Archiv für März 2013

13.7. – ¡Cumpleaños Feliz! – Fünf Jahre ¡Alerta! mit Sirte Power, Nim Alae und DJ Inti Che

Samstag, 13.7.2013, ab 20.30 Uhr
AK-47, Kiefernstr. 23, Düsseldorf

Nach insgesamt 75 Veranstaltungen, spannendem Austausch und Diskussionen mit kämpfenden Menschen in Lateinamerika und Deutschland, ein paar Aktionen und viel Spaß in den letzten 5 Jahren, dachten wir, es ist Zeit für eine kleine Geburtstags-Party.

Mit dabei sind alte Freunde:
SIRTE POWER (Cumbia, Reggae, Latin, Ska – Argentinien),
NIM ALAE und DJ INTI CHE (politischer Hip Hop – Berlin / Guatemala / Argentinien)
anschließend DJ INTI CHE

Feier mit uns – hier ein erster Vorgeschmack:

31.5./1.6. – Blockupy Frankfurt – Auf zum Widerstand im Herzen des Europäischen Krisenregimes!

Wir unterstützen den Aufruf des breite bundesweiten Bündnis Blockupy und rufen alle zum Protest gegen die Verarmungspolitik durch die EU-Krisenpolitik am 31. Mai und 1. Juni in Frankfurt auf:

Auch in diesem Jahr gibt es wieder europäische Tage des Protestes gegen das Krisenregime der Europäischen Union. Am 31. Mai und 1. Juni 2013 wollen wir den Widerstand gegen die Verarmungspolitik von Regierung und Troika – der EZB, der EU-Kommission und des IWF – in eines der Zentren des europäischen Krisenregimes tragen: an den Sitz der Europäischen Zentralbank (EZB) und vieler deutscher Banken und Konzerne in Frankfurt am Main – den Profiteuren dieser Politik.

Hier findet ihr den kompletten Aufruf. Weitere Infos findet ihr hier:

Blockupy Banner

Lokale Info- und Mobilisierungsveranstaltungen sowie Infos zu den Bussen, die zu den Protesten fahren, findet ihr (bald) auf der Website von Blockupy NRW.

Solidarität mit allen Menschen in Europa und weltweit, die unter der Politik der EU zu leiden haben! Kommt mit uns! Auf zum Widerstand im Herzen des Europäischen Krisenregimes!

25.5. – Konzert mit La Resistencia D’ México und Simple Tings

Samstag, 25.5.2013, ab 21 Uhr Einlass
Autonomes Zentrum, Markomannenstr. 3, Wuppertal

Nach der Demo „Das Problem heißt Rassismus“ in Solingen laden wir ein zum gemeinsamen Tanzen und Spaß haben.

Die Latino-Ska-Punk-Band La Resistencia D’ México aus der Nähe von Mexiko-Stadt begleitet seit 20 Jahren mit ihrer Musik soziale Kämpfe in Mexiko – darunter der Studierendenstreik an der UNAM, den zapatistischen Aufstand und die Proteste von Atenco. Ihre Musik läd sowohl zum Kämpfen als auch zum Feiern ein und liegt irgendwo zwischen Mano Negra und Kortatu.

Mit dabei ist die lokalen Reggae/Dancehall-Helden Simple Tings aus Wuppertal.

Hier ein Vorgeschmack:

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf und dem AZ Wuppertal

25.5. – Demo: Das Problem heißt Rassismus!

Anlässlich des 20. Jahrestages des rassistischen Brandanschlags von Solingen rufen wir zusammen mit vielen anderen Gruppen und Organisationen zur großen bundesweiten Demonstration am 25. Mai, 13 Uhr in Solingen auf.

Hier findet ihr den Aufruf auf Spanisch.

Mehr Infos und der komplette Aufruf hier:

Am 29. Mai 1993 starben in Solingen 5 Mitglieder der Familie Genç bei einem Brandanschlag. Beinahe zeitgleich wurde durch die sogenannte Drittstaatenregelung das Grundrecht auf Asyl in Deutschland faktisch abgeschafft. Beide Ereignisse jähren sich jetzt zum 20. Mal.

Der Solinger Brandanschlag geschah in einem von extremem Rassismus geprägten gesellschaftlichen Klima: Politik und Medien hetzten mit der Parole „Das Boot ist voll!“ gegen „Ausländer“, und bei den Pogromen von Hoyerswerda und Rostock-Lichtenhagen applaudierten „brave Bürger_innen“ der Nazigewalt, während Polizei und Behörden tatenlos zusahen. Rund 2.000 Menschen wurden 1992 Opfer rassistischer Gewalt; 17 Menschen wurden von Neonazis ermordet.

Auch in Solingen existierte eine extrem rechte Szene. Drei der vier Täter trainierten in einer Kampfsportschule, deren extrem rechter Leiter, Bernd Schmitt, V-Mann des Verfassungsschutz war.

Heute, 20 Jahre später, wird gegen die Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) ermittelt. Diese ermordeten mindestens neun Menschen aus rassistischen Motiven, verübten zwei Anschläge in Köln und erschossen in Heilbronn eine Polizistin. Die Fahndungsbehörden ermittelten im „migrantischen Milieu“, denn die Existenz einer Naziterrorgruppe schien angeblich unvorstellbar – obwohl VS-Behörden auch in diesem Fall jahrelang Personen aus dem Umfeld der Terrorgruppe als V-Leute bezahlt hatten.

Migrant_innen werden in Deutschland allerdings nicht nur durch militante Neonazis, sondern auch durch institutionellen und gesellschaftlichen Rassismus bedroht: Die Abschiebepolitik Deutschlands hat zahlreiche Menschenleben auf dem Gewissen und in den Talkshows wird gegen den angeblichen „Asylmissbrauch“ osteuropäischer Roma gehetzt – 20 Jahre nach den Morden von Solingen, 20 Jahre nach der Abschaffung des Grundrechts auf Asyl gründen sich wieder Bürgerinitiativen „gegen Asylantenheime“.

