Archiv für Juni 2011

11.Juni – Hasta La Ùltima Piedra

ab 16 Uhr Sommerfest mit Grillen – Film ab 20.30 Uhr

Die Dokumentation berichtet über die „Friedensgemeinde“ San Josè de Apartado in Kolumbien. Im Laufe des jahrzehntelangen Bürgerkriegs sind gerade bäuerliche Dorfgemeinden immer wieder Opfer von falschen Versprechungen und Gewalt von allen Seiten des Konfliktes geworden. Dagegen haben einige Dörfer das Konzept der „Comunidad de Paz“ gesetzt: Sie bestehen auf ihr Recht, nicht in die Kämpfe, die nichts mit ihren Interessen und Bedürfnissen zu tun haben, hineingezogen zu werden. Daher hat die Gemeinschaft ihre Unabhängigkeit gegenüber den bewaffneten Akteuren ihres Landes erklärt, dem Militär, dem Paramilitär und der Guerilla. Seitdem stehen sie unter massiver Repression und Bedrohung. Viele Dorfbewohner sind bereits Opfer von Massakern geworden, trotzdem kämpfen sie weiterhin um ihre Neutralität und für den Frieden.

Außerdem zeigen wir ein kurzes Video über das Straßentheater von Red Juvenil, das am darauffolgenden Dienstag bei uns zu Gast sein wird.

Eine gemeinsame Veranstaltung von ¡Alerta! – Lateinamerikanische Filme und Veranstaltungen und Cafe Bunte Bilder

Linkes Zentrum „Hinterhof“, Corneliusstr. 108, Düsseldorf
http://www.alerta.de.tt – http://www.linkes-zentrum.de

19.Mai 2009 – Chiapas im Visier von Politik und Kapital

Vortrag und Diskussion mit Luz Kerkeling (CIEPAC, San Cristóbal/Chiapas, und Zwischenzeit e.V., Münster)
Kneipe ab 19 Uhr – Vortrag ab 19:30 Uhr

Chiapas ist nicht erst sein dem zapatistischen Aufstand 1994 ein Ort an dem die neoliberalen „Entwicklungs-“ und Ordnungsprojekte auf breiten gesellschaftlichen Widerstand stoßen. Obwohl die Zapatistas in der Verbesserung der Situation ihrer Gemeinde viel erreicht haben und gerade versuchen, mit einer mexikoweiten zivilen Mobilisierung von unten, eine völlige Neuordnung der gesellschaftlichen Verhältnisse Mexikos zu erreichen, sind die Errungenschaften und Visionen der Basisbewegungen heute vielleicht so bedroht wie selten zuvor. Den Chiapas als extrem ressourcenreicher Bundesstaat gerät immer stärker ins Visier von Politik und Kapital.

Luz Kerkeling, Autor des Buches “La Lucha Sigue. Ursachen und Entwicklungen des zapatistischen Aufstands“, der gerade von einem zweijährigen Forschungs- und Arbeitsaufenthalt in Chiapas zurückgekehrt ist, wird uns sowohl über die aktuellen wirtschaftlichen und militärischen Elitenprojekte wie den vielfältigen Widerstand dagegen berichten. Anschließend ist Zeit für Fragen und Diskussionen.

Linkes Zentrum „Hinterhof”, Corneliusstr. 108, Düsseldorf, http://www.linkes-zentrum.de

14.Mai 2009 – El Violin (Spielfilm)

VoKü ab 19:00 Uhr – Film ab 20:00 Uhr

Regisseur Francisco Vargas erzählt mit seinem bildgewaltigen Spielfilm die Geschichte der mexikanischen Guerilla-Bewegung in den 1970er Jahre.

Don Plutarco, sein Sohn Genaro und sein Enkel Lucio leben ein Doppelleben als Musiker und arme Bauern sowie als Unterstützer der Guerilla-Bewegung, der sie beim illegalen Waffenhandel helfen. Als das Militär das Dorf der Bauern überfällt, fliehen Einwohner und Rebellen in die Berge. Während die Guerilla einen Gegenangriff vorbereitet, entwirft Plutarco seinen eigenen Plan.

Die Geschichte steht stellvertretend für viele andere lateinamerikanische Auseinandersetzungen unterdrückter Indigener, armer Landarbeiter und vertriebener Bauern, die bis in die Gegenwart reichen.

