Archiv für Oktober 2015

7.12. – La Buena Vida / Das Gute Leben (Doku)

Zeit: Montag, 7.12.2015, 19 Uhr Café offen, ab 19.30 Uhr Doku (Deutsch und Spanisch mit deutschen Untertiteln)
Ort: Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf

Anlässlich der Farce der Klimakonferenz von Paris thematisieren wir die Folgen des steigenden Energiekonsums und des Strebens nach immer mehr Wachstum – aber auch den wachsenden Widerstand gegen die Zerstörung von Menschen, Umwelt und Zukunft zugunsten mächtiger wirtschaftlicher Interessen.

Die beeindruckende Doku „La Buena Vida / Das Gute Leben“ erzählt die Geschichte der kolumbianischen Dorfgemeinschaft Tamaquito. Ihre Lebensgrundlage wird durch den Kohleabbau in der Mine „El Cerrejón“ zerstört: Das gewaltige Loch, mit 700 Quadratkilometern der größte Kohletagebau der Welt, frisst sich immer tiefer in die Landschaft. Die Steinkohle wird vor allem in die Länder des Globalen Nordens exportiert – auch nach Deutschland.

Der Film begleitet die Dorfgemeinschaft bei ihrem Existenzkampf gegen die Kohlemine, hinter der mächtige Rohstoffkonzerne wie Glencore, Anglo American und BHP Billiton stehen. Dabei thematisiert er auch, was eigentlich ein „Gutes Leben“ ausmacht und auf wessen Kosten unser „besseres Leben“ hier ermöglicht wird.

Anschließend wollen wir den Blick auf das Rheinische Braunkohlerevier, Europas größter CO2-Produzent vor den Toren Düsseldorfs, und den Widerstand gegen diesen zerstörerischen Motor des kapitalistischen Wachstums richten. Hierzu wird ein_e Vertreter_in des Bündnisses Ende Gelände von ihren Aktivitäten berichten.

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf und des Referats für Interkulturelles des AStA der FH Düsseldorf

29.11. – Annäherung an das Thema Geld als Denkform (Workshop)

Zeit: Freitag, 29.11.2015, 15-20 Uhr
Ort: Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf

Obwohl alle fast täglich damit umgehen, herrscht so manche Unklarheit über Geld. Diese zu beheben ist ein Ziel des Workshops. Dabei werden Gelderklärungsversuche, wie sie in der VWL auftauchen, kritisch unter die Lupe genommen, indem diesen Geld als Denkform gegenübergestellt wird. Da der weitaus größte Teil des umlaufenden Geldes nicht aus Scheinen und Münzen besteht sondern aus Buchgeld auf z.B. Girokonten, muss selbstverständlich auch das Kreditwesen beleuchtet werden.

Da wohl niemand eine pfannenfertige Lösung anzubieten hat, wie die Herrschaft des Geldes zu beenden sei, wäre das zweite Ziel, die Vor- und Nachteile von Geldreformen oder anderen Geldformen zu erarbeiten.

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf

13.11. – Ayotzinapa: 43 Menschen und ein Staatsverbrechen (Doku + Ausstellung)

Zeit: Freitag, 13.11.2015, 19 Uhr Ausstellungseröffnung und Essen, ab 20 Doku (Spanisch mit deutschen Untertiteln)
Ort: Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf

Auch über ein Jahr nach der Verschleppung von 43 Studenten aus Ayotzinapa/Mexiko durch die mexikanische Polizei, der Ermordung von 6 Menschen und der Verletzung von über 20 weiteren ist dieses Staatsverbrechen immer noch nicht aufgeklärt. Die beeindruckende Dokumentation „Ayotzinapa: Chronik eines Staatsverbrechens“ rekonstruiert die Ereignisse um das Verschwindenlassens der 43, zeigt die breite Mobilisierung und, dass hinter diesem Verbrechen Polizei, Militär und Eliten stehen. Gedreht wurde die Doku von mexikanischen Film-Aktivist_innen in Zusammenarbeit mit den Eltern und Mit-Studenten der Opfer.

An diesem Abend zeigen wir außerdem erstmals 43 Original-Gemälde der Ausstellung „Apoyotzinapa“. Damit wollen wir jedem einzelnen der 43 jungen Menschen ein Gesicht und eine Geschichte geben. Unter der großen Zahl der Opfer von Ayotzinapa, dem Ausmaß des Verbrechens und auch unter seiner Symbolhaftigkeit gehen diese zu schnell verloren. Wir sind längst emotional betäubt von den schrecklichen Meldungen und den unvorstellbar hohen Opferzahlen, die uns aus Mexiko und anderen Orten der Welt erreichen. Aber genau darin besteht die Logik dieser massiven Gewalt der Mächtigen: Den Opfern ihre Menschenwürde zu nehmen und uns unsere Fähigkeit zum Mitgefühl. Die Gemälde sollen helfen, die Individuen und ihre Würde wahrzunehmen – Menschen mit Träumen, Geschichten, Gefühlen und Eigenarten. Sie sollen helfen, Mitgefühl und Solidarität erfahrbar zu machen.

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf