Archiv für Februar 2015

28.3. – Lebend wurde sie entführt, lebend wollen wir sie wieder!

Solidarität mit den 43 verschleppten Studierenden aus Ayotzinapa und den Massenprotesten in Mexiko

Samstag, 28.3.2015, 13 Uhr Kundgebung
Schadowplatz, Düsseldorf

en Español

Vor einem halben Jahr, am 26.9.2014, wurden in Mexiko 43 Studierende der pädagogischen Fachschule von Ayotzinapa von Polizei und Mitgliedern eines Drogenkartells verschleppt. 6 weitere Menschen wurden dabei getötet, dutzende verletzt. Seitdem demonstrieren in Mexiko sehr viele Menschen gegen die Arroganz der Regierung sowie die Gewalt von Staat und Drogenmafia gegen die Bevölkerung. Seit 2006 wurden durch Polizei, Militär und Drogenkartelle, die wie im Fall von Ayotzinapa oft gemeinsam agieren, 130.000 Menschen ermordet und 26.000 verschleppt. Neben Massendemos und Blockaden wurden in verschiedenen Städten und Landkreisen Mexikos Rathäuser und Radiostationen besetzt. Überall auf der Welt gab es Solidaritätsaktionen. (weitere Infos in unserer Veranstaltung am 26.3.)

Wir rufen euch dazu auf, am Samstag den 28.3. um 13 Uhr auf dem Schadowplatz, Düsseldorf, mit uns eure Solidarität für die Angehörigen der 43 verschleppten Studierenden aus Ayotzinapa und die aktuellen Proteste in Mexiko zu zeigen.

Hier in Deutschland heißt Solidarität mit den Menschen in Mexiko auch Protest gegen die Politik der deutschen Bundesregierung, die die Lügen und die Repression der mexikanischen Regierung unterstützt, Waffenlieferungen zuließ und ein Abkommen zur Zusammenarbeit mit der mexikanischen Polizei unterzeichnen will.

In Mexiko, in Deutschland und der ganzen Welt, wird es in diesen Tagen ebenfalls Kundgebungen und Demonstrationen geben.

Seid dabei und bringt für eine symbolische Aktion Stühle mit!

28.3. – ¡Vivos se los llevaron, vivos los queremos!

Solidaridad con los 43 estudiantes desaparecidos de Ayotzinapa y con las protestas masivas en México

Sábado 28/03/2015 a las 13 Hrs en Schadowplatz, Düsseldorf.

in Deutsch

Hace medio año, el 26.9.14, 43 estudiantes de la Escuela Normal de Ayotzinapa fueron secuestrados por la policía y los miembros de un cartel de droga en México. 6 personas murieron y decenas resultaron heridas. Desde entonces muchas personas han protestado en México en contra de la arrogancia del gobierno y de la violencia de la mafia estatal y de la mafia del narcotráfico contra la población.

Desde el 2006, han muerto 130.000 personas y 26.000 han sido desaparecidas por la policía, los militares y los cárteles de droga, que a menudo actúan en conjunto, como en el caso de Ayotzinapa. Además de las manifestaciones masivas y bloqueos en la Ciudad de México y en diferentes estados, han sido ocupados ayuntamientos y estaciones de radio. En todo el mundo ha habido acciones de solidaridad con Ayotzinapa. (Más información al respecto en nuestro evento en 26.3.)

Hacemos un llamado para que el sábado 28.3. alas 13 hrs. vengan a la Schadowplatz, Dusseldorf, para que juntos mostremos nuestra solidaridad con las familias de los 43 estudiantes de Ayotzinapa secuestrados y con las actuales protestas en México.

Aquí en Alemania solidaridad con el pueblo de México también significa la protesta contra la política del gobierno alemán que apoya las mentiras y la represión del gobierno mexicano , permitiendo la venta de armas y pretendiendo firmar un acuerdo de cooperación con la policía mexicana.

En México, en Alemania y en todo el mundo, habrá estos días también mítines y manifestaciones.

Únete! Y si te es posible trae una silla pleglable para una acción simbólica que se realizará.

26.3. – Drogenkrieg, Staatsverbrechen und Massenproteste (Vortrag + Diskussion)

Mexiko ein halbes Jahr nach der Verschleppung von 43 Studierenden aus Ayotzinapa/Guerrero

Donnerstag, 26.3.2015, ab 19.30 Uhr Input und Video-Clips, anschließend Diskussion
Butze Kneipenkollektiv, Weißenburgstr. 18, Düsseldorf

Vor einem halben Jahr, am 26. September 2014, wurden 43 Studierende der pädagogischen Fachschule von Ayotzinapa im mexikanischen Bundesstaat Guerrero nach einer Protestaktion in der Stadt Iguala gemeinsam von Drogenkartellen und Polizei verschleppt (mehr Infos). Dieses Staatsverbrechen steht stellvertretend für die enge Verbundenheit von Drogenkartellen und politischen Eliten in Mexiko und für deren systematische Gewalt gegen die Bevölkerung. Diese Gewalt hat seit 2006 mehr als 130.000 Tote und 26.000 Verschwundene gefordert, während fast keine Täter verurteilt wurden.

Die Ereignisse des 26.9. und die arrogante Reaktion der mexikanischen Regierung waren allerdings für viele Mexikaner_innen der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat. Seit Monaten gibt es überall in Mexiko immer wieder sehr große Demonstrationen. In einigen Gegenden wurden Rathäuser besetzt und alternative Verwaltungsstrukturen eingerichtet. Während die mexikanische Regierung versucht, zur Tagesordnung aus Korruption, Repression und neoliberalem Ausverkauf zurückzukehren, arbeitet ein breiter werdendes Bündnis sozialer Bewegungen an einer grundlegenden Neugestaltung des Landes.

Mit Video-Clips und Inputs wollen wir die bisherigen Entwicklungen darstellen, die aktuelle Situation schildern und auch deutlich machen, was das staatliche Verbrechen vom 26.9. mit deutscher Politik zu tun hat.

Für den 28.3., 13 Uhr, rufen wir zu einer Solidaritäts-Kundgebung auf dem Schadowplatz auf – Seid dabei!

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf