Kundgebung in Solidarität mit den 43 verschleppten Studierenden aus Ayotzinapa und den Massenprotesten in Mexiko

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Am Samstag, 28.3.2015, versammelten sich etwa 30 Menschen aus ganz NRW am Schadowplatz im Zentrum von Düsseldorf, um ihre Solidarität mit den 43 verschleppten Studierenden aus Ayotzinapa, ihren Familien und den Massenprotesten in Mexiko zu zeigen. Während der Kundgebung verteilten sie Flugblätter an die zahlreichen Passant_innen und informierten diese über den Fall. Die Aktion war Teil des „X. Globalen Aktionstags für Ayotzinapa“, an dem in Mexiko, Deutschland und der ganzen Welt, Proteste und Veranstaltungen stattfanden.

„Für uns aus Deutschland heißt Solidarität vor allem auch Protest gegen die Politik der deutschen Bundesregierung, die die Lügen und die Repression des mexikanischen Regimes unterstützt, Waffenlieferungen zuließ und ein Abkommen zur Zusammenarbeit mit der mexikanischen Polizei unterzeichnen will,“ sagte ein Aktivist der Gruppe ¡Alerta!, die zu der Kundgebung aufgerufen hatte. Sie forderten von der Bundesregierung ein Stopp der Zusammenarbeit mit dem Gewaltregime in Mexiko. Es dürfe kein Abkommen zur Polizeikooperation mit Mexiko geben. Stattdessen solle die Bundesregierung die Opfer und die Menschen, die sich in Mexiko gegen die systematische, staatliche Gewalt wehren, bedingungslos unterstützen.

Bereits am 26.3. – genau ein halbes Jahr nach der Verschleppung der Studierenden – hatte ¡Alerta! eine Informationsveranstaltung zur Situation in Mexiko und den deutschen Verwicklungen organisiert. Bei dieser entstand dieses Solidaritäts-Foto.

Die Studierenden der pädagogischen Fachschule von Ayotzinapa wurden vor einem halben Jahr, am 26.9.2014, von Polizei und Mitgliedern eines Drogenkartells verschleppt. 6 weitere Menschen wurden dabei erschossen, dutzende verletzt – wahrscheinlich auch durch deutsche Waffen. Seitdem demonstrieren in Mexiko sehr viele Menschen gegen die Arroganz der Regierung sowie die Gewalt von Staat und Drogenmafia gegen die Bevölkerung. Seit 2006 wurden durch Polizei, Militär und Drogenkartelle, die wie im Fall von Ayotzinapa oft gemeinsam agieren, 130.000 Menschen ermordet und 26.000 verschleppt.