Archiv für März 2016

11.4. – Mit dem Herzen einer Frau kämpfen (Vortag + Diskussion)

20 Jahre Autonomie und Emanzipation in Chiapas

Montag, 11.4.2016, 19 Uhr Café, ab 19.30 Uhr Vortrag und Diskussion mit Laura Baas (Spanisch/Deutsch)
Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf

Mit dem Aufstand der Zapatistas in Chiapas/Mexiko 1994 bekam der Kampf der Frauen für ihre Rechte in diesem südlichsten Bundesstaat einen deutlichen Schub. Frauen aus zapatistischen und anderen widerständigen Gemeinden organisierten sich und schufen eigene Projekte, um sich von der sexistischen Unterdrückung zu befreien. Gleichzeitig wirkten sie entscheidend am Kampf für die Selbstbestimmung ihrer indigenen, kleinbäuerlichen Gemeinden mit.

Begleitet wurden sie dabei unter anderem von SIPAZ (Servicio Internacional para la Paz). Die Friedensorganisation wurde nach dem zapatistischen Aufstand gegründet, um in der Konfliktregion mittels internationaler Präsenz der Gewalt und Repression durch Staat und Paramilitärs gegen die aufständische, indigene Bevölkerung entgegenzuwirken. In all den Jahren hat SIPAZ viele Menschen begleitet, die sich organisieren und für ihre Rechte kämpfen. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Emanzipation der Frau gelegt.

Aus 20 Jahren dieser Arbeit gibt es viel zu berichten. Wie war die Situation der Frauen in der Vergangenheit? Was haben sie inzwischen erreicht? Was können wir von den Frauen in Chiapas lernen und wie können wir sie solidarisch unterstützen? Laura Baas, seit sechs Jahren bei SIPAZ, wird uns inspirierende Einblicke in diese „Kämpfe mit dem Herzen einer Frau“ geben.

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf, kom!ma – Verein für Frauenkommunikation und des Referats für Interkulturelles des AStA der FH Düsseldorf

6.4. – Argentinien: 40 Jahre Putsch – und heute? (Vortrag + Diskussion)

Wie kommt es 40 Jahre nach dem rechten Militärputsch zu einer demokratisch gewählten Rechtsregierung?

Mittwoch, 6.4.2016, 19 Uhr Café, ab 19.30 Uhr Vortrag und Diskussion mit Lea Machado (Spanisch/Deutsch)
Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf

Am 24. März 2016 jährt sich zum 40 Mal der Jahrestag des Militärputsches in Argentinien. Die darauf folgende Diktatur (1976-1983) setzte gewaltsam eine konservative, neoliberale und repressive Politik durch. Diese Politik forderte unzählige Opfer: 30.000 oppositionelle und linke Aktivist_innen wurden gewaltsam verschleppt und wahrscheinlich ermordet; zehntausende mehr wurden verhaftet und gefoltert; mindestens 50.000 Menschen mussten fliehen.

Seit Dezember 2015 hat Argentinien unter Mauricio Macri erneut eine rechte Regierung. Diese bezeichnen soziale Bewegungen als „wirtschaftlich neoliberal, politisch konservativ und gesellschaftlich repressiv“. Diesmal ist sie jedoch „demokratisch“ gewählt. In ihren ersten Monaten hat sie die Strukturen der neoliberale Ausbeutung vertieft. Gleichzeitig ist sie mit großer Härte gegen jeden Protest vorgegangen. Auch versucht sie, die juristische und historische Aufarbeitung der Verbrechen der Diktatur zu behindern. (weitere Infos bei amerika21 und in diesem Radio-Beitrag)

Wie kam es dazu, dass eine solche Regierung in Argentinien demokratisch gewählt wurde? Gab es doch seit 2001 eine starke Basisorganisierung der Bevölkerung und seit 2003 mit Nestor und Christina Kirchner eine angeblich „linke“ Regierung an der Macht. Was ist die aktuelle Politik der Regierung Macri? Und welchen Widerstand gibt es?

Lea Machado, politische Aktivistin aus Buenos Aires und Düsseldorf, wird uns berichten und Zusammenhänge erklären. Anschließend ist Zeit für Fragen und Diskussion.

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf und des Referats für Interkulturelles des AStA der FH Düsseldorf