- Wir solidarisieren uns mit den Opfern von Rassismus und unterstützen Geflüchtete in ihren Kämpfen für das Recht zu leben, wo immer sie wollen! – Grenzen auf!
- Wir fordern die Auflösung des Verfassungsschutzes und den sofortiger Stopp jeglicher Subventionen rechter Organisationen durch staatliche Behörden!
- Das Problem heißt Rassismus! Fight rascism now!

24.5. – Widerstand, Repression und der gemeinsame Kampf in Atenco / Mexiko

Berichte und politischer Austausch mit Ignacio del Valle

Freitag, 24.5.2013, ab 18 Uhr Kneipe und Essen gegen Spende, ab 18.30 Uhr Kurzdoku, Bericht, Diskussion, Performance, Austausch mit Ignacio del Valle, Atenco/Mexiko (bis ca. 23 Uhr)
Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf

Die Gemeinde Atenco, in der Nähe von Mexiko-Stadt, gilt in Mexiko heute als Symbol erfolgreichen und unbeugsamen Widerstands und starker Solidarität. Sie gilt gleichzeitig als Symbol für massive staatliche Repression und die Straflosigkeit der Verantwortlichen. Erfolgreich hat sich die kleinbäuerliche Gemeinde gegen den Bau eines Großflughafens und die Enteignung ihres Landes gewehrt, erklärte sich anschließend autonom und nahm an vielen politischen Kämpfen in Mexiko solidarisch Anteil. Die Mächtigen rächten sich dafür mit einer der brutalsten Polizeiangriffe in der jüngeren mexikanischen Geschichte. Außerdem wurden die Anführer_innen des Kampfes in Schauprozessen zu langen Haftstrafen verurteilt – Ignacio del Valle etwa zu 112 Jahren. Doch die Urteile gegen sie wurden aufgrund großer Solidarität und einer internationalen Kampagne aufgehoben.

Um sich für die gezeigte Solidarität zu bedanken und die Verbindungen im gemeinsamen Kampf gegen den neoliberalen Kapitalismus zu stärken, reist nun Ignacio del Valle, der wichtigste und bekannteste Vertreter der Bewegung von Atenco, durch Europa. Er möchte über den langen Kampf der Gemeinde und ihre Erfahrungen dabei berichten. Außerdem möchte er konkrete Kämpfe und gesellschaftliche Alternativen aus Düsseldorf und Umgebung kennenlernen und sich mit lokalen Aktivist_innen austauschen. Ein mitreisendes Filmteam wird außerdem eine Doku über Kämpfe und Widerstände in Europa drehen.

Ignacio und wir laden daher explizit Aktivist_innen und Vertreter_innen von politischen Gruppen, sozialen Kämpfen und gesellschaftlichen Alternativprojekten ein, sich über ihre jeweiligen Erfahrungen und Ideen auszutauschen.

Mehr Infos auch in diesem Artikel in der aktuellen Ausgabe der terz.

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf und Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW

16.5. – Die Kraft der Schmetterlinge / La fuerza de las mariposas – Teil II

Donnerstag, 16.5.2013, ab 19.30 Uhr Kneipe und Essen gegen Spende, ab 20.15 Uhr Film (Spanisch mit deutschen Untertiteln) und Diskussion
Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf

Im Rahmen der Chaostheorie spricht man vom „Schmetterlingseffekt“, was bedeutet, dass kleine Abweichungen langfristig ein ganzes System vollständig verändern können… angesichts wachsenden Unmuts und Widerstands betonen Politiker_innen weltweit immer wieder, dass es keine Alternativen zum neoliberalen, kapitalistischen Wirtschafts- und Lebenskonzept gäbe. Diese Alternativen werden aber im Kleinen bereits an vielen Orten der Welt umgesetzt und mit Leben gefüllt: Die neue „Die Kraft der Schmetterlinge” handelt von Menschen in Mittelamerika, die sich zusammentun, sich selbstbestimmt organisieren und so konkrete Alternativen schaffen.

Ob autonomes Gesundheitssystem, kommunale Radios, Kunst aus Müll oder der Bau von Maschinen, die mit Fahrrädern angetrieben werden: All diese Beispiele zeigen, dass es anders geht und dass das Spaß macht. Und sie sind Inspirationen für alternative und selbstbestimmte Lebens- und Gesellschaftsentwürfe hier bei uns.

Heute zeigen wir den zweiten Teil dieser anregenden Doku (1. Teil am 2. Mai), der auch ohne Kenntnis des ersten Teils ohne Probleme angeschaut werden kann, und diskutieren danach gemeinsam.

Mehr Infos auch unter: http://alegre-rebeldia.de

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf und Café Bunte Bilder

2.5. – Die Kraft der Schmetterlinge / La fuerza de las mariposas – Teil I

Donnerstag, 2.5.2013, ab 19.30 Uhr Kneipe und Essen gegen Spende, ab 20.15 Uhr Film (Spanisch mit deutschen Untertiteln) und Diskussion mit der Regisseurin
Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf

Im Rahmen der Chaostheorie spricht man vom „Schmetterlingseffekt“, was bedeutet, dass kleine Abweichungen langfristig ein ganzes System vollständig verändern können… angesichts wachsenden Unmuts und Widerstands betonen Politiker_innen weltweit immer wieder, dass es keine Alternativen zum neoliberalen, kapitalistischen Wirtschafts- und Lebenskonzept gäbe. Diese Alternativen werden aber im Kleinen bereits an vielen Orten der Welt umgesetzt und mit Leben gefüllt: Die neue „Die Kraft der Schmetterlinge” handelt von Menschen in Mittelamerika, die sich zusammentun, sich selbstbestimmt organisieren und so konkrete Alternativen schaffen.

Ob autonomes Gesundheitssystem, kommunale Radios, Kunst aus Müll oder der Bau von Maschinen, die mit Fahrrädern angetrieben werden: All diese Beispiele zeigen, dass es anders geht und dass das Spaß macht. Und sie sind Inspirationen für alternative und selbstbestimmte Lebens- und Gesellschaftsentwürfe hier bei uns.

In Anwesenheit der Regisseurin, die für den Film verschiedene Projekte zwischen Mexiko und Panama besuchte, zeigen wir heute den ersten Teil der Doku und diskutieren gemeinsam. Der zweite Teil folgt dann am 16. Mai. Beide Teile sind auch unabhängig voneinander sinnvoll anzusehen.

Mehr Infos auch unter: http://alegre-rebeldia.de

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf, Café Bunte Bilder und Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW

21.4. – Droht in Venezuela ein reaktionärer Putsch? – Aktuelle Berichte und Diskussion

Sonntag, 21.4.2013, ab 17.30 Uhr Kaffee und Kuchen, ab 18 Uhr Vortrag und Diskussion mit Dario Azzellini
Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf

Am Sonntag wollte uns eigentlich die venezolanischen Comuna-Aktivistin Atenea Jimenez von der dortigen Stadtteil-Basisorganisierung und der Situation nach den Wahlen berichten (hier die Ankündigung). Atenea hat sich aufgrund der aktuellen Ereignisse in Venezuela dazu entschieden, nicht nach Deutschland zu kommen, sondern gemeinsam mit ihren Genoss_innen die Angriffe der reaktionären Opposition abzuwehren. Die Angst vor einem Putsch, der die jahrelangen Errungenschaften der gesellschaftlichen Transformationsprozesse zu Nichte machen würde, ist zur Zeit groß. (hier findet ihr aktuelle Infos)

An ihrer Stelle wird uns mit Dario Azzellini ein langjähriger Kenner Venezuelas (u.a. Regisseur der Doku „Comuna im Aufbau“, Autor, Politikwissenschaftler) einem Überblick über die Ereignisse der letzten Woche geben und uns berichten, wie die Basisbewegungen in Venezuela den aktuellen Prozess erleben. Anschließend werden wir diskutieren und überlegen, wie wir den Aktivist_innen und sozialen Bewegungen in Venezuela unsere Solidarität praktisch zeigen können.

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf, I Furiosi und see red! Interventionistische Linke Düsseldorf

21.4. – Selbstverwaltung in Venezuela – Die Rätebewegung und die Bolivarianische Revolution aus Sicht einer Aktivistin

Sonntag, 21.4.2013, ab 17.30 Uhr Kaffee und Kuchen, ab 18 Uhr Vortrag und Diskussion mit der venezolanischen Comuna-Aktivistin Atenea Jimenez
Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf

ACHTUNG! – AUFGRUND DER AKTUELLEN EREIGNISSE IN VENEZUELA GAB ES VERÄNDERUNGEN BEI DIESER VERANSTALTUNG – HIER FINDEST DU DIE AKTUELLE ANKÜNDIGUNG

Venezuelas „Bolivarianische Revolution“, das staatlich getragene Projekt eines „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“, ist mittlerweile in aller Munde – ob als Angstmacher oder als Hoffnungsschimmer. Doch die Diskussion hierzulande drehte sich bisher vor allem um den schillernde Präsidenten Hugo Chávez und seinen außenpolitischen Kurs. Die vielfältigen kollektiven Prozesse an der politischen Basis erhielten hingegen nur selten Aufmerksamkeit.

Die Perspektive von der gesellschaftlichen Basis bieten jedoch eine neue Sicht auf die Prozesse der sozialen und politischen Transformation in Venezuela: Die Comuna-Bewegung begann schon viele Jahre vor Chávez Regierungsantritt mit der autonomen Basisorganisierung. Heute ist sie zentraler Bestandteil der unter Chávez begonnen Transformationsprozesse und sorgt für breite gesellschaftliche Teilhabe der Bürger_innen. Für die Bewegung bedeutet dies allerdings einen ständigen Balanceakt zwischen Kooperation und Autonomie gegenüber der Regierung. Bleiben die politischen Zielsetzungen und Ideale der Organisierung von Unten trotz Zusammenarbeit mit der Staatsmacht erhalten? Oder führt dies unweigerlich zu einer Korrumpierung des ursprünglichen politischen Projekts?

Die venezolanische Comuna-Aktivistin Atenea Jimenezberichtet uns über Entstehung, Ziele und Strategien der Bewegung sowie ihre Sicht auf den Transformationsprozess in Venezuela. Welche Erfahrungen lassen sich aus all dem für Venezuela und politische Basisorganisierung hierzulande ziehen? Und natürlich wollen wir die Gelegenheit nutzen, um zu diskutieren, welche Bedeutung dem Tod von Hugo Chávez für die Zukunft Venezuelas hat und wie die Ergebnisse der Neuwahlen vom 14. April 2013 zu bewerten sind.

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Einen guten Einblick in die Comuna-Bewegung liefert auch dieser Ausschnitt aus der Doku „Comuna im Aufbau“:

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Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf, I Furiosi und see red! Interventionistische Linke Düsseldorf

Incluso 20 años después del incendio en Solingen: El problema se llama ¡Racismo!

El 29 de Mayo murieron en el incendio de solingen 5 integrantes de la familia de Genç. Casi al mismo tiempo y en esa misma atmósfera el derecho fundamental a asilo político en alemania quedó prácticamente abolido por la llamada regulación del “tercer país seguro”. En éste año se conmemora el aniversario número 20 de ambos eventos.

El incendio de Solingen sucede en medio de un clima socialmente impregando de racismo extremo: Politicos y medios de comununicación acosan contra „extranjeros“ con el lema „La barca está llena!“ y mientras es aplaudida la violencia Nazi por el progromo de „buenos ciudadanos y ciudadanas“ de Hoyerswerda und Rostock-Lichtenhagen, las autoridades y la policía son espectadores pasivos. Alrededor de 2.000 personas han sido víctimas de la violencia racista en 1992, 17 personas fueron asesinadas por los neonazis.

En Solingen también existió un ámbito de extrema derecha. tres de los cuatro autores del incendio, se entrenaron en una escuela de artes marciales, cuyo dirigente Bernd Schmitt mantenía contacto con „El frente Nacionalista“ y adiestró neonazis para ataques a sus contrincantes políticos. Vendió su conocimiento del ámbito de extrema derecha a la Oficina de Protección de la Constitución (el servicio secreto de Alemania), que lo había reclutado como agente secreto.

Hoy 20 años después, se inciará el proceso contra el grupo terrorista de ultraderecha „Clandestinidad Nacional-socialista“ (NSU), Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos y Beate Zschäpe asesinaron por lo menos a nueve personas por motivos de racismo, perpetraron dos ataques en Colonia y dispararon a una mujer policía en Heilbronn. Las autoridades investigaron en el „entorno inmigrante“, porque la existencia del grupo terrorista nazi supuestamente parecía inconcebible. – No obstante que las autoridades de la Oficina de Protección a la Constitución, también como en otros casos, habían pagado durante años a personas del ámbito del trio del NSU como agentes secretos.

Los migrantes en alemania sin embargo, no sólo son amenazados por militantes neonazis, sino también por el racismo institucional y social: La deportación política en alemania tiene muchas vidas en su conciencia y en los programas de entrevistas de televisión se ha incitado contra el „abuso de asilo“ de romaníes procedentes de Europa del este – 20 años después de los asesinatos de Solingen, 20 años después de la abolición del derecho fundamental de Asilo se fomentan nuevamente iniciativas ciudadanas „contra las casas para solicitantes de asilo“.

- Expresamos nuestra solidaridad con las víctimas del racismo y apoyamos a migrantes en su lucha por el derecho a vivir donde quieran!

- Hacemos un llamado para la disolución de la la Oficina federal de Protección a la Constitución y al cese inmediato al respaldo de las organizaciones de derecha por parte de autoridades estatales!

- El problema se llama racismo! Lucha contra el racismo ahora!

SIE UND WIR. VI. Die Blicke – 6. Teil: Él Somos [er sind wir].

ZAPATISTISCHE ARMEE DER NATIONALEN BEFREIUNG.
MEXIKO.

14. Februar 2013

Für: Die Anhängerinnen und Anhänger der Sexta auf der ganzen Welt

Von: Subcomandante Insurgente Moises

Die Zeit ist gekommen, und auch der Moment. Wie diese Zeiten, die alle Menschen in sich tragen, ob sie gute oder schlechte Personen sind, eine/einer wird geboren, kommt, stirbt und geht. Das sind Abschnitte. Aber es gibt eine andere Zeit, in der eine/einer entscheiden kann, wohin er gehen wird, wenn bereits Zeit ist, die Zeit zu sehen, das heißt, wenn Du das Leben bereits verstehst, wie das Leben sein soll, hier auf dieser Erde, dass niemand Eigentümer dessen sein kann, was der Welt gehört.

Wir wurden als Indigene geboren und wir sind Indigene, wir sind gekommen und wir wissen, dass wir wieder gehen müssen, das ist ein Naturgesetz. Wir haben begonnen, das Leben zu beschreiten, und sie haben uns zu verstehen gegeben, dass wir Indigene nicht gut vorankommen, wir haben gesehen, was mit unseren Ur-Ur-Urgroßeltern geschehen ist, nämlich die Jahre 1521, 1810 und 1910, wir waren immer die, die sie benützt haben, die ihr Leben hingegeben haben, damit andere die Machtleiter hinaufsteigen konnten, damit sie uns dann neuerlich geringschätzigen, berauben, unterdrücken und ausbeuten.

Und wir haben eine dritte Zeit gefunden. Das ist der Ort, wo wir sind, wir gehen schon eine ganze Weile diesen Weg, wir laufen und wir lernen, wir arbeiten, wir fallen und wir richten uns wieder auf. Das ist deshalb so groß, weil man sein Band füllen muss, um aufzunehmen, um dann wiederzugeben mit weiteren Leben aus anderen Zeiten. Ja, sie haben unsere Umhängetasche mit Bändern gefüllt, obwohl einige nicht mehr dabei sind. Aber es bleiben die, die weitergehen, und so folgt was folgt, und es fehlt was fehlt, bis wir ans Ende kommen, und die andere Arbeit, die der Konstruktion beginnen werden, wo eine andere Geburt einer anderen Welt beginnt, wo es nicht mehr erlaubt sein wird, dass sie uns wieder kaputt machen, dort wird es nicht mehr möglich sein, dass wir, die Ureinwohner vergessen werden, wir werden das nicht mehr erlauben, wir haben bereits gelernt. Wir wollen ein gutes Leben, in Gleichheit, sowohl auf dem Land wie auch in der Stadt, wo die Bevölkerung befiehlt und der, der an der Regierung sitzt, befolgt, und wenn er/sie das nicht tut, wird er rausgeworfen und es kommt eine andere Regierung.

Ja, wir sind Indigene, wir bearbeiten die Mutter Erde, wir können mit dem Werkzeug umgehen um die Nahrung, die uns Mutter Erde gibt hervorzuholen. Wir gehören verschiedenen Bevölkerungsgruppen an, wir haben verschiedene Sprachen. Meine Muttersprache ist Tzeltal, aber ich verstehe auch Tzotzil und Chol, und das Spanisch habe ich in der Organisation gelernt, von meinen Compañeras und Compañeros. Und jetzt bin ich das, was wir sind und zusammen mit meinen Compañeros habe ich gelernt was wir wollen, um in einer neuen Welt zu leben.

-*-

Ich schreibe das im Namen aller Zapatistinnen und Zapatisten, während der Sup seinen Computer kaputt gemacht hat, und ich habe gesehen, wie er ging um ihn zu reparieren, und ich fragte ihn, was denn mit seinem Computer passiert sei und er sagte, dass der Switch eingegangen sei, er sagte ach, nichts weiter, und er trug einen Meißel und ein 5 kg-schweres Stemmeisen mit sich. Ich meinte, dass er nicht mehr reparabel ist. Er sagte zu mir, dass ich mit Euch sprechen soll damit Ihr den kennenlernt, der für das Aufpassen an der Tür zuständig ist, so wie auch wir Euch kennenlernen, durch das, war Ihr schreibt und überall sagt, und was man uns erzählt und erzählt hat als Compañeras und Compañeros der Sexta, die wir sind.

Ein wenig verstehe ich auch auf dem Computer herumzuhacken und vor langer Zeit haben sie mir einen gegeben um zu lernen. Jetzt ist die Zeit gekommen, dass ich auch schreibe, aber es ist mir peinlich, hoffentlich geht es mir nicht wie den Sup, dass ich den Computer kaputt mache, aber ich habe eine schnelle Lösung, ein Axthieb und Schluss damit, und her mit Bleistift und Heft. Und die Angelegenheit ist aus der Welt geschafft.

Und wie auch immer, ich muss Euch sagen, dass das sich aus dem Fenster hinauslehnen, was die Aufgabe vom Sup sein wird, noch nicht ganz beschlossen ist. Das heißt, es fehlt was fehlt, aber vorerst muss der Sup das Problem mit seinem Computer lösen.

Ja, der Sup hat die Aufgabe, aus dem Fenster zu schauen um die zu sehen, die sagen, dass sie ´gut´ sind, die für die einfachen Leute kämpfen und diese angeführt haben, aber es hat nichts geholfen und es gelingt ihnen nicht, sie sagen, weil die einfachen Leute nicht verstehen, sie dagegen verstehen alles, wie was zu machen ist, aber keiner folgt ihnen. Warum? Das verstehen sie nicht, und sie werden es nie verstehen, denn sie denken nur an oben, schauen nach oben, und sie wollen hinauf, weiter hinauf.
Gut, das und vieles mehr ist die Aufgabe des Sup, denn er muss auf das Fenster aufpassen, wie ein Rahmen auf das Fenster.

Er muss auch schauen und wissen was mit denen los ist, die denen nicht folgen, die nur nach oben schauen. Warum sind sie so, was denken sie, wie denken sie, wir glauben, dass sie vielleicht so denken wie wir, die Zapatistinnen und Zpatisten, dass es schon Gesetz sein müsste, dass die Bevölkerung befiehlt und die Regierung gehorcht.

Und es ist auch seine Aufgabe die Kritiken, Beschimpfungen und Beleidigungen entgegenzunehmen und den Spott derer, die draußen sind. Aber diese Beschimpfungen und Lügen machen ihm nichts aus, er lacht nur darüber, denn wir haben ihn dafür vorbereitet, aus Nieroster-Stahl. Und es tut ihm nicht weh, gut, manchmal tut ihm was weh, der Bauch, vor lauter Lachen über das, was sie ihm sagen.

Und er sagt zu mir, dass sie vielleicht bald auch mich verspotten werden, oder wer gerade immer sichtbar ist. Aber da kann man nichts machen, so ist es, unversehens kann ich es sein, von dem sie Karikaturen zeichnen oder beschimpfen oder verspotten, weil ich Indigener bin, so wie sie ihn verspotten weil er ist, was er ist. Aber uns interessieren nur die Leute, die kämpfen damit die Ungerechtigkeit ein Ende nimmt, das heißt, so lange sie uns keine Kugeln und Bomben schicken, macht uns das gar nichts aus. Und wenn sie das tun, naja, da gibt es schon andere Compañeras und Compañeros bereit für jedwede Aufgabe, und immer heißt es kämpfen. Das heißt, wir sind zu allem bereit und wir haben keine Angst.

In diesen Jahren, sagt der Sup, verdecken sie vielen Menschen die Sicht durch das Fenster, aber man sieht auch gleich, wer uns ähnlich ist und er wollte zählen, wie viele das sind und er hat sich verzählt und so macht er es auf unsere Art, also wie wir, die Indigenen: Un chingo, ein Riesenhaufen. Wie viele sind es, frage ich ihn. Viele Männer, viele Frauen sagte er. Aha, sagte ich. Und das bestätigt uns, dass es viele geben wird, die so sind wie wir und es wird der Tag kommen, da wir mit ihnen sagen werden: ´das sind wir´, ohne dass es wichtig ist, ob wir Indigene oder Nicht-Indigene sind.

Und so sind wir organisiert, also die einen machen eine Sache, die anderen was anderes. Zum Beispiel ist der supmarcos jetzt für das Fenster zuständig, ich für die Tür und andere müssen andere Aufgaben erledigen.

Und jetzt erinnern wir uns an einen Compañero, der fuer alle Zapatistinnen und Zapatisten unvergesslich ist, der SubPedro, der uns in den letzten Dezember-Tagen des Jahres 1993 sagte, dass wir lernen müssen, denn eines Tages werden wir an der Reihe sein. Wir werden mit Arbeitern, Landarbeitern, Jungen, Kindern, Frauen, Männern und Alten aus Mexiko und aus der ganzen Welt kämpfen. Das war die Wahrheit und das ist die Wahrheit, obwohl er jetzt nicht mehr bei uns ist. Die Wahrheit der Wahrheit hat begonnen, wenn man für die einfachen Leute kämpft.

Also Compas, jetzt wisst Ihr denn, dass ich für die Tür zuständig bin, dass ich auf die neue Form des Arbeitens mit den Compañeros und Compañeras achten werde, die kommen werden um zu lernen, was meine zapatistischen Compañeros und Compañeras in vielen Jahren aufgebaut haben und was wir jetzt sind.

