Archiv für Februar 2014

Solidaritätsaktion der Zapatistas mit „Lampedusa in Hamburg“


Foto: I./ATESH

Der zapatistische Rat des Guten Regierens des Caracoles von Morelia (einer der 5 zentralen Verwaltungssitze im zapatistischen Gebiet) hat mit einer kleinen Soli-Aktion die Geflüchteten-Gruppe Lampedusa in Hamburg unterstützt, die für ihr Bleiberecht und eine würdevolle Behandlung kämpfen. Beides wird den etwa 350 Flüchtlings-Aktivist_innen seit Monaten vom SPD-geführten Hamburger Senat verweigert, ihre Menschenrechte werden mit Füßen getreten und die Polizei überzieht die Gruppe mit beständiger Repression.

Für ihren aufrichtigen und mutigen Kampf haben Lampedusa in Hamburg jedoch tausendfache Unterstützung aus Hamburg, Deutschland und der Welt erhalten. Nun also auch von unseren zapatistischen Compas aus Chiapas, die damit auch zeigen, dass internationale Solidarität keine Einbahnstraße aus dem Globalen Norden ist. (man beachte auch die Klobürste!)

¡Viva la Solidaridad internacional! / Hoch lebe die internationale Solidarität!

Solidarität mit den kämpfenden Erdölarbeiter_innen in Las Heras/Argentinien! Stoppt die Kriminalisierung sozialer Proteste!

Wir erklären unsere Solidarität mit den 9 Erdölarbeitern, die aktuell wegen der Arbeitskämpfe 2006 in Las Heras/Argentinien kriminalisiert werden und vorher schweren Folterungen und anderen Menschenrechtsverbrechen durch die argentinischen Behörden ausgesetzt waren. Aus diesem Anlass führten wir parallel zu den Protesten von 4.000 Menschen in Argentinien eine kleine Soli-Aktion durch. Wir fordern die Freilassung der Genoss_innen und das Ende der Kriminalisierung der Kämpfe für bessere Arbeitsbedingungen, höhere Löhne und andere Produktionsverhältnisse in Las Heras und überall!

Weitere Infos und Hintergründe findet ihr hier:

Klassenjustiz in Patagonien – Demonstration für die Freilassung von Ölarbeitern, die zu lebenslanger Haft verurteilt wurden (junge Welt, 7.2.)
Klassenjustiz in Patagonien (indymedia, 9.2.)
Solidarität mit den Arbeitern von Las Heras! – Aufruf zu einer Soli-Aktion in Berlin

Por la absolución de los obreros petroleros de Las Heras (indymedia Argentina)
“Por la libertad de todos los compañeros”(indymedia Argentina)
Video in Spanisch

Schluss mit dem Krieg gegen die Zapatistas! – Solidarität mit der Gemeinde 10 de Abril!

In Reaktion auf den brutalen Angriff auf die zapatistische Gemeinde „10 de Abril“ im Bezirk des Caracol Morelia am 30.1.2014 haben wir heute bei unserer Veranstaltung eine spontane Solidaritätsaktion durchgeführt. Außerdem haben wir zusammen mit anderen Gruppen und Netzwerken ein Protest- und Solidaritäts-Schreiben veröffentlicht. In diesem fordern wir die mexikanischen Behörden aller Regierungsebenen auf, ihre fortgesetzten Aggressionen sofort zu stoppen. Das komplette Schreiben in Deutsch und Spanisch findet ihr unten.

Die Gemeinde „10 de Abril“ wurde am 30.1.2014 von mehreren hundert bezahlten Regierungsanhänger_innen angegriffen. Dabei wurden viele Zapatistas verletzt, drei von ihnen schwer. Auch das zur Hilfe gerufene Krankenhauspersonal wurde von den Angreifer_innen nicht durchgelassen und angegriffen.

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Solidarität mit der zapatistischen Bewegung! – Schluss mit dem Krieg! Wir fordern Gerechtigkeit!

An die zapatistischen Gemeinden
An die autonomen zapatistischen Landkreise
An die Räte der Guten Regierung
An die Zapatistische Armee zur nationalen Befreiung
An die Unterstützer*innen der La Sexta
An die alternativen und unabhängigen Medien
An die allgemeine Öffentlichkeit

Solidarität mit der zapatistischen Bewegung! – Schluss mit dem Krieg! Wir fordern Gerechtigkeit!

Wir verurteilen die Aggression einer regierungsnahen Gruppierung gegen die zapatistischen Genoss*innen der Gemeinde 10 de Abril mit Nachdruck. Der zapatistische Rat der Guten Regierung vom Caracol von Morelia informierte, dass am 30. Januar 2014 rund 300 Angehörige der CIOAC Democrática die zapatistischen Unterstützer*innen des ejido 10 de Abril, autonomer Landkreis 17 de Noviembre, schwerwiegend angriffen. Die Zapatistas baten das Hospital San Carlos in Altamirano um Hilfe, aber die Angreifer ließen die Ambulanz
nicht passieren, sie griffen die Ordensschwester an Bord an und stahlen die Ambulanz und einen Pickup. Mehrere zapatistische Genossen wurden verletzt, drei von ihnen schwer, wie der Rat der Guten Regierung berichtet: „Sebastián, 20 Jahre, schwer verletzt, Bruch des linken Jochbeines, Verletzung am linken Auge, schwere Netzhautblutung, schwere Netzhautentzündung, Schädelbasisbruch und Nasenbeinbruch, schwerer Verletzungszustand mit Gefahr, das Augenlicht zu verlieren. Neurologische Probleme unter Beobachtung. Ismael, 22 Jahre alt, offener Nasenbruch, Ödem der Lippen, Hirnverletzungen einfachen Grades, Prellung der linken Schulter. Jhony, 32 Jahre alt, leichtere Hirnverletzung auf der linken Seite, Augenverletzung links, Ödem am Augenlid.“

Der Rat der Guten Regierung erklärt, dass die Aggressoren Geld erhalten haben, um die zapatistische Gemeinde anzugreifen: „Die Personen, die sie herankarrten, erhielten jeweils 100 Pesos, das war ihr Tageslohn, damit sie gewaltsam auf uns losgingen.“

Der Rat macht die drei Ebenen der Regierung für diese paramilitärische Attacke verantwortlich: „Wir wissen, dass Enrique Peña Nieto der unverschämte Aufseher ist, der alle unsere Naturvorkommen und unsere Mutter Erde verkauft. Daher ist das, was seine Schüler heute mit uns machen, was er ihnen mit seinen Projekten des Todes lehrt. Das derzeitige Gutsverwalterkind von Chiapas, namens Manuel
Velazco Coello sagte, als es den Platz des Butlers gewann, dass es unsere Autonomie respektieren werde und auch die Juntas der Guten Regierung und in den ersten Januartagen von 2014 hat es uns wieder belogen, es sagte nämlich, dass es die 1994 zurückeroberten Böden respektieren werde. Der Vorarbeiter des offiziellen Bezirks von las Margaritas, Herr Manuel Culebro Gordillo, ist nichts anderes als ein weiterer Lügner und ein Komplize der Anführer der CIOAC Democrática. Diese drei Schergen der großen transnationalen Unternehmer, der Aufseher Enrique Peña Nieto, der Gutsverwalter Manuel Velazco Coello und der Vorarbeiter Manuel Culebro Gordillo haben uns gegenüber nun eine weitere Schuld, die des vergossenen Blutes unserer Compañeros und das ist unbezahlbar.“ (Meldung des Rates der Guten Regierung vom 1. Februar 2014).

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Die zapatistische Bewegung ist eine soziale Kraft, die für ein Leben ohne Ausbeutung, ohne Diskriminierung und ohne Naturzerstörung kämpft. Gleichzeitig kämpfen die Zapatistas für eine Welt, in der viele Welten Platz haben, eine Welt mit Demokratie, Gerechtigkeit, Gleichheit, Freiheit und Würde.

Wir, sehr viele Organisationen, Kollektive, Gruppen und Personen der Welt solidarisieren uns mit dem gerechten Kampf der Zapatistischen Befreiungsarmee und ihrer Gemeinden. Wir, zahlreiche Aktivist*innen können bezeugen, dass die
„Rebellion der Würde“ der zapatistischen Bewegung weiterhin lebendig ist. Gleichzeitig möchten wir betonen, dass der zapatistische Kampf uns inspiriert, um unsere eigenen Kämpfe in unseren Städten und Regionen zu stärken – die Kämpfe gegen die vier Räder des Kapitalismus: Ausbeutung, Raub, Repression und Verachtung.

Die drei Regierungsebenen der schlechten Regierung von Mexiko und Chiapas wollen den würdigen zapatistischen Widerstand zerstören, denn aus ihrer limitierten elitären Perspektive fürchten sie um ihre Privilegien.

Sie werden damit nicht durchkommen!

Wir verlangen den sofortigen und totalen Stopp der Aggressionen gegen die zapatistischen Gemeinden!

„Wenn die Welt keinen Platz für uns hat, müssen wir eine andere Welt aufbauen.“
(Comunicado del EZLN de 2008).

Es leben die zapatistischen Gemeinden!
Es leben die autonomen zapatistischen Landkreise!
Es leben die zapatistischen Räte der Guten Regierung!
Es lebe die Zapatistische Befreiungsarmee!
Es leben die Unterstützer*innen der La Sexta!

Hochachtungsvoll,

Ya-Basta-Netz, Deutschland
Gruppe B.A.S.T.A., Münster, Deutschland
¡Alerta!, Düsseldorf, Deutschland
Aroma Zapatista, Kaffeekooperative, Hamburg, Deutschland
Ya Basta Rhein-Main, Frankfurt/Main, Deutschland
Knotenpunkt Schwalbach, Deutschland
Ökumenisches Büro für Frieden udn Gerechtigkeit, München, Deutschland
Daddy Longleg, Anarcho-Punk-Band, Berlin/Münster, Deutschland
FAU Mannheim, Deutschland
FAU Münsterland, Deutschland
Falling Down Records, libertäres Musiklabel, Münster, Deutschland
Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), Frankfurt a.M., Deutschland

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¡Solidaridad con el movimiento zapatista! – ¡Alto a la guerra! – ¡Exigimos justicia!

A las comunidades zapatistas
A los municipios autónomos zapatistas
A las Juntas de Buen Gobierno zapatistas
Al Ejército Zapatista de Liberación Nacional
A l*s Adherentes de La Sexta
A los medios alternativos e independientes
Al público en general

¡Solidaridad con el movimiento zapatista! – ¡Alto a la guerra! – ¡Exigimos justicia!

Condenamos enérgicamente la agresión de un grupo oficialista en contra de las y los compañeros zapatistas de la comunidad 10 de Abril. La Junta de Buen Gobierno zapatista del caracol de Morelia informó que el 30 de enero de 2014, unos 300 miembros de la CIOAC Democrática atacaron gravemente a bases de apoyo zapatistas en el ejido 10 de Abril, del municipio autónomo 17 de Noviembre.
Las y los zapatistas pidieron auxilio al hospital San Carlos en Altamirano, pero los agresores no dejaron pasar a la ambulancia, agredieron a las monjas a bordo y secuestraron la ambulancia y una camioneta. Varios compañeros zapatistas fueron heridos, tres de ellos gravemente, como reporta la Junta de Buen Gobierno: „Sebastián edad de 20 años herido y grave, fracturado del hueso
cigomático izquierdo, traumatismo oftálmico lado izquierdo, hemorragia severa de retina, inflamación severa de retina, fractura piso del cráneo y fractura de la base nasal y ahora grave de salud con peligro de perder la visión. En
observación de signos neurológico. Ismael edad de 22 años, fracturado abierta de nariz, edema de labios, traumatismo cráneo encefálico simple, contusión hombro izquierdo. Jhony, edad de 32 años, herido de traumatismo cráneo encefálico moderado izquierdo, trauma ocular izquierdo, edema palpebral.“

La Junta de Buen Gobierno explica que los agresores recibieron dinero para atacar a la comunidad zapatista: „Las personas que llevaban acarreando fueron pagados a $100 a cada uno de su jornal de violencia que nos hicieron.“ Además, los agresores talaron muchos arboles y robaron la madera.

La Junta responsibiliza a los tres niveles de gobierno por este ataque paramilitar: „Sabemos que Enrique Peña Nieto, es el descarado capataz que está vendiendo todo nuestros recursos naturales y nuestra madre tierra. Por lo tanto lo que hoy nos hacen sus alumnos es lo que le está enseñando con sus proyectos de muerte. Ahora el niño mayordomo de Chiapas, Manuel Velazco cuello, cuando ganó de ser mayordomo dijo que respetaba nuestra autonomía y las juntas de buen gobierno y en los primeros días del enero de 2014, vuelve a
mentirnos diciendo que respetaba las tierra recuperadas de 1994. El caporal del municipio oficial de las Margaritas el señor Manuel Culebro Gordillo no es más que otro mentiroso y ladrón, cómplice de los líderes de la CIOAC democrática. Estos tres mozos de los grandes empresarios transnacionales, el capataz Enrique Peña Nieto, el mayordomo Manuel Velazco Cuello y el caporal Manuel Culebro Gordillo tienen una deuda más con nosotros por la sangre derramada de nuestros compañeros y eso no tiene precio.“ (Denuncia de la JBG de Morelia del 1o de Febrero de 2014)

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El movimiento zapatista es una fuerza social que lucha por una vida sin explotación, sin discriminación y sin destrucción de la naturaleza. Al mismo tiempo l*s zapatistas luchan por un mundo donde quepan muchos mundos, un mundo con democracia, justicia, igualdad, libertad y dignidad.

Muchísimas organizaciones, colectivos, grupos y personas del mundo nos solidarizamos con la justa lucha del Ejército Zapatista de Liberación Nacional y sus comunidades. Much*s activistas podemos atestiguar que la „rebelión de la dignidad“ del movimiento zapatista sigue viva. Al mismo tiempo queremos destacar que la lucha zapatista nos inspira para fortalecer nuestras propias luchas en nuestras ciudades y regiones, contra las cuatro ruedas del capitalismo: explotación, despojo, represión y desprecio.

Los tres niveles del mal gobierno de México y Chiapas quieren destruir la digna resistencia zapatista, porque desde su limitada perspectiva elitista y capitalista temen por sus privilegios.

¡No pasarán!

¡Exigimos el alto total inmediato a las agresiones contra las comunidades zapatistas!

„Si el mundo no tiene lugar para nosotr@s, entonces otro mundo hay que hacer.“
(Comunicado del EZLN de 2008).

¡Vivan las comunidades zapatistas!
¡Vivan los municipios autónomos zapatistas!
¡Vivan las Juntas de Buen Gobierno zapatistas!
¡Viva el Ejército Zapatista de Liberación Nacional!
¡Vivan l*s Adherentes de La Sexta!

red YA-BASTA-NETZ, Alemania
Gruppe B.A.S.T.A., Münster, Alemania
¡Alerta!, Düsseldorf, Alemania
Aroma Zapatista, cooperativa de café, Hamburgo, Alemania
Ya Basta Rhein-Main, Frankfurt/Main, Alemania
Knotenpunkt Schwalbach, Alemania
Oficina Ecuménica por la Paz y la Justicia, München, Alemania
Daddy Longleg, banda anarco-punk, Berlin/Münster, Alemania
FAU Mannheim, Alemania
FAU Münsterland, Alemania
Falling Down Records, sello de música libertaria, Münster, Alemania
Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), Frankfurt a.M., Alemania