Archiv für November 2014

Solidarität mit Ayotzinapa! – Aktionen in Köln

Am 1. November 2014 haben Aktivist_innen von ¡Alerta! (Düsseldorf) und der Mexiko-Initiative Köln/Bonn gemeinsam mit weiteren Menschen beim Thementag „Mexikanischer Totentag“ im Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln eine Solidaritäts-Aktion mit den Angehörigen und den Opfern des Massakers von Iguala (Guerrero/Mexiko) durchgeführt. Am Tag darauf fand in Köln eine von der Mexiko-Initiative Köln/Bonn organisierte Kundgebung am Denkmal für die Edelweißpiraten und anschließend einen Straßenumzug im Gedenken an die Opfer von Iguala statt, an denen sich neben etwa 350 Menschen auch die Bands „La Papa Verde“ und „Titipuschall“ sowie befreundete Musiker_innen beteiligten. Anschließend fand eine Veranstaltung im Allerweltshaus Köln statt. Der ganze Tag stand unter dem Motto „In Mexiko feiern wir den Tod als Teil des Lebens, aber nicht das Morden!“.

Am 26. September 2014 wurden 43 Studierende der pädagogischen Fachschule von Ayotzinapa im mexikanischen Bundesstaat Guerrero nach einer Protestaktion in der Stadt Iguala gemeinsam von Drogenkartellen und Polizei verschleppt. Die Polizei erschoss dabei 3 weitere Studierende und 3 Passant_innen. Es wird befürchtet, dass auch die 43 Verschleppten ermordet wurden. Von ihnen fehlt jedoch bisher jede Spur.

Dabei ist das jüngste Massaker nur ein besonders drastisches Beispiel dessen, was in Mexiko seit Jahren alltäglich ist. Die systematische Gewalt gegen die mexikanische Bevölkerung ist aktuell einer der blutigsten Konflikte weltweit: Seit dem Beginn des vom damaligen Präsidenten Calderón ausgerufenen „Kriegs gegen die Drogen“ zählen unabhängige Analysen mehr als 130.000 Tote und 26.000 Verschwundene – die meisten sind Zivilisten, viele von ihnen soziale Aktivist_innen. Kaum ein Täter wurde je gefasst oder verurteilt. Denn der Staat kämpft nur vorgeblich und völlig uneffektiv gegen die Kartelle. Politik und Drogenmafia arbeiten an vielen Stellen eng zusammen. (Weitere Infos )

Unter dem Motto „In Mexiko ist jeden Tag Dia de los Muertos / Totentag – Schluss mit dem Morden!“ erinnerten die Aktivist_innen am 1.11. in Köln an die 43 vermissten Studierenden, die Verantwortung des mexikanischen Staates und die Komplizenschaft der deutschen Regierung. Vor mehreren hundert Veranstaltungsbesuchern führten sie eine spontane Performance durch und verteilten Flugblätter.

Die Aktion war Teil einer mexiko- und weltweiten Protestwelle, die seit Wochen die Aufklärung des Verbrechens, die Bestrafung der Täter und den Rücktritt der mexikanischen Regierung fordert (Videos und Fotos aus Mexiko-Stadt und weltweit hier). Auch vor der mexikanischen Botschaft in Berlin oder in London gab es dieses Wochenende Proteste.

Speziell in Deutschland fordern viele Organisationen und Gruppen von der Bundesregierung, das für Dezember geplante „Sicherheitsabkommen“ mit Mexiko (u.a. zur Förderung der Polizeizusammenarbeit) nicht zu unterzeichnen. Unterstützt die Forderung „Keine Zusammenarbeit mit der mexikanischen Polizei!“ mit eurer Unterschrift!

Diese Meldung in Spanisch

Desde Colonia/Alemania: ¡Solidaridad con Ayotzinapa!

El 1 de noviembre activistas de los colectivos ¡Alerta! (ciudad de Düsseldorf) y Mexiko-Initiative Köln/Bonn asi como otras personas solidarias, realizaron una acción de solidaridad con los familiares y las víctimas de la Escuela Normal Rural de Ayotzinapa, en el evento del „Dia de los Muertos en México“ que se llevó a cabo en el museo etnológico de la ciudad de Colonia.

Además el 2 de noviembre se realizaró un desfile organizado por Mexiko-Initiative Köln/Bonn que empezó en el monumento a los „Edelweißpiraten“ (un grupo de jovenes en resistencia contra el régimen nazi). Reuniéndose en total trescientos cincuenta personas. Participaron también las bandas „La Papa Verde“, „Titipuschall“ y otros artistas. Finalmente se realizó un evento en el centro intercultural Allerweltshaus. Todas las actividades de este día se llevaron a cabo bajo el lema „En México celebramos la muerte como parte de la vida, pero no el asesinato!“

En la acción del 1 de noviembre, cuyo lema fué: „En México, cada día es Dia de Muertos – Ya basta!“ conmemoraron a los 43 estudiantes desaparecidos, destacando la responsibilidad del estado mexicano y la complicidad del gobierno aléman. Frente a cientos de visitantes del evento realizaron un performance, finalizando la acción con información y distribución de folletos respecto al caso.

Por la situación que se vive en México, actualmente muchas organizaciones, grupos e individuos exigen al gobierno alemán no firmar el „acuerdo de seguridad“ con México – un acuerdo que se pretende firmar en diciembre de este año para intensificar la colaboración policiaca entre Alemania y México. Tomando en consideración que la cooperación entre las fuerzas de seguridad mexicana y el crimen organizado es directa como ha quedado ilustrada en los hechos ocurridos en Iguala, Guerrero.

También desde otras partes del mundo pueden unirse a esta petición y firmar la carta aquí.

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