Archiv für September 2017

15.10.17 – Maíz, Performance/Lesung im Rahmen der Rundreise MAIZ des Kollektiv Tonalli

Sonntag, 15.10.2017, ab 16.00 Uhr
Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf

Im Rahmen der Rundreise MAIZ des kollektiv tonalli


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Das Wort Mais stammt aus der Sprache indigener Gruppen der Karibik und bedeutet wörtlich ›das, was Leben trägt‹. Das Getreide mit einer Vielfalt von rund 60 Sorten allein in Mexiko ist allerdings – zumindest in seiner Diversität – bedroht. Mit dem Aussterben der Kulturpflanze besteht die Gefahr, dass auch Jahrtausende alte Traditionen, Bräuche und kulturelle Identitäten verschwinden. Menschen sehen sich gezwungen, ihre Lebenswelten zu verlassen, ihre Familien anderweitig zu ernähren.

Doch handelt es sich nicht nur um das Verschwinden einer Pflanze, die für den gesamten amerikanischen Kontinent von den USA bis zu Argentinien – und auch vereinzelt im afrikanischen Kontext – ein kulturelles wie auch kulinarisches Nahrungsmittel darstellt; durch Technologisierung und Optimierung des Saatguts wie auch den Einsatz von Gentechnik wurde aus einem Kulturgut weltweit eine industrialisierte Ware, die zunehmend als Nutzpflanze für die Futtermittelindustrie und als Agrarkraftstoff in der Ethanolproduktion für den Weltmarkt an Bedeutung gewinnt.

Die Frage des Zugangs und der Verteilung von Land und Ernährungssouveränität bleibt in vielen Ländern oft offen. Gleichzeitig stellt sich die Frage nach Verantwortlichkeiten. Welche politischen und ökonomischen Interessen stehen dabei im Vordergrund? Welche Rahmenbedingungen und internationalen Leitlinien werden gestellt, aber auch verletzt? Welche Handlungsspielräume gibt es? Und wie artikuliert sich eine wache und aktive Zivilgesellschaft?

Anhand des Länderkontexts Mexiko – dem Ursprungsland des Maises – werden in der Performance MAIZ verschiedene Perspektiven und Gründe um das Aussterben der Kulturpflanze aufgezeigt. Dabei wird sowohl auf die kulturelle und biologische Vielfalt des Getreides wie auch auf sozio-ökonomische Auswirkungen und globale Zusammenhänge eingegangen. Gerade durch die gegenwärtige Auseinandersetzung um Megafusionen im Agrarbereich (DuMont- Syngenta oder Monsanto-Bayer) greifen wir mit Maiz ein kontrovers diskutierbares Thema auf.

Im Anschluss an die Performance – bestehend aus einer bilingualen Lesung (spanisch-deutsch) mit Musik und Elementen aus Theater/Tanz, sowie einer Videoinstallation – habt ihr die Möglichkeit, euch über die Themeninhalte auszutauschen.

Im Rahmen der Rundreise MAIZ des Kollektiv Tonalli

Konzeption: kollektiv tonalli / Realisation: treemedia.e.V. , Allerweltshaus Köln e.V.

Mehr Infos: www.kollektivtonali.de und FB kollektiv tonalli
Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf, gefördert durch den Eine-Welt-Beirat der Landeshauptstadt Düsseldorf

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Domingo 15 de octubre del 2017, a partir de las 16:00
Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf

Teniendo en cuenta el contexto nacional de México – el país de origen del maíz ­en la Performance MAIZ se muestran diversas perspectivas y motivos por los cuales se extinguió el cultivo del mismo.

Se abordará a su vez la variedad cultural y biológica del grano – uno de los principales alimentos de Latinoamérica – así como también los efectos socioeconómicos y sus relaciones globales.

Por la discusión actual acerca de las megafusiones de empresas transnacionales en el sector agrario (DuMont- Syngenta o Monsanto-Bayer) tratamos con MAIZ también un tema controvertido e ampliamente debatido.

Luego de la Performance – que consiste en una lectura bilingüe (español-alemán) con música, elementos de teatro/danza y una instalación audiovisual – el público tendrá la posibilidad de intercambiar pareceres sobre los contenidos temáticos abordados. Además se ofrecerá material pedagógico elaborado para una lectura y debates más profundos.