-*-

Denn wir glauben und vertrauen den einfachen Leuten. Es ist an der Zeit, etwas zu unternehmen, gegen das, was wir so viele Jahre gesehen und erlebt haben, gegen das Leid, das sie uns zugefügt haben und es ist Zeit, dass wir unsere Gedankenzusammentun und lernen und dann arbeiten und uns organisieren. Wie gut, dass wir das bereits machen können, durch all die Erfahrungen, die wir gesammelt haben und das hilft uns, nicht mehr den gleichen Formen zu folgen, wie sie uns bisher aufgezwungen wurden.

So lange wir nicht tun, was die Gemeinden wollen, solange werden uns die Gemeinden nicht folgen. Und um nicht in den gleichen Fehler zu verfallen, müssen wir nur unsere Vergangenheit betrachten. Etwas Neues schaffen, etwas das wirklich Wort und Gedanken, Entscheidung und Analyse, Vorschlag der einfachen Leute ist, das muss dann von den einfachen Leuten durchdacht werden und zum Schluss von ihnen entschieden werden.

So haben wir ungefähr 10 Jahre im Untergrund gearbeitet und Ihr hat uns nicht gekannt. ¨Eines Tages werden sie uns kennen´, haben wir uns gesagt und so haben wir all diese Jahre gearbeitet. Und eines Tages beschlossen wir, dass es Zeit ist, dass Ihr uns kennen lernt. Jetzt ist es schon 19 Jahre her, dass Ihr uns kennengelernt haben, und Ihr entscheidet, ob es gut oder schlecht war, was wir machen. Meine Compañer@s sagen uns, es geht ihnen besser, seit es die autonomen Regierungen gibt. Sie, die Männer und Frauen merken, was die wirkliche Demokratie ist, die sie mit ihrem Gemeinden praktizieren, und dass es keine Demokratie ist, die nur alle 3 oder 6 Jahre praktiziert wird. Demokratie wird in jedem Dorf gelebt, in autonomen Gemeindeversammlungen und in den Versammlungen der Zonen, welche die Räte der Guten Regierungen machen, und in der Versammlung, wo alle Zonen sich treffen, die die Räte der Guten Regierungen kontrollieren herrscht Demokratie. Das heißt, Demokratie wird täglich gelebt, in allen Instanzen der autonomen Regierung und zusammen mit dem Gemeinden, Frauen und Männern. Demokratisch werden alle Fragen des Lebens behandelt, sie fühlen, dass die Demokratie ihnen gehört, denn sie diskutieren, überlegen, schlagen vor, analysieren und entscheiden am Ende über die Themen.

Sie, die Männer und Frauen sagen und fragen: Wie wird dieses Land und diese Welt sein, wenn wir uns organisieren, zusammen mit den anderen indigenen Brüdern und Schwestern und auch mit den Brüdern und Schwestern, die keine Indigene sind? Die Antwort ist ein großes Lächeln der Freude, denn sie haben die Ergebnisse ihrer Arbeit, das, was sie machen, in ihren Händen.

Ja so ist, es ist nur nötig, dass wir uns organisieren, die Armen vom Land und die Armen aus der Stadt, ohne dass uns jemand befiehlt, nur wir selber, die, die wir wählen, nicht jene, die nur an die Macht kommen möchten und wenn sie an der Macht sind, dann vergessen sie uns und dann kommt ein anderer daher, und es sieht aus, dass jetzt wirklich alles anders wird aber alles geht weiter, im gleichen Ton. Sie werden ihre Versprechungen nicht einhalten, wir wissen es, sie wissen es, eigentlich ist es unnütz, darüber zu schreiben, aber so geht es uns in diesem Land. Es ist hoffnungslos und anstrengend und schrecklich.

Wir Armen wissen, welches Leben wir wollen und was das Beste für uns ist, aber sie lassen es nicht zu, denn sie wissen, dass wir der Ausnützung und den Ausbeutern den Garaus machen werden und ein neues Leben ohne Ausbeutung gründen werden. Es wird für uns nicht schwierig sein, denn wir wissen, wie die Änderungen aussehen müssen, denn alles, was wir erlitten haben, bedarf einer Änderung. Die Ungerechtigkeiten, die Schmerzen, die Trauer, der Missbrauch, die Ungleichheit, die miesen Manipulationen, die schlechten Gesetze, die Verfolgungen, die Folterungen, die Gefängnisse und viele andere schlechte Dinge, unter denen wir leiden, wir wissen sehr wohl, dass wir nicht wiederholen werden, was uns den gleichen Schaden zufügen wird. So wie wir hier, wir Zapatistinnen und Zapatisten sagen, wenn wir uns irren, dann müssen wir den Mut haben, neuerlich zu korrigieren, nicht so, wie das jetzt ist, die einen bauen Scheiße, alle anderen müssen das auslöffeln, das heißt, die jetzt die Scheiße bauen, das sind die Abgeordneten, die Senatoren und die schlechten Regierungen auf der ganzen Welt, und die einfachen Leute müssen das Ganze auslöffeln.

Man muss nicht sehr gelehrt sein, noch ist es nötig, ein gutes Spanisch zu sprechen, auch muss man nicht belesen sein. Wir sagen nicht, dass das unnütz ist, sondern nötig um zu arbeiten, ja, es ist nützlich denn es hilft uns, ordentlich zu arbeiten, das heißt, es ist ein Arbeitswerkzeug, damit wir kommunizieren können. Was wir sagen wollen, ist die Veränderung, wir können die Veränderung vollziehen, es ist nicht nötig, dass jemand kommt und seine Kampagne macht um uns zu sagen, dass er oder sie die Veränderung sein wird, so als ob wir, die Ausgebeuteten nicht wüssten, wie eine Veränderung aussehen muss, die wir wollen. Versteht Ihr mich? Indigene Brüder und Schwestern und mexikanische Bevölkerung, indigene Brüder und Schwerstern auf der ganzen Welt, nicht-indigene Brüder und Schwestern auf der ganzen Welt?

