Archiv für August 2012

25. November 2012 – „¡Ni una muerta más!“ / „Nicht eine Tote mehr!“ – Frauenmorde in Mexiko

Deutsch/Spanische Lesung mit musikalischer Untermalung – anschließend Diskussion
Sonntag, 25. November 2012, 15 bis 18 Uhr, Eintritt frei
zakk (Studio), Fichtenstraße 40, Düsseldorf

Seit den 90-er Jahre wurden im mexikanischen Ciudad Juárez, direkt an der Grenze zu den USA, Hunderte von Frauen ermordet. Viele von ihnen wurden vergewaltigt, gefoltert, in die Wüste geworfen. Oft sind die Opfer junge Frauen, Migrantinnen, die in den Niedriglohnfabriken der Grenzregion arbeiten. Die Täter werden nicht ermittelt, nicht gesucht, nicht vor Gericht gestellt. Und damit nicht genug: Diese massenhaft auftretende Morde an Frauen sind mittlerweile in vielen Städten und Regionen in Mexiko und Mittelamerika zur traurigen Realität geworden sind.


Mit der musikalisch untermalten deutsch/spanischen Lesung von Texten der 2011 ermordeten Aktivistin und Dichterin Susana Chávez möchten wir uns dieser erschütternden Problematik einfühlsam und aus der Sicht der Betroffenen nähern. Vorgetragen werden Texte und Musik von Menschen aus Mexiko und Deutschland. Anschließend wollen wir gemeinsam über die Texte und die Situation in Mexiko diskutieren und nach Handlungsmöglichkeiten suchen.

Eine Veranstaltung zum Internationalen Tag „Nein zu Gewalt an Frauen“ organisiert von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf und compañeras, kom!ma, Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW, Wir Frauen und zakk

Die Lesung ist ein Projekt des Allerweltshaus in Kooperation mit der Mexiko-Initiative Köln/Bonn Kontakt: menschenrechte-mexiko@allerweltshaus.de.

15. November 2012 – Die Zeit der Schmetterlinge (Spielfilm)

Donnerstag, 15.11.2012, ab 19 Uhr Kneipe und VoKü, ab 20.30 Uhr Einführung und Film
Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf

Die Dominikanische Republik Ende der 1930er-Jahre: Die vier Schwestern Minerva, Patria, Dede und Maria Teresa Mirabal schließen sich dem Widerstand gegen die Diktatur von Rafael Trujillo an – dessen von katholischer Kirche und den USA unterstütztes Regime verfolgt gnadenlos jede Opposition. Für ihr Engagement in der revolutionären Bewegung werden drei der Schwestern am 25. November 1960 verschleppt und ermordet. Wenige Monate später stirbt Trujillo durch ein Attentat und seine Diktatur zerfällt.

Lateinamerikanischen Feministinnen riefen den 25. November anschließend zum „Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen“ aus, der als solcher mittlerweile weltweit begangen wird. Aus diesem Anlass zeigen wir den Spielfilm „Die Zeit der Schmetterlinge“, der eindrucksvoll die Geschichte der vier Mirabal-Schwestern und des Widerstandes in der Dominikanischen Republik nachzeichnet.

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf und Café Bunte Bilder

12. November 2012 – Frieden in Kolumbien! … und wo bleibt die Gerechtigkeit?

Eine Veranstaltung mit zwei Aktivist_innen aus Kolumbien
Montag, 12. November 2012, ab 19.30 Uhr Vortrag und Diskussion
Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf

Nach zehn bleiernen Jahren ist der Frieden in Kolumbien durch die Aufnahme von Gesprächen zwischen Guerilla und Regierung endlich wieder in den Blick gerückt, ein Ende des bewaffneten Konflikts greifbarer. Doch was wird aus den Aber-Tausenden, die Opfer von Vertreibungen, Massakern und anderen Verbrechen geworden sind? Wie werden ihre Rechte auf Wahrheit, Gerechtigkeit und Wiedergutmachung durchgesetzt? Werden die Ursachen des blutigen Konflikts wirklich angegangen: die Armut, die ungerechte Landverteilung und die Ausgrenzung und fehlende politische Teilhabe breiter Teile der Bevölkerung?

