25. Februar 2011 – „Autonomie ist unser Widerstand“ – Aktuelle Berichte aus der zapatistischen Rebellion

ab 19 Uhr Kneipe, Vortrag mit Bildern und Diskussion ab 19.30 Uhr
Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf

Die Zapatistas sehen den Ausbau ihrer Selbstverwaltung heute als ihre zentrale Form des Widerstands. Überall im zapatistischen Gebiet existieren mittlerweile autonome Bildungs-, Gesundheits- und Justiz-Strukturen, Kollektive und eine überregionale autonome Verwaltung.
Ein beeindruckendes Beispiel dafür ist etwa die Frauenklinik in La Garrucha. Mit Hilfe sowohl westlicher Medizin als auch traditioneller Methoden konnte die Mütter- und Kindersterblichkeitsrate der Region enorm gesenkt werden.
Von diesen und anderen Fortschritten der Zapatistas konnten sich die Teilnehmer_innen einer europäischen Solidaritätsbrigade, die im Juli 2010 die fünf zapatistischen Zonen bereiste, ein aktuelles Bild machen. Gleichzeitig erfuhren sie von ihren zahlreichen Gesprächspartner_innen auch über die zunehmende Bedrohung für die Zapatistas durch zunehmende Repression des Staates und durch wachsenden Druck ökonomischer Interessen.
Zusammen mit einer Person, die im letzten Jahr mehrere Monate als Menschenrechtsbeobachter in zapatistischen Gemeinden gearbeitet hat, werden uns zwei Teilnehmer_innen dieser Brigade über Fortschritte und Gefahren für das zapatistische Projekt berichten sowie Möglichkeiten der Solidarität aufzeigen. Anschließend ist ausreichend Zeit für Fragen und Diskussion.