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14. März 2009 – Militarisierung der Innenpolitik in Lateinamerika

Vortrag und Diskussion mit Jonna Schürkes (Informationsstelle Militarisierung, Tübingen), ab 15.30 Uhr

Das Erstarken sozialer Bewegungen in Lateinamerika und die verschiedenen Versuche, dort politische und ökonomische Alternativen umzusetzen, werden seitens der USA als Bedrohung wahrgenommen und deren Bekämpfung als „Homeland-Security“ deklariert. Durch US-Militärhilfe und Programme wie die „Merida-Initiative“ kommt es daher in mehreren lateinamerikanischen Staaten mit Unterstützung der USA zu einer erneuten Stärkung des Militärs als innenpolitischem Akteur.

Dabei wird die Trennung zwischen militärischen und polizeilichen Kompetenzen zunehmend verwischt. Was es dem Militär ermöglicht, im Namen eines „Krieges gegen Drogenkriminalität“ oder „gegen den Terror“ auch gegen illegalisierte Migration, soziale Bewegungen und indigene Kämpfe um Autonomie vorzugehen.
Ist Lateinamerika wieder einmal ein „Labor“ für eine Politik, die dann auch in den westlichen Metropolen umgesetzt wird?

Der Vortrag findet im Rahmen des „Tages gegen Krieg und Militarisierung“ statt – das gesamte Programm gibt es hier.

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12. März 2009 – War on Democracy (Doku)

VoKü ab 19 Uhr – Film ab 20:30 Uhr

Die Dokumentation beleuchtet die Rolle der USA bei der Bekämpfung von emanzipatorischen Bewegungen in Lateinamerika während der letzten 50 Jahre. Bolivien, Chile, Cuba, Guatemala, El Salvador, Nicaragua, Venezuela… – die Liste ließe sich leicht fortführen.

Der Film deckt die Heuchelei der US-Politik auf, die nicht für die Verbreitung von Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit kämpft, sondern gegen sie. Opfer berichten, ehemalige CIA-Agenten erzählen von ihrem schmutzigen Geschäft und die Ausbildung von Folterern und Militärs durch die US-Armee wird thematisiert. Aber die Doku macht auch Mut, da sie zeigt, dass diese Politik nicht immer erfolgreich war, sondern heute überall in Lateinamerika neue starke emanzipatorische Bewegungen und linke Regierungen existieren und den Kampf gegen die Einflussnahme der USA gewinnen können.

Komplette Doku online:

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17. Februar 2009 – Kubanische Frauen zwischen Revolution, Gleichberechtigung und Machismo

Musste leider ausfallen!

12. Februar 2009 – Havanna Blues (Spielfilm)

VoKü ab 19 Uhr – Film ab 20:30 Uhr

Mit ihrer Band spielen Ruy und Tito eine mitreißende Mischung aus Samba, Salsa, Rock und Rap und träumen vom großen Durchbruch als plötzlich Talentscouts einer großen Plattenfirma auftauchen. Jetzt stellt sich ihnen die Frage, ob der Traum von der großen Freiheit halten kann, was er verspricht. Ist das Leben wirklich besser in Miami oder Madrid? Eine vergnügt anarchische Liebeserklärung an den Überlebenswillen der Kubaner.

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13. Januar 2009 – Transgender in Lateinamerika

Geschlechterpositionen in biographischen Erzählungen
Vortrag und Diskussion mit Elisabeth Tuider (Uni Münster und Hildesheim), ab 20 Uhr

Im Zuge queerer Politiken wurde die Einteilung in zwei Geschlechter und den davon abgeleiteten zwei Sexualitäten in Frage gestellt. Menschen, die aus den klassischen Geschlechterrollen ausgebrochen sind, agieren dabei immer auch als politische Subjekte. Existieren in Lateinamerika Vorstellungen von Geschlechtlichkeit, die über die dominante Zweigeschlechter- und Sexualitätenordnung hinausgehen? Können travestis, muxés und guevedoces als subversive Geschlechterpositionierung verstanden werden?

Darüber berichtet und diskutiert mit uns Elisabeth Tuider, die zu diesem Thema forscht und lehrt.

Mit freundlicher Unterstützung des Schwulen- und des LesBi-Referats der Uni Düsseldorf sowie des Gender-Referats der FH Düsseldorf.

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8. Januar 2009 – XXY (Spielfilm)

VoKü ab 19 Uhr – Film ab 20:30 Uhr

Die fünfzehnjährige Alex ist „intersexuell“. Mit ihren Eltern wohnt sie zurückgezogen auf dem Land. Als es wieder einmal zu Gerüchten kommt, wendet sich die besorgte Mutter an einen Chirurgen, der Alex operieren soll. Doch Alex hat sich verliebt und sie will über ihren Körper selbst bestimmen.

