vivir la revolución sandinista. Desde joven aprendió tocar la guitarra de forma autodidacta y desde entonces utilizó su música y los textos de sus canciones como herramienta para luchar en contra de una sociedad machista y a favor de los derechos de las mujeres. „La misma moneda“ es su canción más famosa, donde especifica los cotidianos casos de acoso, a los cuales las mujeres a menudo están expuestas en las calles. Además, toca temas sobre la solidaridad entre las mujeres y toma partido en el debate sobre el aborto, que está prohibido en Nicaragua sin excepción alguna. Su segunda ocupación más importante es la protección de la naturaleza y de los animales. Su banda se llama „chocoyitxs libres“. Chocoyito /as son pequeños loros verdes, a los cuales frecuentemente les cortan las alas y pasan su vida en cautiverio como ornamento doméstico o como juguete de niños. Nicaragua ha tenido tradicionalmente un fuerte movimiento de mujeres, que ha estado contínuamente luchando contra muchas resistencias. Las canciones de Gabi Baca sacuden y son una parte de estas luchas feministas y emancipadoras.
Gaby Baca/La Baca Loca en Facebook y Soundcloud

Rebeca Lane – Raptista de Guatemala
Rebeca Lane, nació durante la guerra civil en Guatemala, y lleva su nombre en honor a una tía, quién fuera víctima de desapareción forzada durante la guerra civil. Rebeca estuvo involucrada desde muy pequeña en organizaciones de miembros de su familia, quienes insistentemente lucharon por la recuperación de la memoria de los activist@s secuestrad@s y asesinad@s y otros crímenes realizados durante la dictatura militar. Después, Rebeca se involucró en movimientos sociales críticos al capitalismo y se hizo feminista. Sus medios de expresión eran el teatro, el performance y la música. Hoy en día es conocida como rapera feminista, tanto dentro como fuera de Guatemala. Ella fundó la red „Somos Guerreras“ un grupo de mujeres que está involucrada en la escena hip-hop contra el sexismo y a favor de una mayor equidad. También está muy activa en su blog „Mujeres de bolsa grande y zapatos bajos“. Rebeca Lane viaja mucho, publica, dá talleres de rap, realiza conciertos y también se involucra en luchas queer y feministas más allá de América Central.
Rebeca Lane en Facebook und Soundcloud

Un evento organizado por ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf, AStA der Hochschule Düsseldorf, Butze Kneipenkollektiv y kom!ma – Verein für Frauenkommunikation

20.5. – Café Clandestino: Marea Granate stellt sich vor

Freitag, 20.5.2016, 19.30 Uhr Café und Essen, ab 20 Uhr Input und Diskussion mit Aktivist_innen von Marea Granate NRW, anschließend Kneipe und Musik
Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf

In unserer Freitag-Abend-Kneipe wollen wir uns mit euch zusammen bei lateinamerikanischer Musik, Getränken und Essen austauschen und eine gute Zeit verbringen.

Diesmal stellt sich dabei Marea Granate NRW vor. Marea Granate ist ein globales Kollektiv von Auswander_innen aus dem Spanischen Staat. Sie verstehen sich als transnationale Erweiterung der sozialen Bewegungen, die in Spanien in den letzten Jahren gegen die neoliberale Austeritätspolitik und die fehlende Demokratie entstanden sind (Indignados, 15-M). Unter dem Motto „Wir sind nicht gegangen, wir wurden rausgeworfen“ kämpfen sie gegen die Ursachen der Wirtschafts- und Gesellschaftskrise, die sie dazu gezwungen hat, auszuwandern. Gleichzeitig organisieren sie sich als Arbeitsmigrant_innen und kämpfen gegen die Ausbeutung und schlechten Arbeitsbedingungen, denen sie in ihren neuen Wohnorten ausgesetzt sind.

Wir freuen uns auf einen netten Abend mit euch, Marea Granate, gemeinsame Gespräche und Musik.

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf und Marea Granate NRW

11.7. – „Kein Frieden ohne uns“ – Buchvorstellung und Vortrag zur Gefängnissituation und dem Konflikt in Kolumbien

Montag, 11.7.2016, 19 Uhr Café, ab 19.30 Uhr Vortrag, Buchvorstellung und Diskussion mit Álvaro Giraldo und Katherine Rendón aus Kolumbien
Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf

Álvaro Giraldo ist seit 2008 Aktivist im „Solidaritätskomitee für politische Gefangene“ – CSPP. Er betreut juristisch und humanitär Männer und Frauen im Knast und kämpft gegen willkürliche Verhaftungen, Kriminalisierung von sozialen Protesten und „Verschwindenlassen“.

Katherine Rendón, Anwältin und Historikerin, unterstützt das CSPP seit 10 Jahren in juristischen Fragen. Sie forscht zur Geschichte des politischen Delikts als Strafbestand seit dem 19. Jahrhundert.

Die beiden werden das Buch “Ich würde es wieder tun – Texte aus dem kolumbianischen Knast” vorstellen. Wir wollen gemeinsam aus dem Buch lesen, um über die Haftbedingungen zu erfahren, über das politische und ökonomische System zu diskutieren und uns mit den Gründen des sozialen und bewaffneten Konfliktes in Kolumbien vertraut zu machen. Darüber hinaus werden die aktuellen Friedensgespräche zwischen Regierung und Guerillaguppen, die von einer Offensive gegen die soziale und politische Opposition begleitet werden, kritisch beleuchtet.