Claudia Marcela Castellanos vom Anwaltskollektiv Luis Carlos Pérez wird zu diesen Fragen Stellung nehmen. Als Vertreter einer sozialen Bewegung und Opfer-Vereinigung aus Kolumbien ist zu Gast: Mauricio Sánchez von der Asociación de Hermandades agromineras de Guamoco / AHERAMIGUA

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf, Amnesty International Hochschulgruppe Düsseldorf und Pax Christi Düsseldorf

19.-21. Oktober 2012 – Solidarität heute und morgen – Nicaragua-Konferenz

19. bis 21. Oktober 2012
Die Börse, Wolkenburg 100, Wuppertal

Freitag – 16.00 – 21.00 Uhr: Begrüßung, Einführung, Crash-Kurse, Podiumsdiskussion
Samstag – 09.45 – 20.30 Uhr: Vorträge, Workshops, Markt für Informationen und Austausch
Samstag – 21.00 Uhr: Konzert „La Papa Verde“
Sonntag – 10.00 – 12.45 Uhr Großgruppen-Aktivitäten und Interaktives Abschlussplenum

Direkt nach der Revolution 1979 war die Unterstützung der revolutionären Prozesse in Nicaragua und der Protest gegen den Krieg der USA, Contra und ihren Helfer_innen die selbst gesetzte Aufgabe der Solidaritätsbewegung. Mit dem Abrücken von der politischen Linie der FSLN wechselte der Schwerpunkt hin zur Unterstützung der Basisbewegungen.
Die Ansätze und Arbeitsweisen der zu Nicaragua aktiven Gruppen und Organisationen entwickelten sich unterschiedlich. Der Querschnitt reicht heute von Weltwärts-Projekten über den Aufbau von Infrastruktur, die Finanzierung von sozialen Organisationen und NGOs bis hin zu direkten Handelsbeziehungen mit der Zielsetzung Standards für einen fairen Handel zu entwickeln.
Im Rahmen des letzten Nicaragua-Bundestreffens 2010 wurde intensiv darüber diskutiert, wo wir unsere Solidaritätsarbeit verorten. Die gemeinsam formulierte Antwort: Es muss uns darum gehen, die Solidarität zwischen den Menschen und ihren Kämpfen und Bewegungen zu stärken – und nicht darum, sich mit einer Regierung oder gar einem Land oder “Volk” solidarisch zu erklären (vgl. die Dokumentation des Treffens unter: www.nicaragua-verein.de). Nun möchten wir uns anhand folgender Themen mit Gästen aus Nicaragua darüber austauschen, wie wir dies in unserer praktischen Arbeit umsetzen können und wie wir weiterkommen:

- der Faire und Solidarische Handel und die Frage nach Unterstützung ländlicher Entwicklung und Ernährungssouveränität mit Hilfe von Kooperativen

- das sensible Thema Gewalt gegen Frauen in Nicaragua sowie der Kampf gegen diese Gewalt und ihre strukturellen gesellschaftlichen Ursachen

- Nachhaltige Energiepolitik und Klimawandel – einerseits sogenannter Biosprit aus Zuckerrohr und dessen Folgen in Nicaragua andererseits die dortige Förderung alternativer Energiegewinnung

- Nicaraguas Wirtschaftspolitik zwischen IWF und ALBA sowie mögliche Alternativen zur export- und freihandelsfixierten Wirtschaftsweise mittels kommunaler Entwicklung

Ein abwechslungsreiches inhaltliches Programm aus Podiumsdiskussionen, Workshops, Vorträgen der Gäste aus Nicaragua, Großgruppenspielen und einem Rahmenprogramm mit einem Workshop zu Chancen und Kritik an Freiwilligendiensten, einem Markt für Informationen und Austausch, einem Konzert von „La Papa Verde“ sowie Raum für informellen Austausch erwarten euch.

Eine Ausführliche Beschreibung der Inhalte, Vorträge und Workshops findet ihr auf dem Flyer (hier klicken zum Download) und der Website der Konferenz: www.nicaragua-konferenz.org

Der Konferenz-Beitrag beträgt
30,- Euro Normalpreis
15,- Euro Ermäßigt (nach eigenem Ermessen)
45,- Euro Solidaritätspreis
Der Preis enthält: Teilnahme an 3 Konferenztagen, Mittag- und Abendessen (vegetarisch und vegan), Eintritt für das Konzert
- Der Beitrag ist zu Beginn der Konferenz bar zu zahlen -

Zwecks besserer Planung bitten wir um rechtzeitige Anmeldung an: info@informationsbuero-nicaragua.org.
Um auch den Teilnehmer_innen von weiter weg einen günstigen Aufenthalt zu ermöglichen, haben wir eine Bettenbörse eingerichtet.

Mehr Infos unter: www.nicaragua-konferenz.org

15. September 2012 – Mexiko nach den Wahlen – Perspektiven für demokratische und soziale Bewegungen im Kontext von Drogenkrieg und Militarisierung

Tagesseminar

mit Anne Huffschmid (Lateinamerika Institut Berlin), Luz Kerkeling (Gruppe B.A.S.T.A.), Torge Löding (Büroleiter RLS Mexiko), Christiane Schulz (Menschenrechtsreferat, Brot für die Welt) und dem Comité Cerezo México (Träger des Aachener Friedenspreises)

Samstag, 15.9.2012, 10–18 Uhr, Alte Feuerwache, Melchiorstr. 3, 50670 Köln

Der Drogenkrieg in Mexiko beherrscht den Alltag und die Politik. Repression und Terror zerstören jedoch nicht nur den gesellschaftlichen Zusammenhalt, sondern auch die Handlungsspielräume für demokratische Kräfte, soziale Bewegungen und kritische Medien. Wir betrachten die aktuelle Situation in Mexiko nach den Wahlen und diskutieren mit den eingeladenen Expert_innen die Perspektiven für ein Ende der Gewalt, für soziale Bewegung und demokratische Veränderung.