Konzeption: kollektiv tonalli / Realisation: treemedia.e.V. , Allerweltshaus Köln e.V.

Mas información: www.kollektivtonali.de und FB kollektiv tonalli

Organizado por ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf

¿Dónde está Santiago Maldonado?

deutsche Version/versión en Aleman

Düsseldorf/Alemania, 31.8.2017

A la familia de Santiago Maldonado
A la comunidad mapuche Pu Lof en Resistencia
A nuestro compas en todo el mundo

Desde el primero de agosto de 2017 Santiago Maldonado está en calidad de desparecido. La última vez que fue visto fue durante un ataque de la gendarmería a la comunidad mapuche Pu Lof, en la provincia Chubut de Argentina. Santiago apoyaba a esta comunidad en su lucha justa por su territorio y sus derechos, mismos que le fueron robados por la empresa Benetton con ayuda de los distintos gobiernos argentinos. Existen muchos testimonios que indican que Santiago fue raptado por la policía con el fin de generar miedo dentro de la comunidad y así romper su resistencia y su dignidad. El gobierno de Macri, – el mismo que ha tratado de minimizar los crímenes de la dictadura, ha negado los genocidios a los pueblos indígenas en Argentina y a la fecha sigue atacando los derechos humanos de los que defienden y luchan por sus derechos en distintas regiones del país – es responsable de este crimen.

Nos unimos a los cientos de miles de personas en Argentina y en el mundo y exigimos con ellas:
- aparición con vida de Santiago Maldonado y el castigo a sus raptores
- la renuncia de los y las responsables polític@s, en especial de la ministra de seguridad Patricia Bullrich
- el fin de los ataques a las comunidades mapuches y el reconocimiento de sus derechos
- la devolución de los territorios robados por medio de guerras exterminadoras y genocidios a las comunidades mapuches

!Aparición con vida de Santiago Maldonado!
¡Solidaridad con Pu Lof en Resistencia!
¡Fuera Benetton de los territorios mapuches!

¡Un abrazo solidario!
¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf

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Más informaciones:
www.santiagomaldonado.com

Wo ist Santiago Maldonado?

versión en Español/spanische Version

Düsseldorf, 31.8.2017

An die Familie von Santiago Maldonado:
An die Mapuche-Gemeinde Pu Lof im Widerstand:
An unsere Compas überall auf der Welt:

Seit dem 1.8.2017 ist Santiago Maldonado verschwunden. Das letzte Mal wurde er bei einem Angriff der Polizei auf die Mapuche-Gemeinde Pu Lof, Provinz Chubut, Argentinien, gesehen. Diese Gemeinde unterstützte er in ihrem gerechten Kampf für ihr Land und ihre Rechte, die von dem multinationalen Unternehmen Benetton mit Hilfe des argentinischen Staates geraubt wurden. Viele Beweise deuten darauf hin, dass Santiago von der Polizei verschleppt wurde. Dies soll Angst unter den Menschen der Gemeinde verbreiten und ihren Widerstand und ihre Würde brechen. Die Regierung Macri, die die Verbrechen der Militärdiktatur klein redet, den Genozid an den indigenen Gemeinden in Argentinien leugnet und die heute die Rechte der Menschen überall in Argentinien angreift, ist für dieses Verbrechen verantwortlich.

Zusammen mit hunderttausenden Menschen in Argentinien und weltweit fordern wir:
- die Freilassung von Santiago Maldonado und die Bestrafung der Entführer_innen
- den Rücktritt der politisch Verantwortlichen, insbesondere von Sicherheitsministerin Patricia Bullrich
- ein Ende der Angriffe auf die Mapuche-Gemeinden und die Anerkennung ihrer Rechte
- Rückgabe des durch Vernichtungskriege und Genozid geraubte Landes an die indigenen Gemeinden

Santiago muss lebend wieder auftauchen!
Solidarität mit Pu Lof im Widerstand!
Raus mit Benetton aus dem Land der Mapuche!

Eine solidarische Umarmung!
¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf

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Weitere Informationen:
www.amerika21.de/2017/08/183035/verschwundener-argentinien
www.taz.de/Opposition-in-Argentinien/!5437153/
www.santiagomaldonado.com