Also, Brüder und Schwestern, Indigene und Nicht-Indigene, Arme, macht mit beim Kampf, organisiert Euch, sprecht miteinander, lasst Euch nicht befehlen oder schaut sehr genau auf die, die auf Grund Eurer Entscheidung befehlen dürfen, dass sie auch das machen, was Ihr entscheidet, und Ihr werdet sehen, die Dinge gehen ihren Lauf, ähnlich wie bei uns hier, bei den Zapatistinnen und Zapatisten.

Hört nicht auf zu kämpfen, so wie die Ausbeuter nicht aufhören werden, uns auszubeuten, Ihr müsst kämpfen, bis die Ausbeutung ihr Ende findet. Niemand wird das für uns tun, nur wir selber. Wir nehmen die Zügel in die Hand, das Steuer und wir bringen unser Schicksal dorthin, wo wir wollen, und wir wollen, dass die Bevölkerung befiehlt. Dann ist die Bevölkerung die Demokratie, sie korrigiert sich und folgt. Nicht wie jetzt, wo 500 Abgeordnete und 228 Senatoren Scheiße verursachen und Millionen müssen unter dem todbringenden Gestank und Gift leiden, und das sind die Armen, die einfachen mexikanischen Leute.

Brüder und Schwestern, Arbeiter und Arbeiterinnen, wir wissen um Euch, wir riechen nach demselben Schweiß, weil wir für die AusbeuterInnen arbeiten. Jetzt, wo meine zapatistischen Compañer@s die Tür öffnen, wenn Ihr uns verstanden habt, dann kommt herein, nehmt teil an La Sexta und lernt die autonome Regierung unserer Compañer@s des EZLN kennen. Und dasselbe gilt für unsere indigenen und nicht-indigenen Schwestern und Brüder auf der ganzen Welt, wenn Ihr uns verstanden habt.

Wir sind die Haupterzeuger des Reichtums derjenigen, die schon reich sind. Ya Basta! Es reicht! Wir wissen, dass es andere Ausgebeutete gibt, wir wollen uns auch mit ihnen zusammen organisieren, kämpfen wir für die einfachen Leute Mexikos und der ganzen Welt, diese Welt ist unsere, sie gehört nicht den Neoliberalen.

Indigene Schwestern und Brüder auf der ganzen Welt, nicht-indigene Schwestern und Brüder auf der ganzen Welt, ausgebeutete Gemeinden. Menschen in Amerika, Menschen in Europa, Menschen in Afrika, Menschen in Ozeanien, Menschen in Asien.

Die Neoliberalen wollen die Chefs der Welt sein, so sagen wir, das heißt, sie wollen die Welt in ihr Besitztum verwandeln, wie einen Gutshof, alle kapitalistischen Länder wollen das. Ihre Vorarbeiter sind die unterentwickelten kapitalistischen Regierungen. So wird es uns ergehen, wenn wir uns nicht organisieren, wir alle, Arbeiterinnen und Arbeiter.

Wir wissen, dass es auf der Welt Ausbeutung gibt. Die Entfernung, die es zwischen den verschiedenen Ecken dieser Welt gibt, darf uns nicht entfernen , wir müssen uns annähern, unsere Gedanken vereinen, unsere Vorstellungen und wir müssen für uns selber kämpfen.

Wo Ihr seid, da gibt es Ausnutzung, Ihr erleidet dasselbe wie wir.

Ihr leidet wie wir unter Unterdrückung.

Ihr werdet bestohlen wie wir, wir, die wir seit mehr als 500 Jahren beraubt werden.

Sie schätzen Euch gering, wie sie uns weiterhin geringschätzen.

So geht es uns, so weit haben sie uns gebracht und so wird es weiter gehen, wenn wir uns nicht gegenseitig an der Hand nehmen.

Es gibt genug Gründe für unsere Vereinigung und dass unsere Rebellion erwacht und dass wir uns gegen diese Bestie verteidigen, die nicht von unseren Schultern weichen will und sie wird nie weichen, wenn wir nicht selbst dafür sorgen. Hier in unseren zapatistischen Gemeinden, mit ihren autonomen Regierungen in Rebellion und der Einheit der Compañer@s müssen wir Tag und Nacht dem neoliberalen Kapitalismus gegenübertreten und wir sind zu allem bereit, zu allem was kommt und wie es kommt.

So haben sich die zapatistischen Compañer@s organisiert. Man braucht nur Entscheidungskraft, Organisation, Arbeit, Überlegungen und das alles dann in die Praxis umsetzen und dann korrigieren und verbessern ohne Ruhepause, und wenn man ausruht, dann deshalb, um wieder neue Kraft zu danken und weiterzuarbeiten, die Bevölkerung befiehlt, die Regierung gehorcht.

Ja es ist möglich, arme Schwestern und Brüder auf der ganzen Welt, hier ist das Beispiel Eurer indigenen zapatistischen Brüder und Schwestern aus Chiapas, Mexiko.

Es ist hoch an der Zeit, dass wir wirklich die Welt schaffen, die wir wollen, die wir denken, die Welt, die wir uns wünschen. Wir wissen wie. Es ist schwierig, denn es gibt viele, die das nicht wollen und das sind genau die, die uns ausbeuten. Aber wenn wir es nicht machen, dann wird unsere Zukunft noch schwieriger sein und es wird niemals Freiheit geben, niemals.

So verstehen wir es, daher suchen wir Euch, wir wollen uns finden, kennen, gegenseitig und voneinander lernen.

Hoffentlich könnt Ihr kommen, und wenn nicht, werden wir andere Formen suchen um uns zu sehen und kennenzulernen.

Hier erwarten wir Euch, hier an dieser Tür, die ich bewachen muss, damit Ihr in die bescheidene Schule meiner Compañer@s eintreten könnt, die das Wenige, das wir gelernt haben, mit Euch teilen möchten, damit wir sehen, ob es Euch dient, dort, wo Ihr arbeitet, wo Ihr lebt. Wir sind sicher, dass die, die bereits La Sexta angehören, kommen werden, oder nicht, aber wie dem auch sei, Ihr werdet in die Schule gehen, wo wir erklaeren wie die Freiheit für die ZapatistInnen ist, und so könnt Ihr unsere Fortschritte sehen und unsere Fehler, die wir nicht verstecken, aber ganz direkt, ohne Umwege, mit den besten Lehrern die es gibt, den zapatistischen Basisgemeinden.