Hier der Programmflyer mit dem genauem Programm und den einzelnen Themen.

Anmeldung per E-Mail an: post@rls-nrw.de

Eine Veranstaltung von Rosa Luxemburg Stiftung NRW, Informationsstelle Lateinamerika und ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf

4. September 2012: Soziale Kontrolle und die Unterdrückung sozialer Bewegungen in Mexiko

Eine Veranstaltung mit dem Comité Cerezo aus Mexiko Stadt
Dienstag, 4. September 2012, ab 19 Uhr Kneipe, ab 19.30 Uhr Vortrag und Diskussion
Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf

En español vease más abajo.


Der mexikanische Staat setzt bewusst Gewalt und Schrecken ein, um die Gesellschaft zu kontrollieren und Prozesse der gesellschaftlichen Organisierung zu zerschlagen. Dies ist die These des Comité Cerezo, einer mexikanischen Organisation zur Unterstützung politischer Gefangener.

Anhand konkreter Fälle von Bedrohung und Inhaftierung, Ermordungen und Entführungen von politischen Aktivist*innen zeigt es auf, wie der mexikanische Staat mit Terror ein Klima der Angst und sozialen Kontrolle schafft. Die unter dem Namen „Krieg gegen die Drogen“ bekannte Strategie der mexikanischen Regierung, die zu einer zunehmenden Militarisierung der Gesellschaft führt, spielt dabei ebenfalls eine wichtige Rolle.

Das Comité Cerezo setzt sich in seiner politischen Arbeit für die vom mexikanischen Staat angegriffenen Aktivist*innen und ihre Familien ebenso ein, wie für die Rechte der Zivilbevölkerung in einem Land, dessen gesellschaftliche Basis sich durch die staatliche und kriminelle Gewalt im Konflikt um den Drogenhandel in die USA Stück für Stück auflöst.

Für ihre gefährliche und mutige Arbeit erhält das Comité Cerezo am 1. September den Aachener Friedenspreis.

Von ihrer Arbeit und den Missständen, gegen die sie sich einsetzen, werden uns zwei Vertreter des Comité berichten und mit uns über Unterstützungsmöglichkeiten und Wege gegen die staatlichen Gewalteskalation diskutieren.

Mehr Infos zum Comite Cerezo findet ihr hier:

Seite des Comité Cerezo
Unsere Stellungnahme zur Preisverleihung an das Comité
Seite des Aachener Friedenspreis

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf und Rote Hilfe Düsseldorf/Neuss

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El control social y la represión de los movimientos sociales en México

Un evento con la presencia del Comité Cerezo de México. Martes 4 de Septiembre de 2012.
Apartir de las 19hrs estará abierta la taberna y a las de 19:30 inicia la conferencia con discusión al finalizar la misma.
Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf.


El gobierno mexicano está usando deliberadamente la violencia asi como el terror para el control de la sociedad y para sentenciar y aplastar la organización social. Esta es la tesis del Comité Cerezo,
una organización mexicana en apoyo y defensa a los presos políticos.

Mediante casos concretos de acoso y encarcelamiento, asesinato y desaparición forzada de activistas políticos demostrarán cómo el gobierno mexicano usa el terror para crear un clima de miedo y control social. Es aunado a ello la estretegia del gobierno mexicano conocida bajo el nombre de „guerra contra las drogas“ que también ha jugado un papel importante para llevar a la creciente militarización de la sociedad.

En su labor política el Comité Cerezo apoya a los activistas mexicanos y sus familias que han sido atacados por el gobierno, de la misma forma defiende los derechos de la población civil en un país, cuya base social es através de la violencia estatal y criminal mientras el conflicto sobre el comercio de las drogas hacia los Estados Unidos se disuelve poco a poco.

Por su valiente y peligroso trabajo el Comité Cerezo recibe el 1º de Septiembre de 2012 el Premio de la Paz de Aquisgrán (Aachener Friedenspreis).

Contaremos con la presencia de dos representantes del comité Cerezo quienes nos comentarán de su trabajo. Así mismo, discutirán con nosotros sobre las opciones de apoyo y el camino contra la escalación de violencia de estado.

Más informaciones se encuentra en la pagina web del Comité Cerezo.

Un evento organizado por ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf y Rote Hilfe Düsseldorf/Neuss