Archiv für März 2013

13.7. – ¡Cumpleaños Feliz! – Fünf Jahre ¡Alerta! mit Sirte Power, Nim Alae und DJ Inti Che

Samstag, 13.7.2013, ab 20.30 Uhr
AK-47, Kiefernstr. 23, Düsseldorf

Nach insgesamt 75 Veranstaltungen, spannendem Austausch und Diskussionen mit kämpfenden Menschen in Lateinamerika und Deutschland, ein paar Aktionen und viel Spaß in den letzten 5 Jahren, dachten wir, es ist Zeit für eine kleine Geburtstags-Party.

Mit dabei sind alte Freunde:
SIRTE POWER (Cumbia, Reggae, Latin, Ska – Argentinien),
NIM ALAE und DJ INTI CHE (politischer Hip Hop – Berlin / Guatemala / Argentinien)
anschließend DJ INTI CHE

Feier mit uns – hier ein erster Vorgeschmack:

31.5./1.6. – Blockupy Frankfurt – Auf zum Widerstand im Herzen des Europäischen Krisenregimes!

Wir unterstützen den Aufruf des breite bundesweiten Bündnis Blockupy und rufen alle zum Protest gegen die Verarmungspolitik durch die EU-Krisenpolitik am 31. Mai und 1. Juni in Frankfurt auf:

Auch in diesem Jahr gibt es wieder europäische Tage des Protestes gegen das Krisenregime der Europäischen Union. Am 31. Mai und 1. Juni 2013 wollen wir den Widerstand gegen die Verarmungspolitik von Regierung und Troika – der EZB, der EU-Kommission und des IWF – in eines der Zentren des europäischen Krisenregimes tragen: an den Sitz der Europäischen Zentralbank (EZB) und vieler deutscher Banken und Konzerne in Frankfurt am Main – den Profiteuren dieser Politik.

Hier findet ihr den kompletten Aufruf. Weitere Infos findet ihr hier:

Blockupy Banner

Lokale Info- und Mobilisierungsveranstaltungen sowie Infos zu den Bussen, die zu den Protesten fahren, findet ihr (bald) auf der Website von Blockupy NRW.

Solidarität mit allen Menschen in Europa und weltweit, die unter der Politik der EU zu leiden haben! Kommt mit uns! Auf zum Widerstand im Herzen des Europäischen Krisenregimes!

25.5. – Konzert mit La Resistencia D’ México und Simple Tings

Samstag, 25.5.2013, ab 21 Uhr Einlass
Autonomes Zentrum, Markomannenstr. 3, Wuppertal

Nach der Demo „Das Problem heißt Rassismus“ in Solingen laden wir ein zum gemeinsamen Tanzen und Spaß haben.

Die Latino-Ska-Punk-Band La Resistencia D’ México aus der Nähe von Mexiko-Stadt begleitet seit 20 Jahren mit ihrer Musik soziale Kämpfe in Mexiko – darunter der Studierendenstreik an der UNAM, den zapatistischen Aufstand und die Proteste von Atenco. Ihre Musik läd sowohl zum Kämpfen als auch zum Feiern ein und liegt irgendwo zwischen Mano Negra und Kortatu.

Mit dabei ist die lokalen Reggae/Dancehall-Helden Simple Tings aus Wuppertal.

Hier ein Vorgeschmack:

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf und dem AZ Wuppertal

25.5. – Demo: Das Problem heißt Rassismus!

Anlässlich des 20. Jahrestages des rassistischen Brandanschlags von Solingen rufen wir zusammen mit vielen anderen Gruppen und Organisationen zur großen bundesweiten Demonstration am 25. Mai, 13 Uhr in Solingen auf.

Hier findet ihr den Aufruf auf Spanisch.

Mehr Infos und der komplette Aufruf hier:

Am 29. Mai 1993 starben in Solingen 5 Mitglieder der Familie Genç bei einem Brandanschlag. Beinahe zeitgleich wurde durch die sogenannte Drittstaatenregelung das Grundrecht auf Asyl in Deutschland faktisch abgeschafft. Beide Ereignisse jähren sich jetzt zum 20. Mal.

Der Solinger Brandanschlag geschah in einem von extremem Rassismus geprägten gesellschaftlichen Klima: Politik und Medien hetzten mit der Parole „Das Boot ist voll!“ gegen „Ausländer“, und bei den Pogromen von Hoyerswerda und Rostock-Lichtenhagen applaudierten „brave Bürger_innen“ der Nazigewalt, während Polizei und Behörden tatenlos zusahen. Rund 2.000 Menschen wurden 1992 Opfer rassistischer Gewalt; 17 Menschen wurden von Neonazis ermordet.

Auch in Solingen existierte eine extrem rechte Szene. Drei der vier Täter trainierten in einer Kampfsportschule, deren extrem rechter Leiter, Bernd Schmitt, V-Mann des Verfassungsschutz war.

Heute, 20 Jahre später, wird gegen die Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) ermittelt. Diese ermordeten mindestens neun Menschen aus rassistischen Motiven, verübten zwei Anschläge in Köln und erschossen in Heilbronn eine Polizistin. Die Fahndungsbehörden ermittelten im „migrantischen Milieu“, denn die Existenz einer Naziterrorgruppe schien angeblich unvorstellbar – obwohl VS-Behörden auch in diesem Fall jahrelang Personen aus dem Umfeld der Terrorgruppe als V-Leute bezahlt hatten.

Migrant_innen werden in Deutschland allerdings nicht nur durch militante Neonazis, sondern auch durch institutionellen und gesellschaftlichen Rassismus bedroht: Die Abschiebepolitik Deutschlands hat zahlreiche Menschenleben auf dem Gewissen und in den Talkshows wird gegen den angeblichen „Asylmissbrauch“ osteuropäischer Roma gehetzt – 20 Jahre nach den Morden von Solingen, 20 Jahre nach der Abschaffung des Grundrechts auf Asyl gründen sich wieder Bürgerinitiativen „gegen Asylantenheime“.

- Wir solidarisieren uns mit den Opfern von Rassismus und unterstützen Geflüchtete in ihren Kämpfen für das Recht zu leben, wo immer sie wollen! – Grenzen auf!
- Wir fordern die Auflösung des Verfassungsschutzes und den sofortiger Stopp jeglicher Subventionen rechter Organisationen durch staatliche Behörden!
- Das Problem heißt Rassismus! Fight rascism now!

24.5. – Widerstand, Repression und der gemeinsame Kampf in Atenco / Mexiko

Berichte und politischer Austausch mit Ignacio del Valle

Freitag, 24.5.2013, ab 18 Uhr Kneipe und Essen gegen Spende, ab 18.30 Uhr Kurzdoku, Bericht, Diskussion, Performance, Austausch mit Ignacio del Valle, Atenco/Mexiko (bis ca. 23 Uhr)
Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf

Die Gemeinde Atenco, in der Nähe von Mexiko-Stadt, gilt in Mexiko heute als Symbol erfolgreichen und unbeugsamen Widerstands und starker Solidarität. Sie gilt gleichzeitig als Symbol für massive staatliche Repression und die Straflosigkeit der Verantwortlichen. Erfolgreich hat sich die kleinbäuerliche Gemeinde gegen den Bau eines Großflughafens und die Enteignung ihres Landes gewehrt, erklärte sich anschließend autonom und nahm an vielen politischen Kämpfen in Mexiko solidarisch Anteil. Die Mächtigen rächten sich dafür mit einer der brutalsten Polizeiangriffe in der jüngeren mexikanischen Geschichte. Außerdem wurden die Anführer_innen des Kampfes in Schauprozessen zu langen Haftstrafen verurteilt – Ignacio del Valle etwa zu 112 Jahren. Doch die Urteile gegen sie wurden aufgrund großer Solidarität und einer internationalen Kampagne aufgehoben.

Um sich für die gezeigte Solidarität zu bedanken und die Verbindungen im gemeinsamen Kampf gegen den neoliberalen Kapitalismus zu stärken, reist nun Ignacio del Valle, der wichtigste und bekannteste Vertreter der Bewegung von Atenco, durch Europa. Er möchte über den langen Kampf der Gemeinde und ihre Erfahrungen dabei berichten. Außerdem möchte er konkrete Kämpfe und gesellschaftliche Alternativen aus Düsseldorf und Umgebung kennenlernen und sich mit lokalen Aktivist_innen austauschen. Ein mitreisendes Filmteam wird außerdem eine Doku über Kämpfe und Widerstände in Europa drehen.

