14. März 2009 – Militarisierung der Innenpolitik in Lateinamerika

Vortrag und Diskussion mit Jonna Schürkes (Informationsstelle Militarisierung, Tübingen), ab 15.30 Uhr

Das Erstarken sozialer Bewegungen in Lateinamerika und die verschiedenen Versuche, dort politische und ökonomische Alternativen umzusetzen, werden seitens der USA als Bedrohung wahrgenommen und deren Bekämpfung als „Homeland-Security“ deklariert. Durch US-Militärhilfe und Programme wie die „Merida-Initiative“ kommt es daher in mehreren lateinamerikanischen Staaten mit Unterstützung der USA zu einer erneuten Stärkung des Militärs als innenpolitischem Akteur.

Dabei wird die Trennung zwischen militärischen und polizeilichen Kompetenzen zunehmend verwischt. Was es dem Militär ermöglicht, im Namen eines „Krieges gegen Drogenkriminalität“ oder „gegen den Terror“ auch gegen illegalisierte Migration, soziale Bewegungen und indigene Kämpfe um Autonomie vorzugehen.
Ist Lateinamerika wieder einmal ein „Labor“ für eine Politik, die dann auch in den westlichen Metropolen umgesetzt wird?

Der Vortrag findet im Rahmen des „Tages gegen Krieg und Militarisierung“ statt – das gesamte Programm gibt es hier.

Linkes Zentrum „Hinterhof”, Corneliusstr. 108, Düsseldorf, http://www.linkes-zentrum.de