Schwerer paramilitärischer Angriff auf die Zapatistas

Am 2. Mai griff eine paramilitärische Gruppe den zapatistischen Verwaltungssitz von La Realidad an. Sie ermordeten den zapatistischen Aktivist José Luis Solís López (Bild rechts), verletzte 15 weitere Zapatistas teilweise schwer, zerstörte eine Schule, ein Krankenhaus und die Trinkwasserversorgung. Mittlerweile hat es hunderte von Solidaritätserklärungen und -aktionen aus der ganzen Welt gegeben.

Zu der zunehmenden Gewalt in Chiapas trägt auch die „Entwicklungspolitik“ der Bundesregierung und der GIZ bei, die diese Politik für die Bundesregierung plant und vor Ort umsetzt. In Chiapas/Mexiko ist die GIZ im Auftrag der Bundesregierung mit einem großen Projekt vertreten, das für deutsche Unternehmen den biologischen Reichtum des Bundesstaat raubt – sogenannte Biopiraterie. Projekte wie dieses sorgen dafür, dass die staatliche und paramilitärische Gewalt gegen die Zapatistas und andere widerständige Bewegungen zunimmt. Gegen die neo-koloniale Politik der GIZ wollen wir beim Blockupy-Aktionstag am 17.5. in Düsseldorf protestieren.

Weitere Infos zum Angriff auf die Zapatistas findet ihr unter anderem hier:

- Angriff auf Zapatistas – Artikel aus der jungen Welt
- Tödlicher Angriff auf Mitglieder der EZLN – Artikel von amerika21
- El Dolor y la Rabia / Der Schmerz und die Wut – 1. Comunicado von Subcomandante Marcos zu den Vorkommnissen und der Reaktion der EZLN (mit deutscher Übersetzung)
- Fragmentos de la Realidad – 2. Comunicado von Subcomandante Marcos zu den Vorkommnissen und der Reaktion der EZLN (deutsche Übersetzung folgt bald)
- Öffentliche Anklage des zapatistschen Rates der Guten Regierung von La Realidad zum Angriff (mit deutscher Übersetzung)
- Übersicht über Solidaritäts-Erklärungen und Aktionen findet ihr auf der Seite der Zapatistas und des Red contra la Represion y por la Solidaridad y contra la Represion