Veranstaltungsreihe: 40 Jahre Putsch in Chile, 40 Jahre gewaltsame Durchsetzung des Neoliberalismus

Vor 40 Jahren, am 11. September 1973, stürzte das Militär in Chile die demokratisch gewählte sozialistische Regierung von Salvador Allende. Unterstützt wurde sie dabei von der Unternehmerschaft, der USA und auch der BRD. Diese wollten den Versuch Allendes zerstören, gemeinsam mit der Bevölkerung und den sozialen Bewegungen eine auf Gleichheit und Gerechtigkeit aufbauende Gesellschaft zu errichten. Es folgten 17 Jahre Diktatur.

Gleichzeitig wurde Chile zum weltweit ersten Experimentierfeld für eine neoliberale Politik, die gesellschaftliche Solidarität durch Marktmechanismen ersetzte, wenige Menschen reicher werden und große Teile der Bevölkerung verarmen ließ. Bis heute wird diese Politik fortgesetzt und bis heute kämpfen soziale Bewegungen dagegen. In unserer Veranstaltungsreihe wollen wir uns den historischen Ereignissen und den sozialen Kämpfen von damals und heute widmen sowie ihrer Bedeutung für uns und die aktuelle politische Situation diskutieren.

Hier könnt ihr den Flyer zur Reihe runterladen. Unten findet ihr Infos zu den einzelnen Veranstaltungen. Wir freuen uns auf euch und spannende Diskussionen!

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3. September * Der Militärputsch / El golpe de estadoFilm und DiskussionDer Film schildert die turbulente Zeit des Klassenkampfes kurz vor und nach dem brutalen Militärputsch in Chile, der die demokratisch gewählte sozialistische Regierung unter Salvador Allende mit Hilfe u.a. der Regierung der USA und der BRD stürzte. Anschließend Diskussion und Infos zur Demo am 11.9. (Linkes Zentrum, Corneliusstr. 108, Düsseldorf – ab 19 Uhr Kneipe und Essen gegen Spende, ab 19.30 Uhr Film und Diskussion)

11. September * 11. September 1973 – 40 Jahre Putsch in ChileDemo - Zeigen wir unsere Solidarität mit den Aktivist_innen, die während der Diktatur Opfer der brutalen Repression wurden, sowie mit heutigen Aktivist_innen in Chile, die gegen die Folgen der neoliberalen Diktatur und für eine Aufklärung der Verbrechen kämpfen! (HBF/Bertha-von-Suttner-Platz, Düsseldorf – ab 18.30 Uhr)

19. September * Machuca, mein FreundFilm - Der Film erzählt die Freundschaft zweier Jungen aus verschiedenen Gesellschaftsschichten vor und nach dem Putsch. Eindrücklich zeigt er, welche Auswirkungen die gewaltsame Durchsetzung des Neoliberalismus auf das gesellschaftliche Leben, das Bildungssystem und die Freundschaft der beiden Jungen hat. (Linkes Zentrum, Corneliusstr. 108, Düsseldorf – ab 19.30 Uhr Kneipe und Essen gegen Spende, ab 20.30 Uhr Film)

24. September * Neoliberalismus – Was ist das eigentlich?Vortrag und Diskussion - Was steckt hinter dem Wörtchen „neoliberal“ und wie ist der Bezug zum Putsch in Chile vor 40 Jahren? (Linkes Zentrum, Corneliusstr. 108, Düsseldorf – ab 19 Uhr Kneipe, ab 19.30 Uhr Vortrag und Diskussion)

10. Oktober * Die weltweite Durchsetzung des Neoliberalismus und die Kämpfe dagegen – die Beispiele Chile und GriechenlandPodiumsdiskussionChile war das weltweit erste Experimentierfeld des Neoliberalismus. Anschließend wurde dieses Gesellschaftsmodell in fast allen Gesellschaften von Oben und mit Hilfe von Gewalt durchgesetzt – immer begleitet von sozialen Kämpfen dagegen. Jüngstes Beispiel ist etwa Griechenland. Mit verschiedenen Referent_innen diskutieren wir daher über die Durchsetzung des Neoliberalismus und die gesellschaftliche Organisierung dagegen. (zakk, Fichtenstraße 40, Düsseldorf – ab 19 Uhr Kneipe, ab 19.30 Uhr Diskussion)

17. Oktober * Víctor Jara – El Derecho de Vivir en PazFilm - Die eindrucksvolle Doku zieht eine Parallele zwischen dem Leben des Kommunisten und populären chilenischen Sängers Víctor Jara und den gesellschaftlichen Umbrüchen in Chile: Landflucht, kultureller und politischer Aufbruch, schließlich der Militärputsch von 1973 und Staatsterrorismus, dem Víctor Jara zum Opfer fiel: Eine Tag nach dem Militärputsch wurde er verhaftet, tagelang gefoltert und brutal ermordet. (Linkes Zentrum, Corneliusstr. 108, Düsseldorf – ab 19.30 Uhr Kneipe und Essen gegen Spende, ab 20.30 Uhr Film)

7. November * Wenn das Land zur Ware wirdFilm und DiskussionDer Film thematisiert am Beispiel Chiapas/Mexiko, wie überall im Globalen Süden die Natur zur kapitalistischen Ware gemacht und anschließend ausgeplündert wird. Er zeigt auch, wie sich die betroffenen Menschen dagegen wehren und Alternativen leben. Anschließend Diskussion mit den Regisseur_innen. (Linkes Zentrum, Corneliusstr. 108, Düsseldorf – ab 19 Uhr Kneipe und Essen gegen Spende, ab 20.15 Uhr Film und Diskussion)

22. November * El Golpe – der PutschTheaterperformance und Diskussion - Das Stück setzt sich durch unterschiedliche Ausdrucksformen mit den traumatisierenden Erfahrungen von Putsch und Diktatur (nicht nur) in Chile und Lateinamerika auseinander. Anschließend diskutieren wir mit den Künstler_innen. (Linkes Zentrum, Corneliusstr. 108, Düsseldorf – ab 19 Uhr Kneipe und Essen gegen Spende, ab 19.30 Uhr Performance und Diskussion)

Eine Veranstaltungsreihe in Kooperation mit Café Bunte Bilder, dem Referat politische Bildung des AStA der FH Düsseldorf, der Rosa Luxemburg Stiftung NRW und dem zakk.