8. November 2011 – Kampf gegen die Hoffnungslosigkeit – Aktivist_innen und ihre internationalen Unterstützer_innen in Guatemala (Vortrag und Diskussion)

Dienstag, 8.11.2011, ab 19.30 Uhr Vortrag und Diskussion
Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf

Das internationale Bild Guatemalas ist geprägt durch eskalierende Gewaltkriminalität. Gleichzeitig gibt es fast absolute Straflosigkeit. Das gesellschaftliche Klima ist vergiftet durch extrem ungleiche Besitz- und Machtverhältnisse, die fehlende Aufarbeitung staatlicher Verbrechen während des Bürgerkrieges sowie die kompromisslose Durchsetzung von Megaprojekten auf Kosten der großen Mehrheit der Bevölkerung. Auf den ersten Blick bietet Guatemala ein Bild der Hoffnungslosigkeit.

Dennoch treten soziale Bewegungen zunehmend selbstbewusster für Gerechtigkeit, echte Demokratisierung und eine alternative wirtschaftliche Entwicklung ein. Die Aktivist_innen werden allerdings ebenso wie die Zeug_innen der Genozid-Prozesse immer wieder Opfer von staatlicher Repression oder Gewaltverbrechen. Um ihre Kämpfe zu unterstützen, wurde daher das internationale Begleitprojekt ACOGUATE gegründet.

Valentin Franck war von August 2010 bis Januar 2011 als Begleiter von ACOGUATE in Guatemala und ist in Deutschland bei CAREA e. V. aktiv. Aus eigener Erfahrung und anhand von Beispielen berichtet er, welche Konflikte und Kämpfe es in Guatemala aktuell gibt und wie die Begleitung von Aktivistinnen_innen und Zeug_innen funktioniert. Anschließend gibt es ausreichend Zeit für Fragen und Diskussion.

Eine Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf und Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW