Archiv für Juli 2011

25. Februar 2011 – „Autonomie ist unser Widerstand“ – Aktuelle Berichte aus der zapatistischen Rebellion

ab 19 Uhr Kneipe, Vortrag mit Bildern und Diskussion ab 19.30 Uhr
Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf

Die Zapatistas sehen den Ausbau ihrer Selbstverwaltung heute als ihre zentrale Form des Widerstands. Überall im zapatistischen Gebiet existieren mittlerweile autonome Bildungs-, Gesundheits- und Justiz-Strukturen, Kollektive und eine überregionale autonome Verwaltung.
Ein beeindruckendes Beispiel dafür ist etwa die Frauenklinik in La Garrucha. Mit Hilfe sowohl westlicher Medizin als auch traditioneller Methoden konnte die Mütter- und Kindersterblichkeitsrate der Region enorm gesenkt werden.
Von diesen und anderen Fortschritten der Zapatistas konnten sich die Teilnehmer_innen einer europäischen Solidaritätsbrigade, die im Juli 2010 die fünf zapatistischen Zonen bereiste, ein aktuelles Bild machen. Gleichzeitig erfuhren sie von ihren zahlreichen Gesprächspartner_innen auch über die zunehmende Bedrohung für die Zapatistas durch zunehmende Repression des Staates und durch wachsenden Druck ökonomischer Interessen.
Zusammen mit einer Person, die im letzten Jahr mehrere Monate als Menschenrechtsbeobachter in zapatistischen Gemeinden gearbeitet hat, werden uns zwei Teilnehmer_innen dieser Brigade über Fortschritte und Gefahren für das zapatistische Projekt berichten sowie Möglichkeiten der Solidarität aufzeigen. Anschließend ist ausreichend Zeit für Fragen und Diskussion.

20. Januar 2011 – Corazón del Tiempo – Eine Reise zum Herzen der zapatistischen Rebellion (Spielfilm)

ab 19 Uhr Kneipe und VoKü, Film ab 20 Uhr
Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf

Der erste Spielfilm der in zapatistischen „Gemeinden im Widerstand“ und mit zapatistischer Beteiligung gedreht wurde. Er erzählt von einer Liebesgeschichte inmitten eines mutigen Aufstands und trotz des Krieges der Regierung. Eine Liebe, die in Konflikt mit den Traditionen und den revolutionären zapatistischen Gesetzen gerät. Und ein Film, der uns den Alltag des zapatistischen Kampfes um Würde und Selbstbestimmung in den rebellischen Gemeinden näher bringt.

Im Anschluss Möglichkeit für Fragen und Diskussion.

Präsentiert von Cafe Bunte Bilder und ¡Alerta!

22. Juni 2010 – Von sozialen Bewegungen und linken Regierungen in Lateinamerika

Veranstaltung mit dem Katrin Zeiske
ab 19.30 Vortrag und Diskussion

Was passiert auf dem Kontinent? Welche Ziele, Dynamiken und Perspektiven gibt es? Wie beeinflussen Militarisierung und Militärschläge im Rahmen ultrarechter neoliberaler Ermächtigung die Linke?
Katrin Zeiske berichtet über Mexiko und Zentralamerika.
ALBA oder ALCA: Zentralamerika steht zwischen der Wirtschaftsmacht USA im Norden und der Initiative der linken Regierungen in Südamerika.
Die USA versucht, die einzelnen Länder über Freihandelsabkommen an sich zu binden. Mexiko spielt eine Sonderrolle als „kleiner Bruder“, der die Abschottung gegen die Migrationsbewegung aus dem Süden vornimmt und eine billige Produktionszone, Absatzmarkt und Arbeitskräfteheer dies- und jenseits der Grenze stellt.
Aufgezeigt werden soll die Vielfalt und Dynamik des Widerstandes in Mesoamerika gegen den neoliberalen Ausverkauf und korrupte rechte Gesellschaftstrukturen, aber auch die staatliche Repression gegen sie.
Diskutiert werden sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu Zielen und Perspektiven hier und die Möglichkeiten, sich solidarisch einzubringen – hier und dort.