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf, I Furiosi und Referat für Interkulturelles des AStA der Hochschule Düsseldorf

11.4. – Mit dem Herzen einer Frau kämpfen (Vortag + Diskussion)

20 Jahre Autonomie und Emanzipation in Chiapas

Montag, 11.4.2016, 19 Uhr Café, ab 19.30 Uhr Vortrag und Diskussion mit Laura Baas (Spanisch/Deutsch)
Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf

Mit dem Aufstand der Zapatistas in Chiapas/Mexiko 1994 bekam der Kampf der Frauen für ihre Rechte in diesem südlichsten Bundesstaat einen deutlichen Schub. Frauen aus zapatistischen und anderen widerständigen Gemeinden organisierten sich und schufen eigene Projekte, um sich von der sexistischen Unterdrückung zu befreien. Gleichzeitig wirkten sie entscheidend am Kampf für die Selbstbestimmung ihrer indigenen, kleinbäuerlichen Gemeinden mit.

Begleitet wurden sie dabei unter anderem von SIPAZ (Servicio Internacional para la Paz). Die Friedensorganisation wurde nach dem zapatistischen Aufstand gegründet, um in der Konfliktregion mittels internationaler Präsenz der Gewalt und Repression durch Staat und Paramilitärs gegen die aufständische, indigene Bevölkerung entgegenzuwirken. In all den Jahren hat SIPAZ viele Menschen begleitet, die sich organisieren und für ihre Rechte kämpfen. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Emanzipation der Frau gelegt.

Aus 20 Jahren dieser Arbeit gibt es viel zu berichten. Wie war die Situation der Frauen in der Vergangenheit? Was haben sie inzwischen erreicht? Was können wir von den Frauen in Chiapas lernen und wie können wir sie solidarisch unterstützen? Laura Baas, seit sechs Jahren bei SIPAZ, wird uns inspirierende Einblicke in diese „Kämpfe mit dem Herzen einer Frau“ geben.

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf, kom!ma – Verein für Frauenkommunikation und des Referats für Interkulturelles des AStA der FH Düsseldorf

6.4. – Argentinien: 40 Jahre Putsch – und heute? (Vortrag + Diskussion)

Wie kommt es 40 Jahre nach dem rechten Militärputsch zu einer demokratisch gewählten Rechtsregierung?

Mittwoch, 6.4.2016, 19 Uhr Café, ab 19.30 Uhr Vortrag und Diskussion mit Lea Machado (Spanisch/Deutsch)
Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf

Am 24. März 2016 jährt sich zum 40 Mal der Jahrestag des Militärputsches in Argentinien. Die darauf folgende Diktatur (1976-1983) setzte gewaltsam eine konservative, neoliberale und repressive Politik durch. Diese Politik forderte unzählige Opfer: 30.000 oppositionelle und linke Aktivist_innen wurden gewaltsam verschleppt und wahrscheinlich ermordet; zehntausende mehr wurden verhaftet und gefoltert; mindestens 50.000 Menschen mussten fliehen.

Seit Dezember 2015 hat Argentinien unter Mauricio Macri erneut eine rechte Regierung. Diese bezeichnen soziale Bewegungen als „wirtschaftlich neoliberal, politisch konservativ und gesellschaftlich repressiv“. Diesmal ist sie jedoch „demokratisch“ gewählt. In ihren ersten Monaten hat sie die Strukturen der neoliberale Ausbeutung vertieft. Gleichzeitig ist sie mit großer Härte gegen jeden Protest vorgegangen. Auch versucht sie, die juristische und historische Aufarbeitung der Verbrechen der Diktatur zu behindern. (weitere Infos bei amerika21 und in diesem Radio-Beitrag)

Wie kam es dazu, dass eine solche Regierung in Argentinien demokratisch gewählt wurde? Gab es doch seit 2001 eine starke Basisorganisierung der Bevölkerung und seit 2003 mit Nestor und Christina Kirchner eine angeblich „linke“ Regierung an der Macht. Was ist die aktuelle Politik der Regierung Macri? Und welchen Widerstand gibt es?

Lea Machado, politische Aktivistin aus Buenos Aires und Düsseldorf, wird uns berichten und Zusammenhänge erklären. Anschließend ist Zeit für Fragen und Diskussion.

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf und des Referats für Interkulturelles des AStA der FH Düsseldorf

26.2. – Café Clandestino: Stadtteilarbeit und Gegenkultur in Lo Hermida, Santiago de Chile

versión en Español/spanische Version

Freitag, 26.2.2016, 19.30 Uhr Café und Essen, ab 20 Uhr Input und Diskussion mit Gabriel (Aktivist und Bewohner aus Lo Hermida, Santiago de Chile), anschließend Kneipe und Musik
Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf

Gabriel, Aktivist und Bewohner des Arbeiter_innen-Stadtteils Lo Hermida in Santiago de Chile, berichtet über seine Erfahrungen in diesem seit vielen Jahrzehnten selbst-organisierten Stadtteil. Hier gewinnen die Bewohner_innen mit Kultur und Selbstverwaltung ihre eigenen Geschichte und Identität als Arbeiter_innen-Stadtteil zurück und arbeiten zusammen für ihre Gemeinschaft. Gemeinsam möchten wir anhand der Erfahrungen aus Lo Hermida diskutieren, wie von unten und auch hier ein alternativer Diskurs gegen das hegemoniale System und dominante Kulturvorstellungen erkämpft werden können. Anschließend machen wir gemeinsam mit Gabriel Musik – alle sind herzlich eingeladen mitzuspielen und mitzusingen.

Vorher, zwischendurch und nachher wollen wir uns mit euch zusammen bei lateinamerikanischer Musik, kalten Getränken und Essen austauschen und eine gute Zeit verbringen.

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf