Archiv für Juli 2013

3.9. – Der Militärputsch / El golpe de estado (Film)

Dienstag, 3.9.2013, ab 19 Uhr Kneipe und Vokü, ab 19.30 Uhr Film (Spanisch mit deutschen Untertiteln) und Diskussion
Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf


Am 11. September 1973 stürzte das Militär gewaltsam die demokratisch gewählte sozialistische Regierung Salvador Allendes in Chile. Die von Unternehmen, der BRD, den USA und anderen westlichen Staaten unterstützte Armee errichtete anschließend einen brutalen Repressionsstaat, dem hunderttausende Menschen durch Mord, Folter und Flucht zum Opfer fielen. Parallel wurde eine neue Wirtschaftspolitik gewaltsam durchgesetzt: Chile wurde zum weltweit ersten Experimentierfeld des Neoliberalismus, der bis heute vielen Gesellschaften mit brutalen Mitteln von Oben aufgezwungen wird – aktuell auch Griechenland und Portugal.

Der Film schildert die Zeit kurz vor und nach dem Militärputsch, in der der Klassenkampf in Chile besonders ausgeprägt war und zeigt die Einmischung der USA. Er ist der 2. Teil der Dokumentarfilmreihe „Die Schlacht um Chile: Der Kampf eines unbewaffneten Volkes“. Diese wurde in den Straßen von Santiago de Chile, den Kupferbergwerken und Salpeterminen gedreht und ist die einzige, die über das letzte Regierungsjahr der Volksregierung Unidad Popular berichtet. Das Filmmaterial konnte nach dem Putsch sichergestellt und die Filmreihe 1975 auf Kuba fertiggestellt werden.

Eingerahmt wird der Film von einer Einführung und Diskussion über die historischen Ereignisse und ihre Bedeutung für heute. Außerdem wollen wir hier über die geplante Demonstration aus Anlass des 40. Jahrestages des Putsches am 11. September 2013 in Düsseldorf informieren.

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf

No Humboldt 21!

Zusammen mit einem breiten Bündnis von zivilgesellschaftlichen Organisationen haben wir die Kampagne „No Humboldt 21!“ unterzeichnet, die sich gegen das Humboldt-Forum im gerade wieder errichteten Berliner Schloss richtet. Dort sollen die ethnologischen Sammlungen Berlins gezeigt werden, die zum Großteil bei kolonialen Eroberungen und späteren Raubzügen nach Berlin kamen. Die Ausstellung dieser Beutekunst und anderem kolonialem Raubgut im wiedererrichteten Schloss der Hohenzollern, die für den deutschen Kolonialismus und den Raubzug hauptverantwortlich waren, lehnt wir als Respektlosigkeit gegenüber den Opfern und ihren Nachfahren ab.

Gemeinsam fordern wir die Aussetzung der Arbeit am Humboldt-Forum im Berliner Schloss und eine breite öffentliche Debatte: Das vorliegende Konzept verletzt die Würde und die Eigentumsrechte von Menschen in allen Teilen der Welt, ist eurozentrisch und restaurativ. Es steht einem gleichberechtigten Zusammenleben in der Migrationsgesellschaft entgegen.

Unter www.no-humboldt21.de findet ihr weitere Infos zur Kampagne – dort könnt ihr den Aufruf als Einzelpersonen und Organisationen ebenfalls unterzeichnen. – Gerne weiterverbreiten!

Hier auch die spanische Übersetzung des Aufrufs.