Sie ist bescheiden die Schule, so bescheiden, wie wir sie begonnen haben, aber jetzt bedeutet sie für die zapatistischen Compañer@s Freiheit, das zu tun, was sie wollen und wie sie sich ein besseres Leben vorstellen.
Sie wird immer besser, sie sehen die Notwendigkeit und außerdem in der Praxis, da zeigt es sich, wie verbessern, das heißt, die Praxis ist die beste Art zu arbeiten um besser zu werden. Die Theorie gibt uns eine Idee, aber was die Form gibt, das ist die Praxis, das Wie des autonomen Regierens.

Wir haben irgendwo gehört dass man sagt: ´Wenn der Arme an den Armen glaubt, dann können wir bereits Freiheit singen´. Nur, wir haben das nicht nur gehört, wir praktizieren das auch. Das sind die Früchte, die unsere Compañer@s mit Euch teilen möchten. Und ja, das ist die Wahrheit, denn wenn die schlechten Regierungen ihre Bosheiten gegen uns ausführten, konnten sie nicht gegen uns an und werden nie erreichen, uns zu zerstören, denn was gebaut wurde, ist von der Bevölkerung, für die Bevölkerung und durch die Bevölkerung. Die Bevölkerung wird es verteidigen.

Es ist viel, was ich Euch erzählen könnte, aber es ist nicht dasselbe, dass Ihr es hört, wie wenn Ihr es seht und dass Ihr schaut und dass, wenn Ihr Fragen habt, diese direkt von meinen Compañeros und Compañeras der Basisgruppen beantwortet bekommt. Auch wenn es ihnen schwer fallen wird zu antworten, wegen des Spanisch, aber die beste Antwort ist die Praxis der Compañer@s, die man sieht und die das leben.

Es ist klein, was wir machen, aber es wird groß sein für die Armen von Mexiko und der Welt. So wie wir sehr groß sind, das heißt, wir sind sehr viele, die Armen in Mexiko und auf der ganzen Welt und wir müssen die Welt schaffen, in der wir leben. Man sieht, dass es zwei verschiedene Dinge sind, wenn die einfachen Leute sich einig sind, oder wenn das eine Gruppe ist, die befiehlt, und nicht die einfachen Leute. Sie haben wirklich verstanden, was es heißt, zu vertreten, wir wissen schon, wie das in der Praxis auszuführen ist, das heißt, die 7 Prinzipien des gehorchenden Regierens.

Man sieht schon am Horizont, wie nach unserer Ansicht eine neue Welt ist, und wie gut werdet Ihr das sehen und lernen und machen, dass eine andere Welt geboren wird, wie Ihr sie Euch vorstellt, dort, wo Ihr lebt, wir teilen die Weisheiten und werden unsere Welten schaffen, anders als sie jetzt ist.

Wir wollen uns sehen, hören, das ist sehr groß für uns, das würde uns helfen uns zu kennen in anderen Welten und der besten Welt, die wir wollen.

Organisation ist nötig, Entscheidung ist nötig, Konsens ist nötig, kämpfen ist nötig, Widerstand ist nötig, Verteidigung ist nötig und Arbeit ist nötig, Praxis ist nötig. Wenn noch was fehlt, dann fügt es hinzu, Compañeras und Compañeros.
Gut denn, hier sprechen wir uns ab, wie die Schule für Euch sein wird, mal sehen, ob wir Platz haben werden. Es ist so, dass wir uns vorbereiten. Und dass alle Compañeras und Compañeros die das möchten und die wir einladen, das sehen und fühlen können und auch wenn sie nicht bis hierher kommen können, denken wir schon über die Form nach, wie wir es machen werden.

Wir erwarten Euch, Compañeras und Compañeros der Sexta.

Wir sind dabei, uns vorzubereiten, um Euch zu empfangen, auf Euch aufzupassen, uns um Euch zu sorgen, als die Compañer@s die wir sind, als unsere Compañer@s die Ihr seid. Und auch dass unser Wort an die Ohren jener gelangt, die nicht zu uns kommen koennen, aber wir werden zu Euch kommen, mit Eurer Hilfe.

Und natürlich, wir sagen Euch, dass es vielleicht dauern wird, aber, wie unser Brudervolk der Mapuche sagt, ein Mal, zehn Mal, hundert Mal, tausend Mal werden wir siegen, immer werden wir siegen.

Und um zum Ende zu kommen, und dass dann der Compañero Subcomandante Insurgente Marcos weiter plaudert, denn jetzt ist wieder er dran, und wir werden uns abwechseln, er und ich um Euch alles zu erklären, also denn, jetzt werdet Ihr sehen, dass, obwohl ich bereits seit vielen Jahren diese Arbeit mache, dies das erste Mal ist, dass ich dran bin, offiziell zu unterschreiben, also hier kommt es….

Aus den Bergen des Südostens von Mexiko
Für das Geheime Revolutionäre Indigene Komitee Generalkommandantur der Zapatistische Armee der nationalen Befreiung

Subcomandante Insurgente Moises

Mexiko, Februar 2013

P.S.: Ich nutze die Gelegenheit um Euch zu sagen, dass das Password für die folgenden Teile des Fensters, die dem Supmarcos zustehen, ´nosotr@s´ sein wird. Und Schluss, denn in der Schule des Kampfes darf man nicht vom Compa abschreiben, sondern jeder muss seinen eigenen Kampf führen, und uns gegenseitig respektierend, wie das Compas tun, die wir sind.

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Folgende Videos begleiten diesen Text:

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Original bei Enlace Zapatista
Übersetzung: RedmycZ, Christine, und ¡Alerta!, MaMa