Linkes Zentrum „Hinterhof”, Corneliusstr. 108, Düsseldorf, http://www.linkes-zentrum.de

30.Mai 2010 – Menschenrechte und soziale Bewegungen in Mexiko

Veranstaltung mit dem Comité Cerezo aus Mexiko
ab 12.00 Veganer Brunch und danach um 16.00 Vortrag und Diskussion

Das Comité Cerezo aus Mexiko setzt sich seit 2001 für die Verteidigung der Menschenrechte für politische und Gewissensgefangenen ein. Sie kämpfen gegen Straflosigkeit und für die Suche nach Wahrheit, Gerechtigkeit und für die Wiedergutmachung für die Opfer von Menschenrechtsverletzungen. Mitglieder sind Familienmitglieder und FreundInnen der Opfer und Überlebenden politischer Unterdrückung – z.b.illegaler und ungerechter Haftstrafe in Hochsicherheitsgefängnissen.
Antonio und Alejandro Cerezo, Gründer des Komitees, machen gerade eine Europareise. Sie werden sich mit uns an diesem Abend über die Menschenrechtslage für politische Gefangene, die anhaltende Kriminalisierung des sozialen Protestes und die Auswirkungen des Krieges der mexikanischen Regierung gegen den „Drogenhandel“ auf die Menschenrechtslage sprechen. Außerdem wird es um die Arbeit des Komitees auf dem Gebiet der Sicherheit und des Schutzes von MenschenrechtsverteidigerInnen gehen. Antonio Cerezo wird von seinen siebeneinhalb Jahren Haft, davon sechseinhalb Jahre in einem Hochsicherheitsgefängnis berichten.

Veranstaltende Gruppen:
Alerta! Lateinamerikanische Filme und Veranstaltungen
Rote Hilfe Düsseldorf

Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf
http://www.alerta.de.tt – http://www.linkes-zentrum.de

16. Juni 2009 – Entre Cuerpos y Tambores Habla la Esperanza (Theater)

Kolumbianisches Straßentheater von Red Juvenil, Medellín
ab 18:00 Uhr vegetarische Volxküche – Beginn des Theaterstückes 19:30 Uhr (pünktlich!); Eintritt frei

Kolumbien bietet für junge Menschen kaum Möglichkeiten. Reichtum, Macht und Chancen konzentrieren sich in den Händen Weniger. Gewalt bestimmt den sozialen und politischen Alltag: Seit Jahrzehnten herrscht sowohl Bürger- als auch Drogenkrieg. Diese Lage hat eine militaristische Kultur aus Angst und Überwachung hervorgebracht, die die Regierung nutzt um jede Opposition auszuschalten. Jugendlichen kennen oft nur die Wahl zwischen Drogenkartellen, Paramilitärs und der staatlichen Gewaltmaschine. Es fehlen die Möglichkeiten, alternative Lebensformen kennenzulernen und zu leben.
Genau hier setzt das antimilitaristische Netzwerk „Red Juvenil“ an.

Als linke Basisorganisation schafft es Kulturangebote für Jugendliche, unterstützt Kriegsdienstverweigerer und leistet durch direkte gewaltfreie Aktionen Widerstand gegen die staatlichen und paramilitärischen Gewaltapparate. Die jungen Leute aus den Armenvierteln von Medellín verstehen auch ihr Straßentheater als politisch. Es soll ein Werkzeug sein, aktiv in die sozialen und politischen Prozesse Kolumbiens einzugreifen und durch diesen mutigen Ausdruck des Protestes gegen die gewalttätigen Herrschaftsverhältnisse eine selbstbewusste, widerständige Identität aufzubauen.

Nach der Aufführung werden die Laiendarsteller über ihre Erfahrungen und die Situation in Kolumbien berichten und Fragen aus dem Publikum beantworten. Für eine Übersetzung ist gesorgt.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Lateinamerika-Arbeitskreis Düsseldorf, ¡Alerta! – Lateinamerikanische Filme und Veranstaltungen und Pax Christi Düsseldorf

Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf
http://www.alerta.de.tt – http://www.linkes-zentrum.de