Ignacio und wir laden daher explizit Aktivist_innen und Vertreter_innen von politischen Gruppen, sozialen Kämpfen und gesellschaftlichen Alternativprojekten ein, sich über ihre jeweiligen Erfahrungen und Ideen auszutauschen.

Mehr Infos auch in diesem Artikel in der aktuellen Ausgabe der terz.

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf und Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW

16.5. – Die Kraft der Schmetterlinge / La fuerza de las mariposas – Teil II

Donnerstag, 16.5.2013, ab 19.30 Uhr Kneipe und Essen gegen Spende, ab 20.15 Uhr Film (Spanisch mit deutschen Untertiteln) und Diskussion
Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf

Im Rahmen der Chaostheorie spricht man vom „Schmetterlingseffekt“, was bedeutet, dass kleine Abweichungen langfristig ein ganzes System vollständig verändern können… angesichts wachsenden Unmuts und Widerstands betonen Politiker_innen weltweit immer wieder, dass es keine Alternativen zum neoliberalen, kapitalistischen Wirtschafts- und Lebenskonzept gäbe. Diese Alternativen werden aber im Kleinen bereits an vielen Orten der Welt umgesetzt und mit Leben gefüllt: Die neue „Die Kraft der Schmetterlinge” handelt von Menschen in Mittelamerika, die sich zusammentun, sich selbstbestimmt organisieren und so konkrete Alternativen schaffen.

Ob autonomes Gesundheitssystem, kommunale Radios, Kunst aus Müll oder der Bau von Maschinen, die mit Fahrrädern angetrieben werden: All diese Beispiele zeigen, dass es anders geht und dass das Spaß macht. Und sie sind Inspirationen für alternative und selbstbestimmte Lebens- und Gesellschaftsentwürfe hier bei uns.

Heute zeigen wir den zweiten Teil dieser anregenden Doku (1. Teil am 2. Mai), der auch ohne Kenntnis des ersten Teils ohne Probleme angeschaut werden kann, und diskutieren danach gemeinsam.

Mehr Infos auch unter: http://alegre-rebeldia.de

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf und Café Bunte Bilder

2.5. – Die Kraft der Schmetterlinge / La fuerza de las mariposas – Teil I

Donnerstag, 2.5.2013, ab 19.30 Uhr Kneipe und Essen gegen Spende, ab 20.15 Uhr Film (Spanisch mit deutschen Untertiteln) und Diskussion mit der Regisseurin
Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf

Im Rahmen der Chaostheorie spricht man vom „Schmetterlingseffekt“, was bedeutet, dass kleine Abweichungen langfristig ein ganzes System vollständig verändern können… angesichts wachsenden Unmuts und Widerstands betonen Politiker_innen weltweit immer wieder, dass es keine Alternativen zum neoliberalen, kapitalistischen Wirtschafts- und Lebenskonzept gäbe. Diese Alternativen werden aber im Kleinen bereits an vielen Orten der Welt umgesetzt und mit Leben gefüllt: Die neue „Die Kraft der Schmetterlinge” handelt von Menschen in Mittelamerika, die sich zusammentun, sich selbstbestimmt organisieren und so konkrete Alternativen schaffen.

Ob autonomes Gesundheitssystem, kommunale Radios, Kunst aus Müll oder der Bau von Maschinen, die mit Fahrrädern angetrieben werden: All diese Beispiele zeigen, dass es anders geht und dass das Spaß macht. Und sie sind Inspirationen für alternative und selbstbestimmte Lebens- und Gesellschaftsentwürfe hier bei uns.

In Anwesenheit der Regisseurin, die für den Film verschiedene Projekte zwischen Mexiko und Panama besuchte, zeigen wir heute den ersten Teil der Doku und diskutieren gemeinsam. Der zweite Teil folgt dann am 16. Mai. Beide Teile sind auch unabhängig voneinander sinnvoll anzusehen.