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16. Dezember 2008 – Gleichberechtigte Kooperation statt Freihandel und Ausbeutung

Stoppt das Assoziierungsabkommen der EU mit Zentralamerika
Vortrag und Diskussion mit Klaus Hess und Karsten Hackländer (Informationsbüro Nicaragua), ab 20 Uhr

Ein Teil der neuen aggressiven Außenwirtschaftsstrategie der EU sind die Verhandlungen über ein Assoziierungsabkommen mit den Staaten Mittelamerikas. Diese würden dafür sorgen, dass in diesen Ländern der neo-liberale Kapitalismus über Generationen hinweg als Wirtschafts- und Gesellschaftsform festgeschrieben wird. Auch eine noch stärkere Exportorientierung der Landwirtschaft und damit eine weitere Verdrängung von KleinbäuerInnen und eine Verschärfung der Nahrungsmittelkrise wären die Folgen.

Klaus Hess und Karsten Hackländer vom Informationsbüro Nicaragua berichten und diskutieren mit uns über diese Abkommen, ihre Folgen und die Proteste dagegen.

Mit freundlicher Unterstützung der Europäische Akademie Nordrhein-Westfalen e.V.

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11. Dezember 2008 – Testamento (Doku)

VoKü ab 19 Uhr – Film ab 20:30 Uhr

Alfonso Bauer Paíz war Minister in der sozialistischen Regierung Guatemalas. Nach einem US-gesteuerten Militärputsch musste er ins Exil fliehen, wo er sich mit Ché Guevara anfreundete. Er arbeitete in den Regierungen von Allende und Castro mit und leistete anschließend militanten Widerstand gegen die rechte Diktatur seines Heimatlandes. Mit 84 Jahren schließlich wurde er Abgeordneter des guatemaltekischen Parlaments.

Ein beeindruckender Dokumentarfilm über ein kämpferisches Leben.

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11. November 2008 – „Wahrheit und Gerechtigkeit“ – Die Aufarbeitung der argentinischen Militärdiktatur

Vortrag und Diskussion mit Roberto Frankenthal (Koalition gegen Straflosigkeit)

Wie alle Diktaturen in Lateinamerika, war die argentinische Militärdiktatur verantwortlich für eine Vielzahl von Menschenrechtsverletzungen wie Folter oder das „Verschwindenlassen“. Roberto Frankenthal, einer der Mitbegründer der „Koalition gegen Straflosigkeit“, berichtet über deren Bemühungen um die politische und juristische Aufarbeitung der Verbrechen und die bisher erzielten Ergebnisse.

Mit freundlicher Unterstützung des Referats Politische Bildung der FH Düsseldorf.

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6. November 2008 – Junta (Spielfilm)

Buenos Aires zur Zeit der Militärdiktatur: Die politisch engagierte Studentin María wird in einen Folterkeller verschleppt. Zwischen der Routine der Grausamkeit und dem Kampf der Opfer um ihre Würde entwickelt sich zwischen ihr und einem der Folterer eine bizarre Beziehung zwischen Macht und Zuneigung, Folter und Überlebenswillen.

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21. Oktober 2008 – Lateinamerikas Alternativen zum Neoliberalismus

Vortrag und Diskussion mit Kristine Karch (AG Lateinamerika, attac)

Kristine Karch berichtet und diskutiert mit uns über die die jüngsten politischen und ökonomischen Alternativen Lateinamerikas wie neue Verfassungen, Projekte solidarischer Ökonomie, alternative Medien, neue Wege ökologischer Nachhaltigkeit und internationale emanzipatorisch-solidarische Kooperationen. Diese Entwicklung beleuchtet sie auch als Ergebnis und als neuen Antrieb für die vielfältigen Kämpfe sozialer Bewegungen des Kontinents.

Mit freundlicher Unterstützung des Referats Politische Bildung der FH Düsseldorf.

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16. Oktober 2008 – Venezuela von Unten (Doku)

Dario Azzillinis Dokumentarfilm über den tiefgreifenden sozialen Wandel in Venezuela und seine wahren Akteure: die Basis – ArbeiterInnen, BäuerInnen, Frauenprojekte, Indigen@s und AktivistInnen berichten über ihre Kämpfe, Erwartungen, Projekte und Fortschritte – aber auch Probleme.

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