Mehr Infos auch unter: http://alegre-rebeldia.de

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf, Café Bunte Bilder und Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW

21.4. – Droht in Venezuela ein reaktionärer Putsch? – Aktuelle Berichte und Diskussion

Sonntag, 21.4.2013, ab 17.30 Uhr Kaffee und Kuchen, ab 18 Uhr Vortrag und Diskussion mit Dario Azzellini
Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf

Am Sonntag wollte uns eigentlich die venezolanischen Comuna-Aktivistin Atenea Jimenez von der dortigen Stadtteil-Basisorganisierung und der Situation nach den Wahlen berichten (hier die Ankündigung). Atenea hat sich aufgrund der aktuellen Ereignisse in Venezuela dazu entschieden, nicht nach Deutschland zu kommen, sondern gemeinsam mit ihren Genoss_innen die Angriffe der reaktionären Opposition abzuwehren. Die Angst vor einem Putsch, der die jahrelangen Errungenschaften der gesellschaftlichen Transformationsprozesse zu Nichte machen würde, ist zur Zeit groß. (hier findet ihr aktuelle Infos)

An ihrer Stelle wird uns mit Dario Azzellini ein langjähriger Kenner Venezuelas (u.a. Regisseur der Doku „Comuna im Aufbau“, Autor, Politikwissenschaftler) einem Überblick über die Ereignisse der letzten Woche geben und uns berichten, wie die Basisbewegungen in Venezuela den aktuellen Prozess erleben. Anschließend werden wir diskutieren und überlegen, wie wir den Aktivist_innen und sozialen Bewegungen in Venezuela unsere Solidarität praktisch zeigen können.

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf, I Furiosi und see red! Interventionistische Linke Düsseldorf

21.4. – Selbstverwaltung in Venezuela – Die Rätebewegung und die Bolivarianische Revolution aus Sicht einer Aktivistin

Sonntag, 21.4.2013, ab 17.30 Uhr Kaffee und Kuchen, ab 18 Uhr Vortrag und Diskussion mit der venezolanischen Comuna-Aktivistin Atenea Jimenez
Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf

ACHTUNG! – AUFGRUND DER AKTUELLEN EREIGNISSE IN VENEZUELA GAB ES VERÄNDERUNGEN BEI DIESER VERANSTALTUNG – HIER FINDEST DU DIE AKTUELLE ANKÜNDIGUNG

Venezuelas „Bolivarianische Revolution“, das staatlich getragene Projekt eines „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“, ist mittlerweile in aller Munde – ob als Angstmacher oder als Hoffnungsschimmer. Doch die Diskussion hierzulande drehte sich bisher vor allem um den schillernde Präsidenten Hugo Chávez und seinen außenpolitischen Kurs. Die vielfältigen kollektiven Prozesse an der politischen Basis erhielten hingegen nur selten Aufmerksamkeit.

Die Perspektive von der gesellschaftlichen Basis bieten jedoch eine neue Sicht auf die Prozesse der sozialen und politischen Transformation in Venezuela: Die Comuna-Bewegung begann schon viele Jahre vor Chávez Regierungsantritt mit der autonomen Basisorganisierung. Heute ist sie zentraler Bestandteil der unter Chávez begonnen Transformationsprozesse und sorgt für breite gesellschaftliche Teilhabe der Bürger_innen. Für die Bewegung bedeutet dies allerdings einen ständigen Balanceakt zwischen Kooperation und Autonomie gegenüber der Regierung. Bleiben die politischen Zielsetzungen und Ideale der Organisierung von Unten trotz Zusammenarbeit mit der Staatsmacht erhalten? Oder führt dies unweigerlich zu einer Korrumpierung des ursprünglichen politischen Projekts?

Die venezolanische Comuna-Aktivistin Atenea Jimenezberichtet uns über Entstehung, Ziele und Strategien der Bewegung sowie ihre Sicht auf den Transformationsprozess in Venezuela. Welche Erfahrungen lassen sich aus all dem für Venezuela und politische Basisorganisierung hierzulande ziehen? Und natürlich wollen wir die Gelegenheit nutzen, um zu diskutieren, welche Bedeutung dem Tod von Hugo Chávez für die Zukunft Venezuelas hat und wie die Ergebnisse der Neuwahlen vom 14. April 2013 zu bewerten sind.

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Einen guten Einblick in die Comuna-Bewegung liefert auch dieser Ausschnitt aus der Doku „Comuna im Aufbau“:

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Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf, I Furiosi und see red! Interventionistische Linke Düsseldorf